Rückblick:

 "ROMA ETERNA - Capolavori di scultura classica - La collezione Santarelli" - Mendrisio, Museo d'arte - 25.Oktober 2015 - 31.Januar 2016

Kurator: Simone Soldini


Vom 25.Oktober 2015 - 31.Januar 2016 zeIgt das Museo d'Arte, Mendrisio ene hochinteressante Ausstellung unter dem Motto ROMA ETERNA ( Capolavori di scultura classica - La collezione Santarelli ). in Zusammenarbeit mit der Fondazione Dino ed Ernesta Santarelli (Rom) und dem Antikenmuseum Basel (Direktor: Andrea Bignasca) - Allestimento: Mario Botta. Ausgestellt werden 65 Skulpturen in Marmor, Alabasta und Porfido sowie 15 Frammenti lapidei aus der Zeit des 1 Jahrhunderts a.C. bis zum 19.Jahrhundert, von der Antike über das Mittelalter, dem Barock bis zum 19.Jahrhundert. Zur Ausstellung hat das Museum einen umfangreichen Katalog mit einem Vorwort von Rolando Peternier (Dicastero Museo e Cultura, Mendrisio) und interessanten Beiträgen von Simone Soldini, Andrea Bignasca, Dario Del Bufalo, Mario Botta, reich illustriert, herausgegeben. Weitere Informationen via http://www.mendrisio.ch/museo

"Leggere, leggere, leggere! Libri, giornali, lettere nella pittura dell'Ottocento" - Pinacoteca Züst, Rancate 18.Oktober 2015 - 24.Januar 2016

Kurator: Matteo Bianchi - Coodinamento scientifico e organizativo: Mariangela Agliati Ruggia e Alessandra Brambilla


...alles Werke von Albert Anker

von links nach rechts: Elenterio Pagliano - Paolo Sala - Luigi Rossi - Edoardo Berta - Gerolamo Induno - Giogio Kienerk - Virgilio Ripari - Michcele Tedesco

von links nach rechts: Eugenio Pellini - Vincenzo Vela - Antonio Soldini

Die Pinacoteca Züst in Rancate (Mendrisio) zeigt vom 18.Oktober 2015 - 24.Januar 2016 eine Themenausstellung "Leggere, leggere, leggere! Libri, giornali, lettere dell'Ottocento (19.Jahrhundert)"- Kurator: Matteo Bianchi - Coordinamento scientifico e organizatiivo: Mariangela Agliati Ruggia e Alessandra Brambilla. 80 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen, sowie Bücher , Zeitungen etc. die von der litterarischen Revolution des 19.Jahrhunderts Zeugen sind der Tenor der Themenausstellung. Künstler aus dem Tessin wie Preda, Monteverdi, Feragutti, Visconti, Berta, Chiesa, Luigi Rossi, Vincenzo Vela, Luigi Vassalli, und aus Italien wie Iduno, Cabianca, Cremona, Ranzoni, Mosè Bianchi, Morbelli, Nomellini, Sottocornola, Paolo Sala, Corinna Modigliani, Zandomeneghi, sowie ein Saal, ausschliesslich mit Werken von Albert Anker (1831-1910) und ausserdem Dokumente von Stefano Franscini (1796-1857), Enrico Pestalozzi (1746-1827) und Giuseppe Chiattone machen mit einer gelungenen Präsentation die Ausstellung absolut sehenswert. Vom Fotografen Ferdinando Scianna werden zusätzlich in einem Saal themenbezogene Schwarz-Weiss-Fotografien aus aller Welt gezeigt. Der Ausstellungskatalog (Kurator: Matteo Bianchi) ist umfangreich mit Farbaufnahmen der gezeigten Objekte (Herausgeber: SilvanaEditoriale)

 

 "LAC"- Lugano - Museumseröffnung 12.09.2015
Direttore MASILugano: Marco Franciolli

 1. "Orizzonte Nord-Sud" (Protagonisti dell'arte europea ai due versanti delle alpi 1840-1960 (15.09.2015-10.01.2016)
Kuratoren: Marco Franciolli - Guido Comis





u.a. mit Werken von Böcklin, Del Chirico, Hodler, Anker, Morandi, Segantini, Giacometti, Turner , Klee.

2."Anthony McCall.Solid Light Works"(15.09.2015-31,01,2016)

Kuratorin: Bettina della Casa

Anthony McCall (*1964, London) lebt und arbeitet in New York, studierte 1964-68 am "Ravenbourne-College of Art and Design" in London - 1971 Experimentalfilmer und Performance-Künstler. 1975 Marie-Jose Preis. McCall befasst sich mit den Fragen von Form, Raum und Zeit und setzt u.a. computergesteuerte Lichtstrahlen eines Beamers ein. 1973 Umzug nach New York - 1977 Documenta 6 in Kassel - Ausstellungen u.a. im Centre Pompideau (Paris), Museum of Modern Art (New York), Museum für Moderne Kunst (Wien), Kunsthaus Zürich, Hamburger Bahnhof (Berlin).

3.In Ticino (Presenze d'arte nella Svizzera Italiana 1840-1960 (15.09.2015-28.02.2016 - Palazzo Reali - Ergänzung zu "Orizzonte Nord-Sud")
Kuratoren: Cristina Brazzola - Cristina Sonderegger


u.a. mit Werken von Serodine, Mola,Maderno, Boromini, Berta, Franzoni, Rossi, Feragutti, Chiesa, Werefkin, Jawlwnski, Epper, Pauli, Schürch, Remo Rossi, Müller,Arp, Richter, Glarner, Bissier, Nicholson und Valenti

 4."Teatro di Mnemorine" - Giulio Paolini d'après Watteau"(15.09.-04.102015 - Spazio -1 /Collezione Giancarlo e Danna Ogliati
Kuratorin: Bettina della Casa

Giulio Paolini (*1940, Genua) lebt in Turin und Paris - Maler, Bildhauer, Objekt- und Konzeptkünstler, Vertreter der "Arte Povera"

 5."Zimoun" - 171 prepared dc-motors, cotton balls,cardboard boxes 60x20x20
Kurator: Guido Comis

 

 

 "Nolde, Klee & Der Blaue Reiter"- Lugano - Sammlung Braglia - Riva Caccia - Donnerstag-Samstag 01.10.-07.11.2015
Fondazione Gabriele e Anna Braglia

Der Industrielle (Helsinn) und Kunstsammler Gabriele Braglia und sene Frau Anna Braglia haben 2014 in Lugano die "Fondazione Gabriele e Anna Braglia" gegründet - Motto: Von der Leidenschaft für die Kunst und einem Museum als Salon: Eine sehr persönliche Geschichte des Sammelns.
Gabriele Braglia begann seine Sammlerleidenschaft bereits 1950 und spezialisierte sich seither für Kunst des 19. und 20.Jahrhunderts, insbesondere dem italienischen und deutschen Expressionismus. 54 Gemälde, Zeichnungen und Lithographien seiner umfangreichen Sammlung werden nun dem Publikum zugängig gemacht - "Nolde, Klee & Der Blaue Reiter" - eine kulturelle Bereicherung, nicht nur für die Tessiner , sondern für die gesamte Schweizer Kunstwelt, bzw auch des nördlichen Italiens. Es werden Werke u.a. von Emil Nolde, Paul Klee, Heinrich Campendonk, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Augst Macke, Franz Marc, Gabriele Münter, Marianne von Werefkin, Lyonel Feiniger, Ernst Ludwig Kirchne und Hermann Max Pechstein gezeigt. Ein Kompliment für den umfangreichen, reich illustierten Ausstellungskatalog (Kuratoren: Ute Eggeling & Michael Beck) - insbesondere der Anordnung nach Künstlern und deren Biographien und weiteren Informationen.
Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt von Donnerstag bis Samstag vom 01.Oktober bis 07.November 2015 jeweils von 10:00-13:00 und 14:30-18.30 Uhr geöffnet und wird im Frühjahr 2016 fortgesetzt. Für den Herbst 2016 ist dann eine weitere Ausstellung aus der Sammlung der Fondazione vorgesehen

"Felice Filippini"  - Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno 27.09.2015 - 10.01.2016
Kurator: Rudy Chiappini



In der Pinacoteca comunale Casa Rusca in Locarno wird vom 27.09.2015 - 10.01.2026 eine umfassende Einzel-Ausstellung über den grossen Tessinerr Maler Felice Filippini (Arbedo, 1917 - Muzzano, 1988) gezeigt. (Kurator: Rudy Chiappini). Über 60 Gemälde, beginnend mit seinen ersten Arbeiten, u.a. sein berühmtes "Pferd", Filippini wurde beeinflusst von Pietro Chiesa, Carlo Cotti und Alberto GiacomettI. Der Ausstellungskatalog (Kurator: Rudy Chiappini) umfasst 180 Seiten mit 88 Illustrationen, farbig (CHF 30.--)i.

 "Little Nemo"- Art Gallery (Lugano - Genéve-Torino)  -   Il fumetto come non l'avete mai visto

Marco Lucchetti + Sergio Pignatone

 


Marco Lucchetti + Sergio Pignatone haben offensichtlich ene Marktlücke in der Kunst entdeckt und in Lugano die Art Gallery "Little Nemo" (Piazza Cioccaro 11) eröffnet, die sich auf  Fumetti, Illustrationen & Animations spezialisiert hat. Sergio Pignatone begann bereits 1989 in Turin mit der Sammlung von Fumetti, die als Grundlage für das heutige Unternehmen "Little Nemo Art Gallery Lugano SA" (Casa Editrice, Casa d'Aste, Gallery d'Arte, Art Shop) diente. Original Zeichnungen, Grafiken (auch signiert und nummeriert) und Drucke von vielen namhaften Künstlern dieser Kunstrichtung werden in der "Art Gallery Little Nemo Lugano" von den apassionierten Kollektionisten präsentiert. Die Gallerie soll aber auch ein Treffpunkt mit  internationalen "Maestri del fumetto" sein und es sind diverse Events geplant. Eine sehr interessante Ausstellung bzw. Verkaufsausstellung und es ist erstaunlich, dass bei der Popularität von Fumetti und Animation-Filmen es bisher im Tessin noch keine Gallerie gab, die sich darauf spezialisiert hatte. Oben einige Beispiele von Werken bekannter Künstler und Eindrücke der Vernissage - weitere Informationen via http://www.littlenemo.eu

 "Renzo Ferrari - Visioni nomadi/Visions nomades 1959-2014"  -   Museo Cantonale d'Arte, Lugano 16.Mai - 02.August 2015

Kuratoren: Cristina Sonderegger + Antonia Nessi

 

 

Vom 16.Mai - 02.August zeigt das Museo Cantonale d'Arte in Lugano eine umfassende Retrospektive des Tessiner Künstlers Renzo Ferrari (*Cadro, 1939) unter dem Motto Visione nomadi/Visions nomades 2959-2014 in Zusammenarbeit mit dem "Musèe d'art et d'histore", Neuchâtel. Kuratoren: Cristina Sonderegger, Antonia Nessi. Renzo Ferrari studierte an der "Brera" in Mailand - so werden über 150 Arbeiten aus der Schaffensperiode seiner Mailänder Zeit bis heute gezeigt, Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Kollagen. Inspiriert wurde er vom Expressionismus und der PopArt - in seinen Arbeiten betrachtet er scharf und kritisch die Realität, sie sind aber auch ein Spiegel seines Gemütszustandes.

Zur Ausstellung wurde von der Edizione "Sikra" ein umfangreicher Katalog von beiden genannten Museen und den Kuratoren herausgegeben. weitere Informationen via http://www.museo-cantonale-arte.ch

 

 

 "Marcello"  -   Museo Vicenzo Vela, Ligornetto 23.April - 30.August 2015 / Wiedereröffnung !

 

      

Das Museo Vincenzo Vela (1892 Schenkung an die Eidgenossenschaft von Vincenzo Vela incl. seiner Sammlung und dem imposanten Gipsfigurenkabinett) in Ligornetto im Südtessin zeigt vom 23.April - 30.August 2015 nach 1 1/2 jähriger totaler Renovierung unter der Federführung des Architekten Mario Botta die Ausstellung "Marcello, Adèle d'Affry, Herzogin von Castiglione Colonna" -  Kuratorin: Gianna A.Mina. Adèle d'Affry (1826-1879) Hezogin von Castiglione Colonna wurde als Bildhauerin und Malerin in der Kunstwelt Marcello genannt. Geboren in Freiburg/Fribourg in der Schweiz studierte sie an der "École des Beaux-Arts" in Paris, lebte in Rom und Paris und hatte durch den Adel schnell die nötigen Kontakte um erfolgreich zu sein, erhielt aber auch gleichzeitig Aufmerksamkeit und Werzschätzung für Ihre Arbeiten. Die Liste der Mentoren und Verehrer ist lang u.a. Clésinger, Carpeaux, Gustave Courbet, Prosper Mérimeé und Fortuny. Ihre Arbeiten entsprechen absolut dem frankophonen Zeitbild des 19.Jahrhunderts. Die ausgestellten Werke stammen u.a. aus Privatsammlungen, dem Museé d'Orsay, dem Louvre und dem Henry Moore Institute in Leeds sowie der "Fondation Marcello" (Freiburg) - Präsidentin: Monique von Wistinghausen. Die permanente Ausstellung des Museums zeigt ausser dem Hauptwerk von Vincenzo Vela,  auch Werke seines Bruders Lorenzo Vela (1812-1897), seines Sohnes Spartaco Vela (1853-1895), sowie eine Sammlung des 19.Jahrhunderts von Künstlern aus der Lombardei und dem Piemonte. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog (italienisch / ranzösisch / deutsch) herausgegeben mit Beiträgen von Gianna A.Mina, Monique von Wistinghausen, Francis Python, Laure Chabanne,Grégoire Extermann,Caterina Y.Pierre, Pascal Griener, Caroline Schuster Cordone, Camille Collaud und Simone de Reyff.

Weitere Informationen via http://www.museo-vela.ch 

 

 "Daniel Spoerri - Eat Art in Transformation"  -   m.a.x.museo, Chiasso 30.April - 30.August 2015

Kuratoren:Susanne Bieri, Antonio d'Avossa, Nicoletta Ossanna Cavadini

 

 

 

Das m.a.x.museo i Chiasso zeigt vom 30.April - 30.August 2015 eine Ausstellung von Daniel Spoerri (*1930) unter dem Motto Eat Art in Transformation. Kuratoren: Susanne Bieeri, Antonio d'Avossa, Nicoletta Ossanna Cavadini. Gezeigt werden Installationen, Zeichnungen, Drucke und Metallarbeiten, Leihgaben aus diversen Kollektionen und Museen. Daniel Spoerri, geboren 1930 in Rumänien, begann als Tänzer und Choreograph ehe er sich der bildenden Kunst zuwandte und zu internationalem Ruhm gelang. 1968 eröffnete er in Düsseldorf ein Retaurant, "Eat Art Galerie". So entstand auch die Idee der diversen Arbeiten der vorliegenden Ausstellung. Werke von Daniel Spoerri sind in allen grossen Museen von New York (wo er eine zeitlang lebte) über London, Stockholm, Paris bis zu diveren Musseen in der Schweiz zu sehen. Sein Archiv befindet sich in der "Schweizerischen National-Bibliothek".1993 wurde er in Frankreich mit dem "Grand Prix National de la Sculpture" ausgezeichnet.1983 hatte er auch eine Professur an der "Ecole des Beaux-Arts" in Brest, an der Kunstakademie in München und der "Hochschule für angewandte Kunst" in Wien. Auf der  EXPO Milano 2015 ist am Eingang des Restaurants im Schweizer Pavillion sein Werk "Meissen Porzellan Puzzle" ausgestellt. Zur Ausstellung wurde auch ein umfangreicher illustrierter Katalog, 248 Seiten, u.a. mit Beiträgen der Kuratoren (Edition Silvana) herausgegeben.

 

 

 "Tra le mura del Bigorio" - Pinacoteca Züst, Rancate 19.April - 13.September 2015

 

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate (Mendrisio) zeigt vom 19.April - 13.September 2015 die Ausstellung "Tra le mura del Bigorio" - Dipinti del Settecento lombardo dalla quaderia del convento- Kuratoren Edoardo Agustoni + Ivano Proserpi - Schede curato di Edoardo Villata. Anlässlich der Gründung vor 480 Jahren der Fondation des Convento cappuccino di Santa Maria Assunto (Fra Roberto) - Bigorio werden 20 Gemälde der ca. über 200 Werken des Patrimonio's des Convents ausgestellt. Meisterwerke von Giuseppe Antonio Petrini (5 Gemälde), Pietro Antonio  Magatti, Fedrico Ferrario + Antonio Felice Orelli. Das Kapuzierkloster ist das letzte noch tätige südlich der Alpen im Kanton Tessin. Zur Ausstellung wurde ein Katalog mehrfarbig herausgegeben von den Kuratoren der Ausstellug mit einem Vorwort auch von Fra Roberto.

 

 

                  "Serodine nel Ticino" - Pinacoteca Züst, Rancate 31.Mai - 04.Oktober  2015

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate (Mendrisio) zeigt vom 31.Mai - 04.Oktober 2015 die Ausstellung "Serodine nel Ticino" - Werke von Giovanni Serodine (1594 Ascona - 1630 Rom)- Kuratoren Giovanni Agosti + Jacopo Stoppa

Neben Franceso Mola ist Giovanni Serodine - Maler und Stuckateur - der wichtigste Künstler im Tessin in der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts. Sein grosses Vorbild war Caravaggio (Michelangelo Merisi). Seine Werke beinhalten zumeist religiöse Themen, aber auch alltägliches, wie z.B. Bettler und zeichnen sich durch intensive Dramatik mit starken Lichteffekten und Farbenfreiheit aus.

Zur Ausstellung wurde von der "Officina Libraria, Milano, ein umfangreicher Katalog herausgegeben

Weitere Informationen via http://www.ti.ch/zuest

 

 

 

 

 "Leonardo da Vinci - La Bella Principessa" - Municipio, Lugano 20.März-19.April 2015

 

 

Vom 20.März - 19.April wird in Lugano im Municipio Leonardo da Vinci's "La Bella Principessa" ausgestellt (Kurator: Vittorio Sgarbi - Luxury Art - Scripta Maneant) .Das Bildnis zeigt Bianca Sforza (1496) und wird etwas umstritten Leonardo da Vinci zugeordnet, nachdem namhafte Kunstkritiker ,u.a. Mina Gregori, Cristina Geddo, Elisabeta Gnignera, Martin Kemp, Pascal Cotte + Vittorio Sgarbi das Meisterwerk auf Herz und Nieren geprüft haben."..il più grande giallo della Storia dell'Arte" Prof.Martin Kemp betitelte es mit "La Bella Principessa". Der kanadische Kunstsammler Peter Silverman ersteigerte es 1998 bei Christie's in New York für 21'850$ (wird heute auf über 100 Millionen geschätzt) - erst in der Folge wurde es Leonardo zugeordnet. Am Schluss der Pressekonferenz gab es noch *Polemiche" zwischen Vittorio Sgarbi und On.Giovanna Masoni Brenni, welche im Municipio für Kultur zuständig ist, da sie einige Zweifel zur Präsentation äusserte .

Der Ausstellungskatalog (Kurator: Matin Kemp) mit  einer Einleitung von Vittorio Sgarbi wurde 4-sprachig von Scipta Maneant herausgegeben. .

 

 "Anarchia Crocevia Ticino" - Mendrisio, Museo d'arte - 22.März - 05.Juli 2015

Addio Lugano bella. Anarchia tra storia e arte. Da Bakunin al Monte Verità, da Courbet ai dada

 

  

Vom 22.März - 05.Juli 2015 zegt das Museo d'Arte, Mandrisio ene hochnteressante Ausstellung unter dem Motto Anarchia Crocevia Ticino ( Addio Lugano bella. Anarchia tra storia e arte. Da Bakunin al Monte Verità, da Courbet ai dada).

Kurator: Simone Soldini. Comitato Scientifico: Aurora Scotti, Chiara Gatti, Maurizio Antonioli, Maurizio Binaghi, sowie Gianluigi Bellei. Das Projekt wird mit Unterstützung von "Pro Helvetia" - Viavai Contrabbando culturale Svizzera-Lombardia auch partial im "Palazzo delle Paure di Lecco" präsentiert. Ausgestellt werden Arbeiten von der Mitte des 19. bis Anfang des 20.Jahrhunderts (aus der Zeit, in der die Anarchie ihren Höhepunkt erreichte) in 13 Sektionen. I simboli dell'anarchia, la Comune parigina, città e campagna, lavoro e miseria, la figura emblemistica del vagabondo, sciopero rivolta e repressione, la lotta contro i poteri, satira e denuncia, l'utopia di una nuova società. In dieser Zeit hatten sich u.a. Michel Bakunin, Elisèe Reclus, Carlo Cafiero, Andrea Costa,Errico Malatesta, Pietro Gori, Luigi Fabbri, Erich Mühsam, Raphael Friedeberg, Max Mettlau im Tessin niedergelassen und die Zeit geprägt und dies nicht nur bei der Künstlerkolonie auf dem "Monte Verità". Gemälde, Zeichnungen, Plastiken, Drucke, Fotos, Lithographien, Bücher, Briefe, Zeitungsausschnitte, Manifeste und Videos bieten eine aufschlussreiche Information über die Anarchie im Tessin. Die Meisterwerke sind z.T. Leihgaben von verschiedenen Museen, u.a. Musée d'Orsay, Paris, und Privatsammlungen, u.a. von Seurat, Vallotton, Pissarro, Signac, Steinlen, Kollwitz, Courbet, Chiesa, Luce, Kupka, Seewald, Arp, Vela......eine Ausstellung, die man gesehen haben muss.

Der Ausstellungskatalog - Kurator:Simone Soldini - mit Beiträgen von Simone Soldini, Aurora Scotti Tosini, Chiara Gatti, Renato Simoni, Aline Dardel, Andreas Schwab, Maurizio Antonioli, Maurizio Binaghi und Gianluigi Bellei, unfasst 216 Seiten in Wort und Bild, Herausgeber: Museo d'Arte. Mendrisio. Informationen über die diversen Rahmenveranstaltungen via http://www.mendrisio.ch/museo

 

"La paura del 13 è qualcosa gli annunci pubblicitari die Dieter Roth" - Casa Croci, Mendrisio 30.April - 27.Juni 2015

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Ausstellung "Anarchia Crocevia Ticino" (Anarchie Kreuzweg Tessin) zeigt Casa Croci in Mendrisio die Ausstellung "La paura del 13 è qualcosa gli annunci pubblicitari die Dieter Roth" vom 30.April -27.Juni 2015. Kurator: Simone Soldini.

Dieter Roth, geboren 1930 in Hannover, ist einer der Protagonisten der zeitgenössischen Kunst nach dem 2.Weltkrieg, Individualist, Chaot, ein vielseitiger Künstler. Als Graphiker, Maler, Dichter, expirimenteller Musiker und Multimedial-Künstler  arbeitete er wie ein Revolutionär der Kunst, ein radikaler Umstürzler und Utopist. u.A. entwickelte er langfristige Projekte wie  eine Anzeigenserie im "Anzeiger Stadt Luzern" (Die Angst vor der 13 ist etwas) zusammen mit seiner Freundin Erica Ebinger - - das Projekt wurde nach 1 Jahr unterbrochen (1971-72) Poesie z.B. "Das Tränenmeer" oder  die "Zeitschrift für alles".....sind Arbeiten von Dieter Roth.

Das "Museo d'Arte Mendrisio hat einen umfangreichen reich illustrierten Katalog zur Ausstellung herausgegeben.

 

 

 "Gordon Mc Couch (1885-1956) - Ein Amerikaner in Ascona" - Pinacoteca Züst, Rancate 15.März-30.August 2015

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate (Mendrisio) zeigt vom 15.März-30.August 2015 die Ausstellung "Gordon Mc Couch" (1885-1956) - Ein Amerikaner in Ascona - Kuratoren Claudio Guarda  - Mariangela Algiati Ruggia + Alessandra Brambilla. Eine Monographie zeigt das künstlerische Schaffen, des wenig bekannten Künstlers, der sich in eigener Art zwischen Expressionismus und Kubismus bewegt und sich später der Avangarde ("magischem Realismus") widmete. Der 1885 in Philadelphia geborene Mc Couch war zunächst Zeichner und Illustrator in seiner Heimatstadt und New York, ehe er 1908 die USA verlässt und sich in Deutschland in München (Accademia di Bella Arti) ansiedelte und u.a auch Kontakt mit der Gruppe "Blaue Reiter" hatte, auch Mibegründer der "Münchner Sezession" war. 1914 ging er nach Zürich, meldete sich aber während des 1.Weltkrieges  freiwillig zur US-Armee - nach dem Krieg 1917 war er zunächst in Zürich (1924 Mitbegründer der Gruppe "Der Grosse Bär), ehe er über Zug nach Ascona kam, wo er 1922 in Porto Romco sich ein kleines Hotel kaufte und bis zu seinem Tode in Locarno 1956 (1941 MItglied der "Società Amici delle Belle Arte") dort lebte. Mc Couch pflegte Feundschaft mit Marianne Werefkin und Alexej Jawlensky. Die Ausstellung zeigt ca. 40 Gemälde in Öl und  über20 Acquarelle, Liithographien und Zeichnungen. Der Ausstellungskatalog - Kurator: Claudio Guarda - reich illustriert gibt die besten Informationen. Weitere Informationen via: http://www.ti.ch/zuest.

 

Museo delle Culture, Lugano (Villa Heleneum) - "L'arte e la danza Balinese nella collezione Wistari - Diario di una cosmopolita" 27.02.-10.05.2015

 

      

Vom 27.02.-10.05.2015 wird im Museo delle Culture (Villa Heleneum), Lugano (Direktor: Paolo Campione) die  Ausstellung L'arte e la danza Balinese nella collezione Wistari - Diario di una cosmopolita gezeigt. Kuratoren: Alberta Formaggia, Cristina Galbiani.L'esposizione temporanea presenta al pubblico oltre 60 opere appartenute a Cristina Wistari, una fra le più celebri danzatrici balinesi.

Museo delle Culture, Lugano (Villa Heleneum) - "Gli adoratori della  croce. Elio Ciol.Fotografie. Armenia 2005" - 04.03.-10.05.2015

L'esposizione temporanea presenta al pubblico l'affascinante cultura degli Armeni attraverso le croci che essi hanno scolpito nella pietra per secoli.

 

  " < 30 Junge Schweizer Kunst - 10.Ausgabe - Premio Kiefer Hablitzel

Museo d'Arte, Lugano -14.Dezember 2014 - 15.Februar 2015 

Kurator: Elio Schenini

 

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Die Kiefer Hablitzel Stiftung vergibt jährlich in Zusammenarbeit mit der Ernst Göhner Stiftung einen Preis von 125'000.-- CHF an junge unter 30-jährige Schweizer Künstler. Aus 115 Bewerbern (15  konnten sich vorab für Arbeiten für den "Swiss Art Award" in Basel qualifizieren) wurden 10 ausgewählt, die im Februar 2014 die Preise in Empfang nehmen konnten. Nun werden erstmals im "Museo d'Arte" in Lugano vom 14.Dezember 2014 - 15.Februar 2015 Werke der jPreisträger ausgestellt. <30  10. Premie Junge Schweizer Kunst /X.Giovane arte svizzera 2014 (Kurator: Elio Schenini) - folgende Künstler wurden ausgezeichnet: Selina Baumann, Jeremias Bucher, Adrien Chevalley, Daniel V.Keller, Matthias Liechti, Florian Lüthi, Thomas Moor, Bianca Ott, Darren Roshier und Marco Scorti. Oben einige Werke als Beispiele für die Kreativität, Qualität  und Authentizität. Zur Ausstellung wurde vom Museum ein Katalog herausgegeben (Kurator: Elio Schenini). 

 

  "Bramantino" (L'arte nuova del Rinascimento lombardo)

Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 28.September 2014 - 11.Januar 2015

Kurator: Mauro Natale

 

 

Vom 29.September 2014 - 11.Januar 2015 Präsentiert das Museo Cantonale d'Arte, Lugano (Kurator: Mauro Natale) Bramantino (Bartolomeo Suardi) "Die neue Kunst der lombardischen Renaissance". Der bedeutendste Vertreter der lombardischen Renaissance lebte von 1480-1530 in Mailand. In der Ausstelllung wird der stilistische Werdegang des Künstlers bestens aufgezeigt mit Werken u.a. aus der Brera in Mailand, dem Galeria degli Uffizi in Florenz, der National Gallery in London und dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid. Den Tessinern ist Bramatino bekannt durch sein Werk "Fuga in Egitto" in der Wallfahrtskirche "Madonna del Sasso" in Orselin bei Locarno. Ausserdem werden auch einige Werke seiner Zeitgenossen u.a. Bernardino Luini. gezeigt. Die figurative Bildsprache mit architektonischen Verbindungen ist die Definition der "Neuen Kunst" von Bramantino. Das genau Geburtsjahr von Bartolomeo Suardi, genannt Bramantino ist nicht bekannt - um 1480 lernte er bei Franceso de Caseris in Mailand, kontaktiert 1487 den Architekten Donato Bramante (von da an legte er sich den Namen Bramantino zu). Während der Krise des ducato sforzesco 1499/1500 verlassen Bramante und Leonardo da Vinci Mailand, während Suardi in der Stadt blieb und der neue "Dominatore" der französischen Zeit unter Louis de Luxembourg wurde. Für den französischen König  kopierte er "Das letzte Abendmahl" von Leonardo da Vinci. Von da an ging es nur noch bergauf - u.a. Ausstellung in der Pinacoteca Ambrosiana. 1508 wurde Bramatino nach Rom zum Papst Giulio II berufen, kehrte aber 1510/12 wieder nach Mailand zurück. 1511 lehrte er an der "Scuola di San Lucia" und später an der Brera und 1525 ging er an den Hof  von Francesco II Sforza als Maler und Architekt. Im März 1530 stirbt Bramatino. Zur Ausstellung werden divese Konferenzen und Events angeboten, u.a. eine Symposium 06-07.November in der Villa Ciani, Lugano  "Bramantino e le arti nella Lombardia Francese (1499-1525) - koordiniert von Mauro Natale von der Universität Genf. Der umfangreiche Ausstellungskatalog (Kurator: Mauro Natale, in Zusammenarbeit mit Edoardo Rossetti) mit Beiträgen von Laura Aldovini, Sophie Bonetti, Stefania Buganza, Carlo Cairati, Lara Calderari, Corinna Gallori, Mauro Natale, Cristina Passoni, Gianluca Poldi, Cristina Quatrini, Francesco Repishti, Edoardo Rossetti, Francesca Rossi, Edoardo Villat und Vito Zani wurde von "Editore da Sika" herausgegeben.

 

LAC:  "Hans Richter - il ritmo dell' avanguardia" -

 - Museo d'Arte - Lugano -  31.August - 23.November 2014

 

 

 

Nach Los Angeles, Metz und Berlin findet vom 31.August - 23.November 2014 im Museo d'Arte (LAC)  in Zusammenarbeit mit dem County Museum, Los Angeles und dem Centre Pompidou, Metz eine interessante Retrospektive von Hans Richter (il ritmo dell'avanguardia) statt - Kuratoren: Elio Schenini + Timothy Benson. Hans Richter (1888 Berlin - 1976 Minusio) ist "der" herausragendste Vertreter der Avangarde des letzten Jahrhunderts, der in seinen Anfangsjahren von Kubismus und Expressionismus geprägt wurde. Er lebte seine vielseitigen Talente in Malerei, Zeichnungen, Film, Schriftstellerei bis zum Verlagswesen vollends aus und als Lehrer überbrachte er den Studenten die revoluzionäre Moderne. Richter studierte an der "Akademie der Künste" in Berlin, 1909 und der Kunstschule Weimar. Er stand im Dialog u.a. mit Duchamp, Malewitsch, Doesburg, Schwitters, Max Ernst, Sergei Eisenstein, von Mies van der Rohe und Covteau. Richter war eine tragende Figur der expressionistischen Zeit um 1910, der Periode des Züricher Dadaismus 1916/18 und des abstrakten Films mit künstlerischen Experimenten. Während der Nazizeit emigrierte Richter in die USA - in der Nachkriegszeit widmete er sich auch dem unabhängigen amerikanischen Film, verfasste diverse Bücher und hatte unzählige Ausstellungen mit seinen abstrakten Werken der Avangarde. Die Ausstellung in Lugano zeigt über 200 Werke, Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Filme, Bücher und Zeitschriften, gibt aber auch die Möglichkeit sich mit Werken seiner Zeitgenossen, wie Arp,Eggeling, Janco, Jawlensky, van Doesburg, Moholy-Nagy, und Man Ray auseinander zu setzen. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher, reich illustrierter Katalog in italienischer Sprache herausgegeben..

 

"Werner Bischof (1916-1954) La trasformazione dell'immagine" 

m.a.x.museo + Spazio Officina, Chiasso 12.10.2014 - 11.01.2015

Vom 12.Oktober 2014 - 11.01.2015 zeigt das m.a.x.museo und die Spazio Officina in Chiasso eine umfangreiche Ausstelllung über Werner Bischof (1916-1954) unter dem Motto La trasformazione dell'immagine. Im April 2015 folgt dann Salvator Rosa (1615-1673) incisore. Trasformazioni tra alchimia, arte e poesia und anschliessend Daniel Spoerri. Eat Art in trasformaion. Im Herbst 2015 wird es ein Ausstellung La grafica per l'aperitivo. Traformazioni del brindisi geben und zum Abschluss der Saison Sergio Morello. Trasformazioni e tensioni tra pittura e performance.

 

 

"Luigi Russolo" (1885-1947) Jenseits der Materie - Museo Comunale d'Arte Moderna, Ascona 14.09. - 07.12.2014

 

Das Museo Comunale d'Arte Moderna, Ascona zeigt vom 14.09.- 07.12.2014 ein Retrospektive des italienischen Meisters des Futurismus Luigi Russolo (1885-1947) - Jenseits der Materie

Kuratoren: Mara Folini, Anna Gasparotto, Franco Tagliapietra. 50 der wichtigsten Gemälde, Zeichnungen und Grafiken tiefgründiger interessanter Figuren aus der Zeit des Sybolismus, des Futorismus und der klassischen Moderne, u.a. mit Werken aus dem Kunstmuseum Basel, den Uffizien in Florenz und dem Musée de la Ville de Paris.

 

"Samoa Rémy"

Division leads to multiplication - Premio culturale "Manor Ticino 2014"

   Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 17.Mai - 24.August 2014

TI-CH - Neuzugänge des "Museo Cantonale d'Arte 1999-2014"

Kuratoren: Marco Franciolli - Elio Schenini

Samoa Rémy, Jahrgang 1974, geboren in Mendrisio, arbeitet aktuell in Oslo und Züich mit Installationen (Iconografien, Illustrazionen, Zeichnungen, Drucke, Incisionen) und wurde von "Mabor Ticino" für die Premiazione 2014 ausgewählt.

TI-CH, ...das Museum zeigt eine grosse Zahl von Neuzugängen aus den Jahren 1999-2014 u.a. von Sergio Brignoni, Massimo Cavalli, Marcel Dupertuis, Sergio Emery, Ivana Falconi, Franz Gertsch, Cesare Lucchini, Urs Lüthi, Lutz & Guggisberg, Meret Oppenheim, Markus Raetz, Rolando Raggenbass

ZU beiden Ausstellungen wurde ein umfangreicher Katalog herausgegeben. 

 

LAC:  "Jean Arp - Osvaldo Licini und das internationale Umfeld" -

 - Museo d'Arte - Lugano -  13.April - 20.Juli 2014

 

 

Als Fortsetzung der Doppelausstellung "Klee-Melotti" 2013 folgt nun der visuelle Dialog des Elsässer- und Wahlschweizer Bildhauers Jean Arp (Strassburg 1886-Basel 1966) und dem italienischen Maler Oswaldo Licini (1894-1958), Hauptakteure der mitteleuropäischen Kunstdebatte in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts. Es gibt überraschende Brennpunkte, obwohl jeder seine persönliche Bildsprache beherrscht....im Umfeld werden auch Werke von Rodin, Matisse, Kisling, Klee, Kandinsky, Taeuber-Arp, Magnelli und anderen gezeigt.

Die Werke beider Künstler zeigen trotz künstlerischer Eigenständigkeit überraschend Ähnlichkeiten. "Der  abstrakteste der Surrealisten und der surrealistischste der Abstrakten", so wurde Jean Arp von der Galeristin Denise René definiert, was man aber auch von Osaldo Lucini sagen könnte. Um Ähnlichkeiten und Unterschieder der grossen Vertreter des 20. Jahrhunderts besser zu verdeutlichen, werden in der Ausstellung auch Werke von Rodin, Matisse, Modigliani, Kisling, Kandinsky, Klee, Taeuber-Arp, Magnelli, Van Doesburg, Albers u.a. gezeigt. Damit wird der Kontakt hervorgehoben, welchen Arp und Licini zu den Avangarden der 20er und 30er Jahre unterhielen. Die Ausstellung ist infolgende Themen unterteilt: Die figurativen Anfänge - Die Horizintlienie - Unsichere Gleichgewichte - Raumarchitektur - Abstraktionen - Formentstehung -Beschwörenden Buchatsben und Zeichen - Zwischen Natur und Mythos.

Weitere Informationen via http://www.mda.lugano.ch

 

"Hans Erni"  - Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno 05.04. - 17.08.2014

 

 

 

In der Pinacoteca comunale Casa Rusca in Locarno wird vom 05.04.-17.08.2014 eine umfassende Einzel-Ausstellung über den grossen Visionär der Schweizer Malerei Hans Erni (* 21.02.1909 Luzern) gezeigt. (Kurator: Rudy Chiappini). Als Zeitzeuge des Jahrhunderts arbeitet der Künstler unermüdlich trotz seiner 105 Jahre. Hans Erni lernte die größten Vertreter der Kunst des 20. Jahrhunderts kennen: Kandinskij, Mondrian, Gris, Brancusi, Calder, Moore, Arp, Hepworth, Braque und vor allem Picasso, der seinen grafischen Stil so beeinflusste, dass er auch als “Schweizer Picasso” bezeichnet wurde. Hans Erni wurde 1909 als drittes von acht Kindern in Luzern geboren. Nach einer Lehre als Vermessungstechniker und Zeichner bei der Baupolizei begann er seine künstlerische Ausbildung 1927 an der Kunst- und Gewerbeschule in Luzern, später an der Académie Julian in Paris und der Schule für angewandte Kunst in Berlin. Wieder in Paris gehörte der Künstlergruppe aus Konstruktivisten und Surrealisten “Abstraction-Création” an; 1937 war er Mitbegründer der Künstlervereinigung “Allianz”. In kurzer Zeit entwickelte er einen eigenen, originellen Stil, eine Synthese zwischen abstrakter und figürlicher Malerei, die nicht weit vom Surrealismus entfernt war, z.B. sein 100 X 5 Meter grosses Wandgemälde “Die Schweiz, das Ferienland der Völker” (im Auftrag der Schweizerischen Landesausstellung 1939. Nach dem Krieg folgte eine Zeit vieler Reisen in Europa, Afrika, den USA, Indien, China mit zahlreichen Auftragswerken und Ausstellungen in der Schweiz und in London, Rotterdam, Stockholm, New York, Seattle, Chicago, Montreal, Osaka, Melbourne, Sydney etc., die Ernis Talent in aller Welt bekannt machten. Die Ausstellung in Locarno stellt eine Auswahl von rund siebzig Werken in chronologischer Anordnung – von den Anfängen in den dreißiger Jahren bis heute – vor, die den stilistischen Reichtum und die außerordentliche Schaffenskraft dieses großen Visionärs und Doyens der Schweizer Kunst bezeugen. Erni war Vertreter des Postkubismus und des Surrealismus, bevor er seinen eigenen Weg fand und eine Art magischen Realismus schuf. Im Laufe seiner langen Tätigkeit schuf Erni Tausende von Werken: von den Ateliergemälden zu den Wandbildern (für das Schweizerische Rote Kreuz, die UNO und die UNESCO), Plakate und Lithographien, Bühnenbilder und Illustrationen zu Fachbüchern, Enzyklopädien und literarischen Werken, bis hin zu Keramiken, Wandteppichen und Skulpturen. Erni erlebte zwei Weltkriege und entwickelte dadurch eine besondere Sensibilität für den Frieden und die sozialen Rechte. 1979 eröffnete der Künstler ein eigenes Museum für das Publikum – das er selbst als “Ort der Reflexion” bezeichnet – innerhalb des Schweizer Verkehrsmuseums in Luzern. Das Museum umfasst über 300 Werke, gekrönt von der großen Wandmalerei “Panta Rhei” im Auditorium, in dem die wichtigsten Wissenschaftler und Denker des Okzidents dargestellt sind. Zu seinem hundertsten Geburtstag widmeten das Kunstmuseum Luzern und die Fondation Pierre Gianadda in Martigny Hans Erni zwei bedeutende Retrospektiven, die seiner unerschöpflichen Kreativität über achtzig Jahre lang Ehre erwiesen. Im selben Jahr präsentierte Erni sein neues Monumentalwerk "Ta panta rei" (Alles fließt), das den Haupteingang des UNO-Gebäudes in Genf schmückt. Das größte Keramik-Wandbild der Schweiz symbolisiert den Kampf für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Freiheit aller Völker der Erde. 1983 bereits hatten die Vereinten Nationen ihn mit der Friedensmedaille ausgezeichnet. Auch wenn seine Werke häufig Debatten in der politischen und kulturellen Umwelt auslösten, zählt Hans Erni heute sicher zu den anerkanntesten und beliebtesten lebenden Künstlern der Schweiz. Die Ausstellung von Kurator Rudy Chiappini in Zusammenarbeit mit Riccardo Carazzetti, Direktor der Kulturabteilung der Stadt Locarno, wird begleitet von einem 200-seitigen Katalog in italienischer Sprache mit Farbfotos von allen ausgestellten Werken und kritischen Beiträgen von Rudy Chiappini, Karl Bühlmann, Dora Imhof und Hans Ulrich Obrist. (40.--CHF)

 

LAC:  "Il Simbolismo e gli Artisti Svizzeri" - Miti & Misteri

 - Museo d'Arte & Museo Cantonale d'Arte, Lugano -  15.September 2013 - 12.Januar 2014

Kuratorin: Valentina Anker

 

 

Vom 15.09.2013-12.01.2014 findet in den Luganeser Museen Museo d'Arte und Museo Cantonale d'Arte in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern eine interessante Ausstellung unter dem Motto Il Simbolismo e gli Artisti Svizzeri - Miti & Misteri statt - Kuratorin: Valentina Anker. Simbolismo: Der Traum uns das Unbewusste - Die Frau als engelsgleiche und teuflische Gestalt - Die sublime und bedrohliche Natur - Das Hybride - Gewalt und Tod - Die Dunkelheit - Der Kosmos, die Unendlichkeit - damit ist der Symbolismus exakt umrissen, Themen und Auseinandersetzungen, umgesetzt in Bildende Kunst, Malerie, Grafik, Plastik etc....unterschiedliche Ausdrucksformen, mit denen sich die Künstler die epochalen Umbrüche der Zeit verarbeitet haben, inclusiv Hoffnungen, Ungewissheit und Ängste. 200 Werke (Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Druckgrafieken, Plakate und Skulpturen) der bedeutendsten Vertrer des Symbolismus in der Schweiz. Schlüsselwerke der Bewegung um die Jahrhundertwende, Meisterwerke, die bereits im "Salon Rosenkreuzer" in Paris, der Sezession in Wien und der frühen Biennale in Venedig präsentiert wurden. u.A. Arnold Böcklin, Augusto & Giovanni Giacometti, Johann Heinrich Füssli, Ferdinand Hodler, Giovanni Segantini, Carlos Schwabe, Albert Trachsel, Félix Vallotton, Albert Welti, Edoardo Berta, Adolfo Feragutti Visconti, Filippo Franzoni, Luigi Rossi, Gustave Moreau, Gustav Klimt, Auguste Rodin....Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog, 4-sprachig (engl.Ital.deut.franz) - Kuratorin: Valentina Anker - (Edito a Parigi da Somogy) herausgegeben. 352 Seiten (Farbtafeln) mit Textbeiträgen von Valentina Anker, Pierre Rosenberg, Michel Draguet, Jean-David Jumeau-Lafond, Alxeander Klee, Annie-Paule Quinsac, Sharon Latchaw Hirsh, Jacques Tchamkerten, Albert Levy, Cristina Sonderegger, Matthias Frahnet, Laurence Madeline, Marco Franciolli und Beat Stutzer. Katalogpreis: 45.--CHF 

 

  "Mario Comensoli" - Quelle vite che vanno

30.11.2013 - 23.02.2014 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona wird vom 30.11.2013 - 23.02.2014 die Ausstellung Mario Comensoli - Quelle vite che vanno gezeigt. Kuratoren: Pietro Bellasi + Peter Killer. [in Zusammenarbeit der Fondation Mario e Héléne Comensoli] -  ca.60 Werke des Tessiner Künstlers mit Wahlheimat in Zürich (1922,Lugano - 1993, Zürich), einer der bedeutendsten Maler des Realismus. Kraftvolle unverwechselbare Bilder und Zyklen mit einer Sensibilität für soziale Entwicklungen zeichnen seine Werke aus, deren innovative Malerei im Vordergrund stehen.

Der Ausstellungskatalog (Kuratorin: Fonation Comensoli, Zürich) Edizione Salvoni 2013 - mit Textbeiträgen von Mario Barino, Pietro Bellasi + Peter Killer

 

 

 

  "Apollonio Pessina - 1879-1958" - Pittore, Ligornetto/Mendrisio  - 25.Oktober-15.Dezember 2013

 

 

 

Vom 25.Oktober -15.Dezember wird in der Casa Pessina in Ligornetto/Mendrisio eine Ausstellung über den hier einst arbeitenden Maler, Bildhauer, Fotograf und Schriftsteller Apollonio Pessina - Pittore (1879-1958) gezeigt. Kuratorin: Rosangela Cuffaro Eine umfangreiche Retrospektive, des durch seine Arbeiten z.B. des Monuments "Militi" in Bellinzona oder dem "Monumento per la Battaglia dei Sassi grossi di Giornico" bekannt gewordenen Tessiner Künstlers. Pessina, in Ligornetto geboren, war zunächst Dekorateur in Genua, studierte dann an der "L'ecole des Arts industriels et des Beaux-Arts" in Grenoble in Frankreich und später in Paris.1918 kehrte er zurück ins Tessin und arbeitete seit 1920 als Konservator im "Museo Vela" in Ligornetto und  befasste sich mehr und mehr mit seinen persönlichen Arbeiten. Zur Ausstellung wurde ein Katalog aufgelegt mit einem Vorwort von Rolando Peternier und Beiträgen der Kritikerin Maria Will + Rosangela Cuffaro.

 

 

  "I Paesaggi di Carrà - 1921-1964" - Mendrisio, Museo d'arte - 22.September 2013 - 19.Januar 2014

 

 

    

Vom 22.September 2013 - 19.Januar 2014 zeigt das Museo d'arte Mendrisio die Ausstellung: IPaesaggi di Carrà. 1921-1964 (Kuratoren: Simone Soldini, Elena Pontiggia - in Zusammenarbeit mit Chiara Gatti und Carrà's Nipote Luca Carrà. Der piemonteser Maler und Kunstschriftsteller lebte von 1881 (Quargeneto) bis 1966 (Mailand) und war von 1909-1916 der Begründer des italienischen Futurismus. Während der Jahre des 1.Weltkrieges wandte er sich der "Pittura Metafisica" zu (Giorgio De Chirico) ehe er seit 1921 zum "Magischen Realismus" fand und überwiegend seinen Namen  als Landschaftsmaler machte. (1955 Documenta I, 1964 Documenta III, in Kassel - sowie Retrospektiven weltweit). In Paris hatte er Kontakt mit Apollinaire und Picasso, später befreundete er sich mit den Brüdern De Chirico und im Tessin mit Giorgio Orelli an. Der Ausstellungskatalog umfasst 150 Seiten mit allen Abbildungen der Ausstellungsstücke.

 

 "Un mondo in trasformazione" - Pinacoteca Züst, Rancate 13.Oktober 2013 - 12.Januar 2014

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate (Mendrisio) zeigt vom 13.Oktober 2013 - 12.Januar 2014 die Ausstellung Un mondo in traformazione, l'ottocento tra poesia rurale e realtà urbana - Kuratoren: Mariangela Algiati Ruggia + Alessandra Brambilla. Ca. 90 Werke aus der figurativen Zeit des (ottocento) 19.Jahrhunderts aus dem Tessin und der Lombardei, insbesondere werden Landschafts- und Städtebilder, sowie der Zeitgeschichte aus der romantischen Epoche von 1830-1915 ausgestellt, u.a. von Luigi Rossi, Pietro Chiesa, Giovanni Segantini, Edoardo Berta, Giovanni Migliara, Giuseppe Canella, Carlo Bossoli und Giuseppe Elena.

 

 "Corpo e Potere - K-Körper und Macht"  -   Museo Vicenzo Vela, Ligornetto 22.September - 17.November 2013/verlängert bis 15.Dezember 2013

 

 

 Das Museo Vela in Ligornetto zeigt vom 22.September-17.November 2013 als Fortsetzung des künstlerischen Dialogs mit dem Museum eine Ausstellung der Gruppe "K" mit Künstlern aus der Umgebung der österreichischen Stadt Linz unter dem Motto "Corpo e Potere - Körper und Macht" -  Kuratoren: Gianna A.Mina + Vito Calabretta. Die Künstler hatten die Aufgabe, im Rahmen eines Workshops, sich mit dem Werk von Vincenzo Vela und seinem Umfeld dialektisch auszutauschen. Malereien, plastische Werke, Installationen und Fotografien die auf den Themenkreis "Körper und Macht" bezogen sind werden nun ausgestellt von folgenden 12 Künstlern: Peter Assmann, Andreas Egger, Martin Egger, Ulrich Fohler, Ursula Guttmann (Risorgimento-geschmolzene Schokolade), Holger Jagersberger, Peter Kraml, Maria Meusburger-Schäfer, Markus Riebe, Isa Stein, Andreas Strohhammer (Schäferhund - Kunstharzguss und Farblack) und Enrique Tomas. Der Ausstellungskatalog (Kuratorin:Gianna A.Mina) , italienisch und deutsch, umfasst 224 Seiten mit 183 Abbildungen, versehen mit Textbeiträgen von: Peter Assmann, Vito Calabretta, Ursula Guttmann, Werner Erich Hablé, Gianna A.Mina, Petra Noll und Igor Pucker. 40.--CHF 

 

LAC:  "- 1"  Collezione Giancarlo e Danna Ogliati - Secondo Anno

 - Lugano, Lungolago, Riva Caccia 1,  07.September - 17.November 2013

  

       

 

Die Kollektionisten Giancarlo & Danna Ogliati haben mit der Stadt Lugano und dem Museo d'Arte (LAC) in Zusammenarbeit mit der "Fondazione Caccia" eine Vereinbarung getroffen, dass 157 Werke aus ihrer Sammlung im Untergeschoss vom "Central Park" No.1 aufbewahrt werden und jederzeit für Ausstellungen des neuen Kulturzentrums "LAC" mit einbezogen werden können. Erstmals werden sie auch dem Publikum zugängig gemacht im Spazio espositivo - 1Auf 1200 m²  werden 157 Werke vom 07.September - 11.November 2013 unter dem Motto  Collezione Giancarlo e Danna Ogliati  - Secondo Anno ausgestellt. Giancarlo & Danna Ogliati verfügen über 500 Werke, die sie im Laufe der letzten 50 Jahre gesammelt haben, Werke der Avangarde, des Futurismus, des Neuen Realismus, Spazialismo und l'Arte Povera, ein Querschnitt namhafter Künstler des 20. und 21.Jahrhunderts. Nachfolgend einige der an der Ausstellung beteiligten 75 Künstler: Giovanni Anselmo, Arman, Tauba Auerbach, Alberto Burri, Enrico Castellani, Christo, Ettore Colla, Enrico David, Niki de Saint Phalle, Gérard Deschamps, Lucio ontana, Antony Gormley, Mark Grotjahn, Ilya e Emilia Kabakov, Anselm Kiefer, Urs Lüthi, Piero Manzoni, Mauro e Marisa Merz, Shirin Neshat, Giulio Paolini, Michelangelo Pistoletto, Mario Schifano, Josh Smith, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Kelley Walker, Garth Weiser, Aaaron Young, Gilberto Zorio. Im 2.Jahr werden 30 neue Werke zusätzlich ausgestellt.

 

 

 "Ticino.Tessin. Fiera Svizzera di Lugano 1933-1953"

07.09. - 12.11.2013 - Villa Ciani, Lugano

 

 

Vom "Archivio Storico di Lugano" (Antonio Gil) wurde eine interessante Ausstellung konzipiert, die über 20 Jahre Messezeit in Lugano berichtet: Ticino,Tessin. Fiera Svizzera di Lugano 1933-1953 (Kuratoren: Antonio Gil, Margherita Albisetti). Ausgestellt werden Schriften, Dokumente, Videos mit Originalaufnahmen , Plakate,  Kunstobjekte (Malerei, Plastiken) aus der Epoche 1933-53. Die Messe  Fiera Svizzera di Lugano (offizieller Name seit 1937) wurde auch mit diversen Veranstaltungen, Ausstellungen und Festspielen verbunden. Namen wie Giuseppe Motta oder General Guisan nahmen eine wesentliche Rolle in der Zeit des während und nach dem 2.Weltkrieg ein. Als Ausstellungsgelände wurde dafür bereits der "Padiglione Conza" konstruiert. Das Archivio Storico di Lugano gestaltete die Ausstellung auch in Zusammenarbeit mit der "Fonoteca Nazionale" und der "Cineteca Svizzera". Sonntags (15.09., 29.09., 06.10., 20.10., 10.11. und 08.12.) sind spezielle Rahmenveranstaltuingen und Konferenzen vorgesehen - Informationen unter e-mail: archiviostorico@lugano.ch  - Zur Ausstellung wurde ein Katalog gleichen Namens veröffentlicht (Kuratoren: Antonio Gil, Damiano Robbiani) - Verlag: Edizione Città di Lugano, 256 Seiten von Textbeiträgen und 235 Illustrationen -  48.--CHF. 

 

 

  "Pierre Casè. Dalla Laguna a Castelgrande"

13.09.2013 - 04.03.2014 - Castelgrande, Bellinzona

 

Vom 13.09.2013-04.03.2013 zeigt das Castelgrande, Bellinzona eine Retrospektive des Locarneser Künstlers, Jahrgang 1944, Pierre Casè unter dem Motto Dalla Laguna a Castelgrande - con dieci storie di Alberto Toso fei (Venezianischer Schriftsteller). 12 grossflächige Arbeiten (200x310) die Geschichten, Abendteuer erzählen, gesprayte Graffiti, gemalt, kollagiert, geklebt etc. mit viel kunsthandwerklicher Arbeit. Dazu 60 Arbeiten in Kleinformat 15x23 unter dem Motto "Atmosfere veneziane".  Seine Arbeiten zeichenen sich besonders durch starke Emozionen aus.

Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog gleichen Titels herausgegeben (Editore Skira) mit Textbeiträgen von Werner Meyer, Patricia Cavadini-Bielander, Luciano Caprile, Pierre Casè, sowie die 10i "Geschichten/Storie" von Alberto Toso Fei. Die Ausstellung wird mit diversen Rahmenveranstaltungen ergänzt - Informazionen unter http://www.bellinzonaturismo.ch

 

  "Edouard Vallet" - Disegni

31.08. - 03.11.2013 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona wird vom 31.08.-03.11.2013 die Ausstellung Edouard Vallet - Disegni gezeigt. Kuratoren: Carole Haensler Huguet + Antonia Nessi. [in Zusammenarbeit der Fondation Edouard Vallet] -  120 Werke des Genfer Künstlers mit Wahlheimat im Wallis (1976 - 1929), Maler und Grafiker, der Zeitgenosse von Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Giovanni Giacometti war und einer der wichtigsten Schweizer Vertreter der bildenden Kunst um 1900 ist. Zeichnungen (Pastell, Tusche, Bleistift) vor allem Landschaften und traditionelle Begebenheiten werden in seiner stilistischen Entwicklung in der Villa Cedri ausgestellt, wie zuvor in den Kunstmuseen Wallis und Solothurn.

Der Ausstellungskatalog (Kuratorin: Antonia Nessi, Fondation Edouard Vallet) - deutsch/französisch - mit Textbeiträgen von Michel Luisier, Antonia Nessi, Jacques Dominique Roullier + Pascal Ruedin (58.--CHF, Benteli-Verlag).

 

 "Philippe Jaccottet" -  La Poesia, le figure, i paesaggi  - Mendrisio, Casa Croci - 29 August - 2.November 2013

 

In der Casa Croci, Piazzale Municipio, Mendrisio wird vom 29.08.-02.11.2013 eine Ausstellung über Philippe Jaccottet unter dem Motto: La Poesia, le figure, i paesaggi gezeigt. Jaccottet, geboren 1925 in Moudon, bei Lausanne,  besuchte die Universität in Lausanne und hielt sich in Rom und Paris auf, ehe er 1953 nach Grignan in Südfrankreich übersiedelte und dort mit der Malerin Anne-Marie Haesler lebt. Jaccottet wurde bekannt u.a. durch sein Gedicht "Das Käuzchen" oder Übersetzungen von Leopardi, Ungaretti, Montale, Erba, Caproni....Zur multimedialen Ausstellung mit Dokumenten, Schriften und Acquarellen wurde ein Katalog herausgegeben (Kurator: Fabio Pusterla) mit Textbeiträgen von Fabio Pusterla, Antonella Anedda, Franco Buffoni, Massimo Raffaeli + Francesco Scarabicchi.

 

"Chimica di un amore"  - La Collezione Riemschneider

   Museo delle Culture (Heleneum), Lugano - 05.Juli - 08.September 2013

Kurator: Paolo Maiullari

 

 

Vom 05.Juli-08.September 2013 wird im Museo delle Culture (Heleneum) in Lugano eine ethnisch interessante Ausstellung der Kollektion von Prof.Randolph Riemschneider unter dem Motto Chimica di un amore gezeigt. Randolph Riemschneider, Jahrgang 1920, einer der Väter der modernen Chemie mit Professuren in Brasilien und Berlin (Freie Universität) hat seit den 50er Jahren Werke orientalischer und ethnischer Kunst gesammelt - eine Passion, eine Liebe zur Kunst. 33 Komponente, vorwiegend aus Indien und Japan, hat Riemschneider in einer Schenkung der Stadt Lugano übertragen, die nun im "Museo delle Culture" dem Publikum zugängig gemacht wird. Figuren, Masken, Marionetten etc. zeugen von der Vielfalt der orientalischen Kunst.  Eingeteilt in drei Sektionen: 1) ...antike Werke aus Indien, 2) ..indoneische Werke mit theatralischem Charakter, 3)...Stiche, Xilographien aus Japan. Der Ausstellungskatalog (Kurator: Paolo Maiullari) - die 5.Ausgabe der Serie "Antropunti" der Edition Casagrande, beinhaltet alle gezeigten Werke sowie Textbeiträge von Junita Arneld, Fiulia R.M.Bellentani, Cristina Bignami, Marco Fagioli, Elena Mucciarelli und Elena Preda.

 

 

"Paul Klee - Fausto Melotti"

   Museo d'Arte, Lugano - 17.März 2013  - 30.Juni 2013

Kuratoren: Bettina Della Casa und Guido Comis

 

Paul Klee

Fausto Melotti

Charakteritisch für das vergangene Jahrhundert sind die Malereien und grafischen Werke von Paul Klee (1879-1940) und die Plastiken von Fausto Melotti 1910-1986), die vom 17.März -30.Juni 2013 im Museo d'Arte in Lugano ausgestellt werden. Sie trennten 22 Jahre und 300 km - Paul Klee, deutsch-schweizer Maler und Fausto Melotti, italienischer Bildhauer, ein imaginärer Dialog der Protagonisten der Kunst-Szene des 20. Jahrhunderts. Beide liebten die Musik, die Natur und Tiere und bewegten sich über den kosmischen Sinn der Kunst. Ausgestellt werden über 70 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Paul Klee und 80 Skulpturen von Fausto Melotti. Grund der Ausstellung ist die grosse Wesensverwandtschaft beider Künstler, speziell scheinen sich die Farben und rhythmischen oder geometrischen Zeichen in Klees Werken sich bei Melotti dreidimensional wiederzufinden. Die Ausstellung ist in Themen unterteilt wie folgt: Ursprünge -Abstraktionen und Geometrien - Musikalische Rhythmen - Die Abbildung wird zur Linie - Räume und Partituren -Nach der Natur - Rhythmen an Landschaften - Alphabete - Fantastische Zoologie. Der Ausstellungskatalog (italienisch, englisch, deutsch) - Kurator: Guido Comis und Bettina della Casa - aller ausgestellten Werke umfasst Beiträge der Kunsthistoriker Lara Conte, Fabrizio D'Amico, Michele Dantini, Kurt Forster, Nina Gülicher und Paolo Repetto, sowie der Künstler Giulio Paolini und Francesco Barocco. Weitere Informationen via http://www.klee-melotti.ch

 

"La realtà non è un luogo comune / Die Wirklichkeit ist kein Gemeinplatz"

Fotografien und Videos aus der Julius Bär Kunstsammlung

   Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 11.Mai - 18.August 2013

Kurator: Elio Schenini

 

 

 

Das Museo Cantonale d'Arte, Lugano zeigt vom 11.Mai -18.August 2013 "Fotografien und Videos" aus der "Julius Bär" Kunstsammlung unter dem Motto Die Wirklichkeit ist kein Gemeinplatz, Werke von 40 Künstlern, u.a. Fischli & Weiss, Balthasar Burkhard, Urs Lüthi, Roman Signer, Thomas Flechtner, Olaf Breuning, Stefan Burger, Pippilotti Rist und Shirana Shahbazi. Faszinierende Fotos und Videos beantworten die komplexe Frage der Beziehung zwischen Bild und Wirklichkeit, eine Sammlung über 30 Jahre von Julius Bär.

Anlässlich der Ausstellung wurde auch ein umfangreicher Katalog veröffentlicht.  

 

"Nel segno della Libertà / Im Zeichen der Freiheit" Françoise (1787-1855) & Sophie (1797-1867) Rude

  Museo Vicenzo Vela, Ligornetto 24.März - 21.Juli 2013

 Das Museo Vela in Ligornetto zeigt vom 24.März -21,Juli 2013 eine Retrospektive des französischen Künstlerehepaars "Françoise und Sophie Rude" -  Kuratoren: Gianna A.Mina + Sophie Jugie - in Zusammenarbeit mitdem Museum "Beaux-Arts", Dijon und des "Louvre"..Françoise Rude ist vor allem aufgrund seines berühmten Reliefs "Der Auszug der Freiwilligen"(1792) auf dem Triumphbogen in Paris oder seoner Bronze "Merkur" bekannt. Die Retrospektive ist die erste im italienischsprachigem Raum seiner klassizistischen, naturalistischen Skulpturen mit romantischen Anklängen. Die Gattin des Bildhauers Sophie Rude war eine talentierte Malerin, ausgebildet von Jacques-Louis David. Die Ausstellung zeigt eine Reihe ihrer Gemälde, insbeondere Portraits. Der Ausstellungskazalog unter dem Ausstellungstitel beinhaltet Beiträge von: Sophie Barthélémy, Matthieu Gilles, Gianna A. Mina. Testi di Claire Barbillon, Sophie Barthélémy, Lucille Champion-Vallot, Grégoire Extermann, Matthieu Gilles, Suzanne Glover Lindsay, Catherine Gras, Alain Jacobs, Wassili Joseph, Vera Klewitz, Isabelle Leroy, Jay Lemaistre, Éliane Lochot, Gianna A. Mina umfasst 232 Seiten, illustriert, - Preis: 50.--CHF

 

"Varlin"  - Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno 23.03. - 18.08.2013

 

 

In der Pinacoteca comunale Casa Rusca in Locarno wird vom 23.03.-18.08.2013 eine umfassende Ausstellung über den Schweizer Maler Varlin (Willy Guggenheim, Zürich 1900 -Bondo 1977) gezeigt. 1921 studierte er an der "Staatlichen Kunstgewerbeschule" in Berlin und 1923 an der "Académie Lhote" und der"Académie Julian" in Paris. Bekannt sind besonders seine Landschaften ("Winter in Bondo", "Maloja-Bergrennen") oder Potrait's, u.a. von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, mit dem er auch eine enge Freundschaft pflegte. Einige seiner Bilder wandeln sich fast zu Karikaturen mit verzerrten Gesichern, die aber die Personen deutlich zu erkennen geben.

 

  "La libertà della pittura" - Adolfo Feragutti Visconti 1850-1924

23.02. - 16.06.2013 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona wird vom 23.02.-16.06.2013 die Ausstellung La libertà della pittura - Adolfo Feragutti Visconti 1850-1924 gezeigt. Kuratoren: Giovanna Ginex + Anna Lisa Galizia. [in Zusammenarbeit der Pinacoteca Züst und der Sammlung von Eugenio Balzan]. Werke des Tessiner Künstlers (geboren in Pura 1850, gestorben in Mailand 1924) des Naturalismus, chronologisch und thematisch  geordnet, zeigt seine aussergewöhnliche Entwicklung über die Jahrhundertwende zur Neuzeit. Erstmals wird auch eine Serie von Pastellen aus seiner Zeit in Argentinien/Patagonien (1907/9) ausgestellt. Adolfo Feragutti Visconti studierte 1864 an der "Accademia di Belle Arte di Brera" in Mailand bei Luigi Bisi. In Mailand war er Mitbegründer der "Famiglia Artistica". 1883 erste Ausstellung von Stillleben. Portraits und Historienmalereien waren sein Schwerpunkt, z. T. beeinflusst von Cesare Tallone. 1891 gewann er den "Premio Principe Umberto" der ersten Triennale der Brera.

Der Ausstellungskatalog (Kuratorin: Giovanna Ginex) - 163 Seiten - mit Unterstützung der Cornèr-Bank wurde vom Verlagshaus Skira herausgegeben (18.--CHF).

 

 

"Una finestra sul mondo - da Dürer a Mondrian" (Ein Fenster zur Welt)  Museo d'Arte + Museo Cantonale d'Arte, Lugano -

16.September 2012  - 06.Januar 2013

Im Museo d'Arte + Museo Cantonale d'Arte in Lugano findet eine aussergewöhnliche Ausstellung unter dem Motto Una finestra sul mondo (Ein Fenster zur Welt) da Dürer a Mondrian e oltre Sguardi attraverso la finestra dell'Arte dal Quattrocento ad oggi vom 16.September 2012 - 06.Januar 2013 statt. (Kuratoren: Marco Franciolli, Giovanno Iovane [Professor für zeitgwnössische Kinstgeschichte, Accademia Brera, Mailand], Sylvie Wuhrmann [Direktorin der Fondation l'Hermitage, Lausanne]) Über 200 Werke - Bildausschnitte, Ausblicke, das Fenster als Rahmen verwendent etc.. - von der Renaissance bis heute werden gezeigt. Gegliedert in unterschiedliche Themenbereiche werden die Werke von der Historie bis zur Avangarde im Museo d'Arte ausgestellt, während im Museo Cantonale d'Arte die Werke der Neuzeit zu sehen sein werden. Von Dürer und Lorenzo di Credi über die Romantiker Füssli und Thoma, den Impressionisten und Post-Impressionisten Monet, Bonnard, Vuillard und Matisse bis zu den Futuristen, Kubisten und Avangarden wie De Chirico, Ernst und Magritte wird das Fenster zum Ausblck in eine Traumwelt. Aber auch abstrakte und geometrische Kreationen und Installationen, z.B. von Albers, Mondrian oder Rothko dient das Fenster als Grundlage bzw. den Ausblick für ihre Werke - das Thema wird umfassend und tiefgründig bearbeitet. Zur Ausstellung gibt es eine Reihe von Rahmenveranstaltungen und einen umfangreichen Ausstellungskatalog (Edition Skira) mit Beiträgen von A.Affentranger, F.Bernasconi,B.Danilowitz, D.Ferrari, NF.Weber, M.Franciolli, E.Grazioli, G.Iovane, A.Jawlensky,R.Krauss, A.Pezzotta, B.Reichlin, V.Stoichita.  .Vom 25.01.-20.05.2013 wird die Ausstellung in Lausanne gezeigt. Patronat der Ausstellung: Bundesrat Alain Berset.

Das vollständige Rahmen-Programm: http://www.finestrasulmondo,ch

 

  "La raccolta Eugenio Balzan a Bellinzona 1944-2012 - "Pittura italiane dell'Ottocento"

29.09.2012 - 20.01.2013 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

Die Sammlung Eugenio Balzan in Bellinzona 1944-2012

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona wird vom 29.September 2012 - 20.Januar 2013 die Ausstellung La raccolta Eugenio Balzan a Bellinzona 1944-2012 "Pitture italiane dell' Ottocento"(Die Sammlung Eugenio Balzan in Bellinzona 1944.2012) gezeigt. Kuratoren: Giovanna Ginex + Anna Lisa Galizia. [Mario Banda, Sindaco di Bellinzona -  Roberto Malacrida, Municipale Culture, Scuole, Giovani - Achille Casanova -Pres.della Fondazione Balzan "Fondo" Zürich]. 41 Werke aus der Sammlung von Eugenio Balzan [Badia Polesine, Rovigo 1874 - Lugano 1953], die bereits 1944 im Kunsthaus Zürich analog ausgestellt wurden - Werke des Naturalismus, insbesondere Themen der Genre- und Landschaftsmaleri. Die Ausstellung wurde realisiert mit der Unterstützung der Eigentümer der internationalen Balzan-Stiftung mit Sitz in Mailand und Zürich und der Cornèr Bank in Lugano. Eugenio Balzan, Journalist, Kunstsammler und Mäzen, Direktor und Teilhaber der "Corriere della  Sera" in Mailand, brachte sich und seine Kunstsammlung 1933 in die Schweiz in Sicherheit vor dem Faschismus. Seine Sammlung umfasst bedeutende Meister italienischer Malerei des 19.Jahrhunderts, Werke von: Leonardo Bazzaro, Achille Beltrame, Mosè Bianchi, Edoardo Dalbono, Giuseppe De NIttis, Giovanni Fattori, Giacomo Favretto, Antonio Fontanesi, Eugenio Gignous, Domenico Induno, Francesco Paolo Michetti, Domenico Morelli, Plinio Nomellini, Luigi Nono, Filippo Palizzi, Alberto Pasini, Emilio Praga, Gaetano Previati, Federico Rossano, Oreste Silvestri, Ettore Tito + Gioacchino Toma. Besondere Meisterwerke sind u.a."Bagno pompejano" und "La sultana che torna dal bagno" von Domenico Morelli. Der Ausstellungskatalog "La raccolta Eugenio Balzan a Bellinzona 1944-2012" (Kuratoren: Giovanna Ginex + Anna Lisa Galiza) umfasst 88 Seiten, illustriert in Farbe (Edizione Skira) 18.--CHF/ 15.-- EUR.

 

 

"Pierino Selmoni - Oltre l'ingegno, la materia - Sculture 1946-2012  Museo Vicenzo Vela, Ligornetto 16.September - 16.Dezember 2012

   

Das Museo Vela in Ligornetto zeigt vom 16.09 -16.12.2012 eine Retrospektive des Tessiner Bildhauers und Zeichners "Pierino Selmoni / Oltre l'ingegno, la materia - Sculture 1946-2012"   Kuratorin: Gianna A.Mina  in Zusammenarbeit mit Maria Will. Ausgestellt sind über 90 Skulpturen und einige Zeichnungen im Park und in der 1.Etage des Museums. Selmoni verarbeitet für seine Skulpturen vorwiegend Stein, Kunststoff, Bronze und Eisen. Selmoni wurde 1927 in Ventimiglia als Sohn Tessiner Eltern geboren, die während des 2.Weltkrieges wieder ins Tessin übersiedelten. 1947/9 studierte er an der "Brera" in Mailand u.a. bei Marino Marini und Francesco Messina. Nachdem er 1954 Gast des "l'Istituto Svizzero di Roma" war, arbeitet er zusammen u.a. mit Jean Arp, Max Bill, Remo Rossi und mit verschiedenen Architekten... 2003 erhielt er den Preis "Federazione Architetti Svizzeri" ...er unterstützt das Gleichgewicht von Form, Licht und Raum in der Architektur. Seit 1954 bis heute kann Selmoni auf unzählige Ausstellungen in der Schweiz und Italien zurückblicken, u.a. 1990 "Museo d'Arte" Mendrisio und 1993 in der "Villa Cedri" in Bellinzona. Selmoni ist seit 1963 Mitglied des "Società pittori scultori architetti svizzeri" und 1963 Gründungsmitglied der "Associazione ticinese pittori e scultori (Movimento 22)". Er lebt und arbeitet heute in Brusino und Ligornetto (Studio mit seinem Sohn Paolo, ebenfalls Scultore). Zur Ausstellung hat das Museum einen umfangreichen Katalog herausgegeben (Kuratorin: Gianna A.Mina), reich illustriert und Beiträge von Gianna A.Mina, Matthias Frehner, Maria Will, Simona Matinoli, Rainer Michael Mason und Gaia Regazzoni Jäggli.

 

LAC:  "- 1"  Arte dalla avanguardie del XX e XXI secolo -  Collezione Giancarlo e Danna Ogliati -

 - Lugano, Lungolago, Riva Caccia 1,  23.Juni - 05.August 2012

 

 

Die Kollektionisten Giancarlo & Danna Ogliati haben mit der Stadt Lugano und dem Museo d'Arte (LAC) in Zusammenarbeit mit der "Fondazione Caccia" eine Vereinbarung getroffen, dass 157 Werke aus ihrer Sammlung im Untergeschoss vom "Central Park" No.1 aufbewahrt werden und jederzeit für Ausstellungen des neuen Kulturzentrums "LAC" mit einbezogen werden können. Erstmals werden sie auch dem Publikum zugängig gemacht im Spazio espositivo - 1Auf 1200 m²  werden 157 Werke vom 23.Juni-05.August 2012 unter dem Motto Arte dall avanguardie del XX e XXI secolo - collezione Giancarlo e Danna Ogliati ausgestellt. Giancarlo & Danna Ogliati verfügen über 500 Werke, die sie im Laufe der letzten 50 Jahre gesammelt haben, Werke der Avangarde, des Futurismus, des Neuen Realismus, Spazialismo und l'Arte Povera, ein Querschnitt namhafter Künstler des 20. und 21.Jahrhunderts. Nachfolgend einige der an der Ausstellung beteiligten 75 Künstler: Giovanni Anselmo, Arman, Tauba Auerbach, Alberto Burri, Enrico Castellani, Christo, Ettore Colla, Enrico David, Niki de Saint Phalle, Gérard Deschamps, Lucio ontana, Antony Gormley, Mark Grotjahn, Ilya e Emilia Kabakov, Anselm Kiefer, Urs Lüthi, Piero Manzoni, Mauro e Marisa Merz, Shirin Neshat, Giulio Paolini, Michelangelo Pistoletto, Mario Schifano, Josh Smith, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Kelley Walker, Garth Weiser, Aaaron Young, Gilberto Zorio.

 

"Holzwege - Sentieri erranti" Arte svizzera della Collezione della Mobiliare (Kunstsammlung der Mobiliare)

 - Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 25.Mai - 19.August 2012

 

 

Vom 25.Mai -19.August 2012 zeigt das "Museo Cantonale d'Arte" in Lugano eine komplexe Ausstellung "Arte svizzera della Collezione della Mobiliare" (Kunstsammlung der Mobiliare) unter dem Motto Holzwege-Sentieri erranti nach Martin Heidegger: "...wir müssen den gewohnten Weg verlassen und uns auf Holzwege begeben, wenn wir in den Wald des Seins eindingen wollen.. Symbol der Kunstsammlung ist das weltberühmte "Holzfäller" von Ferdinand Hodler. Kuratoren: Elio Schenini, Liselotte Wirth Schnöller. Die Kunstsammlung der Versicherung Mobiliare enstand bereits in den 30er Jahren, eine sehr umfangreiche Selektion Schweizer Kunst des 20.Jahrhunderts, über 120 Werke u.a. von Ferdinand Hodler, Felix Vallotton, Meret Oppenheim, Cuno Amiet, Franz Gertsch, Markus Raetz, zusammengestellt nach verwandten Themen, Motiven und Strukturen zu poetischen Dialogen. Zur Ausstellung wurde ein zweisprachiger (deutsch-italienisch) Katalog herausgegeben, der 292 umfasst mit Textbeiträgen von Elio Schenini und Liselotte Wirth Schnööler, der Kusatorin der Kunstsammlung der Mobiliare..

 

 

"Giorgio Morandi"  - Museo d'Arte, Lugano (Villa Malpensata) - 10.März - 01.Juli 2012

Tutto andrà meglio (Alles wird besser)

 

 

"Giorgio Morandi" (1890-1964)  - gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20.Jahrhunderts, insbesondere durch seinen hohen Wiedererkennungswert. Wer kennt nicht seine Stillleben aus Flaschen oder anderen Alltagsgegenständen sowie die Blumen- und Landschaftsmalereien des italienischen Meisters. Vom 08.März bis 01.Juli 2012 zeigt das Museo d'Arte in Lugano über 100 Werke von Giorgio Morandi. Kuratoren: Marco Franciolli + Maria Cristina Bandera. Aufgezeigt werden sämtliche Etappen seiner Schaffenswege in Öl- und Aquarellmalereien, Zeichnungen und Gravuren incl. seines berühmtes Selbstportraits von 1924. Die Werke stammen aus italienischen und schweizerischen Sammlungen ...Giorgio Morandi, geboren 1890 in Bologna, studierte an der "Accademia di Belle Arti" seiner Heimatstadt. Beinflusst wurde er von Cezanne, Derain und Picasso, aber auch von Giotti und Paolo Uccello. Eine seiner künstlerischen Perioden war z.B. 1918-1922 die "Pittura Metafisica". Morandi prägt entscheident die italienische Malerei des 20.Jahrhunderts. Ausstellungen: u.a. "Novecento Italiano" 1926-1929, Biennale von Venedig 1928. 1957 erhielt er den grossenPreis der "Biennale von Sao Paulo". Der Ausstellungskatalog "Giorgio Morandi" (Edizione: Silvana Editoriale) - Kuratoren: Maria Cristina Bandera, Marco Franciolli) - zweisprachig: englisch-italienisch - umfasst 288 Seite mit 110 farbigen Illustrationen mit Beiträgen von Maria Cristina Banderqa, Marco Franciolli, Simona Tosini Pkzzetti, Siri Hustvedt, Lawrence Carroll und ein Interview mit Bernardo Bertolucci. ( 41.--CHF / 34 EUR).

 

"Tony Cragg"  - Villa Ciani, Lugano - 31.März - 12.August 2012

 

   

 

Lugano Arte e Cultura (LAC) zeigt in der "Villa Ciani" in Lugano vom 31.März - 12.August 2012 eine Ausstellung über das Lebenswerk von Tony Cragg. Kuratoren: Guido Comis + Marco Franciolli. Tony Cragg, geboren 1949 in Liverpool/UK, gilt als einer der bedeutendsten lebenden Künstler revolutionärer Formen. Die Ausstellung zeigt chronologisch die Kreationen des Künstlers, ca. 40 Skulpturen (z.T. monumentaler Dimensionen), sowie Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und seine berühmten Assemblagen gefundener Plastikteile oder Kompositionen aus ineinandergreifenden Stahlstücken oder Glasflaschen. Aussergewühnlich sind die Struckturen, die Cragg in den letzen Jahren geschaffen hat. Cragg lebt und arbeitet seit 1977 in Wuppertal/BRD. Tony Cragg betrachtet seine Werke philosophisch, wissenschaflich und poetisch. Zur Ausstellung wurde eine umfangreicher Katalog herausgegeben (Silvana Editoriale), zweisprachig (italienisch, englisch), mit Textbeiträgen von Guido Comis und Marco Franciolli, Inklusiv einem Interview mit Tony Cragg.

 

"Joseph Beuys: ogni uomo è un artista - Manifesti, multipli e video"  - SpazioOfficina, Chiasso - 24.Mai - 08.Juli 2012

 

 

 

"SpacioOfficina" (m.a.x.museo) in Chiasso zeigt erstmalig in Europa eine komplette Ausstellung von signierten Manifesten (Postern) von Joseph Beuys der letzten 20 Jahre seiner Aktivität. 230 Manifesti, 31 Cartoline, 30 Multiple, 3 Video: "I like America and America likes me" (1974), "Trasformer" (1979), "Beuys" (1981. Kurator: Antonio d'Avossa, der Beuys seit 1970 persönlich kannte).

Joseph Beuys (1921 Krefeld - 1986 Düsseldorf) is teiner der bedeutendsten Künstler des 20.Jahrhunderts, Aktivkünstler, Bildhauer, Zeichner und Kunsttheoretiker, der sich mit dem Humanismus und der Sozialphilosophie ("Soziale Plastik") auseinandersetzt. Beuys fordert die Mitsprache der Kunst in der Politik (Studentenpartei, Die Grünen) und setzt sich für die direkte Demokratie durch Volksabstimmung ein. Beuys: "Jeder Mensch ist ein Künstler und jeder Künstler sollte seine Kunst als "Politik" betrachten". Er sah sich als Transporteur von Ideen. Geprägt wurde er durch die Kreigsjahre 1941-45, als aktiver Hitlerjunge, freiwillig in der Luftwaffe - Absturz mit einer Stuka auf der Krim - (Legende: wurde durch Tataren gepflegt mit wärmendem Filz und Wundheilung mit tierischem Fett, was eine Grundlage für seine späteren künstlerischen Arbeiten wurde) Fallschirmjäger an der Westfront, gefangen genommen in Cuxhaven. Nach dem Krieg Start in der "Klever Künstlergruppe" und Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie (Monumentalbildhauser), an der er später Professor werden sollte und Meisterschüler bei Ewald Mataré. Seit 1953 hatte er bis zu seinem Tode ständig Ausstellungen weltweit, berühmt seine Installationen auf der "Dokumenta" in Kassel. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog (Edizione Silvana, Milano) herausgegeben, mit Beiträgen von Antonio d'Avosa, Nocoletta Ossanna Cavadini und Rainner Rappmann. (192 Seiten, 120 Illustrationen, zweisprachig ital.-engl. / - 36.--CHF/30.--EUR).

 

 

De Pisis e Montale - "Le occasioni" tra Poesia e Pittura  - Mendrisio, Museo d'arte - 29.April - 26.August 2012

 

 

Vom 29.April -26.August 2012 zeigt das Museo d'arte Mendrisio die Ausstellung: De Pisis e Montale - "Le occasioni" tra Poesia e Pittura (Kuratoren: Paolo Campiglio, Simone Soldini, Maddalena Tibertelli de Pisis, Elisa Camesasca). ...über die langjährige Freundschaft des italienischen Malers Filippo De Pisis und dem Schriftsteller Eugenio Montale. "In linea di principio non siamo tra coloro che diffidano dei pittori che scrivono o del letterari che dipingono" (Montale 1954 "Corriere della Sera") ["Grundsätzlich gehören wir nicht zu denen, die den schreibenden Malern oder den malenden Schriftstellern misstrauen"]. 1940 schenkte De Pisis das Gemälde "Il beccacino" Montale, nachdem er ihm sein Buch "Le occasioni" 1939 widmete. Die Ausstellung zeigt 51 Werke von Filippo De Pisis (Oel-Malerei, Aquarelle, sowie Seiten seines Herbariums) und 40 Handschriften, Bücher, Zeichnungen und Grafiken von Eugenio Montale (Collezione della."Galleria d'arte Moderna e Contempoeanea di Ferrara" und dem "Fondo Montale Manoscritti dell'Università di Pavia")

Filippo De Pisis (alias Luigi Tibertelli) wurde 1896 in Ferrara geboren und verstarb 1956 in Mailand. De Pisis Werke zählen zum italienischen Futurismus, teilweise auch expressiv und postimpressionistisch. In seiner Studienzeit befasste er sich auch mit Poesie und hielt sich im Künstlerkreis von Giorgio de Chirico, Carlo Carrà und Alberto Savinio, den Begründern der metaphysischen Maleirei, auf. 1929-25 weilte er in Rom, 1925-39 in Paris, ehe er nach Italien zurückkehrte und in Venedig und Mailand lebte.1953 erhielt er den "Antonio Feltrinelli-Preis" und 1955 nahm er an der "Documenta 1"in Kassel teil-

Eugenio Montale, geboren 1896 in Genua, verstorben 1981 in Mailand, ist einer der erfolgreichsten italienischen Schriftsteller, der 1975 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. 1922 war er MItbegründer der Zeitschrift "Primo tempo" und 1925 erschien sein erstes Buch "Ossi di seppia", welches ihn bekannt machte.  Ab 1948 arbeitete er bei der "Corriere della Sera" in Mailand.  Weitere Werke u.a.: 1939 "Le ossacioni", 1956 "La bufera e altro", 1971 "Satura". Eugenio Montale wurde mit dem Ehrendoktor der Universitäten von Rom, Mailand und Cambridge gewürdigt. 1962 erhielt er den "Antonio Feltrinelli-Preis". Nach 1945 widmete sich Montale auch der Malerei.

Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog in Wort und Bild (150 Seiten) herausgegeben (Edizione del Museo d'arte, Mendrisio), mit Textbeiträgen von Paolo Campiglio, Simone Soldini, Franco Contorbie und Gianni Venturi.

 

 

"Fausto Agnelli" (1879-1944) - Pittore luganese tra ebbrezza e disincanto - Pinacoteca Züst, Rancate 01.April - 19.August 2012

Zwischen Ekstase und Ernüchterung

 "Omaggio a Pier Francesco Mola" (1612-1666) - nel quarto centenario della nascita - Pinacoteca Züst, Rancate 01.April 2012 - 03.Januar 2013

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate zeigt ab 01.April 2012 eine Doppel-Ausstellung:  Fausto Agnelli (1879-1944) - pitture luganese tra ebbrezza e disincanto bis 19.August 2012 (Kuratoren: Mariaangela Agliati Ruggia und Gabriella Pedrini) und Omaggio a Pier Francesco Mola (1612-1666) - nel quarto centenario della nascita bis 13.Januar 1213 (Kurator: Laura Damiani Cabrini)

1) Fausto Agnelli: Tessiner (Luganeser) Maler und Bildhauer, der etwas in Vergessenheit geriet, aber bis in die 40er Jahre ein  guter Kulturbotschafter für Lugano war - den man elegant wie ein Dandy mit Blumen und Taschentuch an der Jacke durch Lugano flanierend sehen konnte. Seite Arbeiten sind symbolistisch, divisionistisch in der Zeit von "Liberty" und "Sezession" (Gustav Klimt). Seine Werke teilte der Künstler in verschiedene Perioden ein: "Phantasie und makabre phantastische Visionen", "Wir sind die Clowns des Lebens, ohne es zu wissen" (Feste mascherate), "Moderne Kunst - Tessin aus alter Zeit" (Panorami Ticinesi) In den letzten Jahren malte er vorwiegend Landschaften, Städte und Seen. Ausstellungen in der Schweiz, Leizig, München, Florenz und 1926 auf der Biennale von Venedig machten ihn überregional bekannt. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog herausgegeben. Weitere Informationen via http://www.ti.ch/zuest

 

2) Pier Francesco Mola: Zur Wiederkehr des 400. Geburtstages von Pier Francesco Mola (*9.2.1612 Coldrerio) präsentiert die "Pinacoteca Cantonale Giovanni Züst" einige Werke des grossen Tessiner Meisters des Barock, der vorwiegend in Rom lebte. z.T.bisher nicht ausgestellt Werke aus Privatsammlungen und der Collezione des Museo Cantonale d'Arte, Lugano. Seine Werke findet man u.a. im Louvre in Paris, im Museum des Vatikans, dem Metropolitan Museum in New York und der National Gallery in London. 1641-42 entstanden die Fresken in der "Chiesa della Madonna del Carmello" in Coldrerio. Gezeigt wird auch ein Dokumentarfilm der RSI "Pier Francesco Mola pittore del Seicento" von Mirko Storni, mit Texten von Simone Soldini - Produktion: Enzo Pelli. 

 

"Enigma della Modernità"  - Visarte Ticino-Zurigo: 10 Proposte - SpazzioOfficina di Chiasso 02.März - 05.April 2012

 

 

Vom 02.Mürz - 05.April 2012 werden in der "SpazzioOfficina" in Chiasso Arbeiten junger Künstler aus dem Tessin und Zürich unter dem Motto Enigma della modernità - Visarte Ticino-Zurigo: 10 Proposte ausgestellt, Gemälde, Fotoarbeiten, Computerinstallationen etc...Kuratorin: Nicoletta Osanna Cavadini. Ausgestellt sind Arbeiten von Visarte-Zürich von Rosita Kuhn, Myriam Thyes, Elisabeth Eberle, Maya von Moos, Nici Jost und Teres Wydler und für Visarte-Ticino von Aglaia Haritz, Flor Garduno, Hektor Mamet, Penelope Machworth-Praed und Laura Solari. Es ist ein Wettbewerb der mit der Auszeichnung "Premio Arte Contemparanea Chiasso 2012" beendet wird. Die Preisverleihung findet am 25.März 2012 statt, zu dem Zeitpunkt auch der Katalog mit sämtlichen Arbeiten, zweisprachig, erscheinen wird.

Aymone Poletti (Visarte Ticino), Francine Mury (Presidente Visarte Ticino), Nicoletta Osanna Cavdini (Kuratorin und Direktorin vom M.a.x.museo) und Guido Magnaguagno (Presidente Visarte Zurigo) betonten in ihren Ausführungen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit Nord-Süd für die zeitgenössische Kunst, insbesondere von "Visarte".

 

 

"Viaggio nella città"  - Il Museo in Erba - Bellinzona  03.März - 17.Juni 2012

"Sotto la luna II" - "Bellinzona, che favola!

 

Vom 03.März - 17.Juni 2012 wird in Bellinzona im il Museo in Erba (Direktorin: Loredana Bianchi) eine Ausstellung unter dem Motto Viaggio nella città (Sotto la luna II - Bellinzona, che favola!) gezeigt. Das private Museum, welches bis zum Jahre 2010 mit dem "Musée en Herbe di Parigi" zusammenarbeitete und seither unabhängig ist, verwirklicht eine grossartige Idee, Kinder interactiv an die Kunst heranzuführen. Das Museo arbeitet, unterstützt mit diversen Sponsoren, zusammen auch mit den Schulen im regionalen Raum. Sotto la luna II  - installazione di Miquel Navarro presentato dal "Centre Pompidou" (Sarah Mattera) - Thema: eine neue Stadt zu kreieren, unterteilt in a) tipologia di città, b) città mediavale e città moderna, c) città ambiente, d) città inventata unf e) la nuova città monumentale. Der zweite Teil der Ausstellung Bellinzona, che favola! - Percorso interattivo realizzato dal Museo in erba - Ziel der interaktiven Arbeiten ist die Stadt und Ihre Burgen zu erkennen, bzw. wiederzuerkennen. Interessant ist der "Catalogo  gioco" zur Ausstellung, wo Kinder ihre eigenen Ideen zu Themen, z.B."Costruisco il mio castello, una città di 3 castelli, le mura, Bellinzona ieri, Bellinzona oggi, alla corte del Duca" entfalten können.  Ausstellung-Idee: Loredana Bianchi und Agata Rotta. Weitere Informationen via http://www.museoinerba.com

 

"Rolando Raggenbass (1950-2005)"  - Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 25.Februar - 06.Mai 2012

 

 

Vom 25.Februar - 06.Mai.2012 wird im Museo Cantonale d'Arte, Lugano (Direktor: Marco Franciolli - Kurator: Elio Schenini) eine Ausstellung über den leider zu früh verstorbenen Tessiner Künstler Rolando Raggenbass (1950-2005) gezeigt, eine umfangreiche "Retrospektive". Rolando Raggenbass, 1950 in Balerna geboren, studierte 1975 an der "L'Accademia di Brera" in Mailand und schloss 1979 mit dem Examen unter Zeno Birolli ab. Katalogisiert werden seine Werke im "NeoPop" und "Pop Art" .Seine künstlerischen Arbeiten sind charakterisiert mit einer Art Umsatzung philosophischer und lyrisch-poetischer Gedanken und Ideen. Seine Malerei ist ein Spiel mit Farben und figurativen Andeutungen ("estetica della differenza"), geprägt von Jim Dine, Mario Schifano und David Hockney.

Zur Ausstellung wurde ein mehrfarbiger zweisprachiger Katalog (italienisch-englisch) "Rolando Raggenbass - Retrospectiva" vom Museum herausgegeben mit Beiträgen von Elio Schenini, Fulvio Papi, Paola Tedeschi-Pellanda, Gianenrico Bernasconi und Virgilio Berardocco.

Unterstützt wird die Ausstellung von der "Fondazione ing.Pasquale Lucchini" und "Percento culturale Migros Ticino.

 

 

"Tiepolo Nero" (Opera grafica e matrici incisi) - m.a.x.museo, Chiasso - 02.Februar - 05.April 2012

 

Vom 02.Februar - 05.April 2012 werden im m.a.x.museo in Chiasso grafische Arbeiten und restaurierte Original-Matritzen von Vater und Sohn Tiepolo unter dem Motto Tiepolo Nero - Opera grafica e matrici incisi erstmals in der Schweiz gezeigt - Kuratoren: Prof. Lionello Puppi (Kunsthistoriker, Venedig) und Nicoletta Ossanna Cavadini, Chiasso. Die historischen Arbeiten konnten nur in Zusammenarbeit mit dem "Istituto per la Grafica di Roma" und diversen Museen, u.a. dem "Museo Correr di Venezia" ausgestellt werden. (komplette Sammlung "Grafica-Acquaforte"). Giovanni Battista Tiepolo (Giambattista) - 1696 Venedig - 1770 Madrid / Giovanni Domenico Tiepolo (Giandomenico) - 1727-1804 Venedig. Das Haupwerk der Tiepolos sind die Arbeiten an der "Würzburger Residenz" in Deutschland (Gemälde und Fresken), Arbeiten des späten Barock und Rokoko. Nach ihrer Rückkehr aus Deutschland arbeitetem Vater und Sohn (Stecher) in Vincenza. Radierungen, Stiche, grafische Arbeiten und deren Originalmatritzen u.a. 35 Acquaforte der Serie "Capricci" (1733-1742) und "Scherzi di fantasia (1743-1757) von Giambattista Tiepolo und "La fuga in Egitto" von Giandomenico Tiepolo sind die Hauptwerke der Ausstellung. Anlässlich der Ausstellung wird im "Cinema Teatro" in Chiasso am 28.03.2012 (20:30 Uhr) ein Konzert wie folgt stattfinden: "Gabriele Cassone Ensemble "Pian & Forte". Nel tempo e nello stile, tra Giambattista Tiepolo e Antonio Vivaldi". Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog (Kuratoren: Prof.Lionello Puppi und Nicoletta Ossanna Cavadini) mit diversen äusserst interessanten Beiträgen u.a. von Werner Oechsli, Lionello Puppi, Gino Benzoni, Enrico Lucchese, Camillo Tonini, Rita Bernini und Giuseppe Trassari Filippetto (Casa Editrice Mazzotta, Milano) herausgegeben - 36.--CHF/30 EUR.

 

"Simonetta Martini - Dove mi porti mia arte?"  - Museo d'Arte, Mendrisio - 29.Oktober 2011 - 15.Januar 2012

 

Vom 29.Oktober 2011 -15.Januar 2012 zeigt das Museo d'arte Mendrisio zwei Ausstellungen: 1) Simonetta Martini - Dove mi porti mia arte? 2) La Collezione - Confronti (Kuratoren: Simone Soldini, Simonetta Martini. 1) Die Tessiner Künstlerin Simonetta Martini (*25.03.1961 Sorengo) studierte nach der Matura auf der "Ecole Supérieure des Arts Visuels" in Genf und derKunstgewerbeschule in Zürich, ehe sie ihre Studien auf vielen Reisen vervollkommnete, deren Spuren man in ihren Werken wiederfindet. San Salvador, Madagaskar, Indien, Israel, Griechenland u.a....1988/9 erhielt sie ein Stipendium am "Schweizer Institut" in Rom und seit 1990 lebt und arbeitet sie im Tessin.Nachdem sie Ausstellungen auch überregional in Europa hatte, wird in Mendrisio ihre erste Retrospektive mit Arbeiten der letzten 20 Jahre gezeigt Ihre Malereien von Tempera (Chalky Farben) auf loser Leinwand wirken wie Teppiche mit softer Leuchtkraft. Themen sind zumeist menschliche Figuren im Zusammenspiel mit der Natur und der Tierwelt, verbunden mit romantischen Landschaftsvisionen. Alltägliche Realität auf Leinwand könnte man sagen.... Ausserdem werden noch Zeichnungen und Keramikarbeiten ausgestellt.

Der Ausstellungskatalog Simonetta Martini - Dove mi porti mia arte? - Kuratoren: Simone Soldini, Simonetta Martini - umfasst 80 Seiten und 54 Abbildungen un beinhaltet Beiträge von Maria Will, Erri de Luca, Sylviane Dupuis, Maria Sole Martini Giovannolil, Simone Soldini...

2) La Collezione, Confronti - aus der umfangreichen Sammlung des Museums werden Malerei und Skulptren aus diversen Epochen ausgestellt, von der "Madonna in trono" um 1600  über Illustrazionen von Lovic Corinth bis zur aktuellen Avangarde. Hier nur einige Künstler aus der Ausstellung:Edoardo Berta, Filippo Boldini, Giuseppa Bolzano, Pietro Chiesa, Sergio Emery, Ignaz Epper, Renzo Ferrari, Felice Flippini, Giuseppe Foglia, Filippo Franzoni, Gabai, Walter Helbig,Imre Reiner, Antonio Rinaldi, Luigi Rossi.......

 

"Tesori a Lugano"  - Museo d'Arte, Lugano (Villa Malpensata) + Museo Cantonale d'Arte - 16.Oktober 2011 - 08.Januar 2012

200 opere dalla Collezione del Cantone Ticino e della Città di Lugano

1. Dal Barocco alle soglie della modernità 1600 - 1880 (Museo Cantonale d'Arte)

 

2. Consonanze - Dialoghi nel tempo (Museo d'Arte)

"Schätze in Lugano" (Tesori a Lugano)  - bedeutende Werke der Bildenden Kunst (Malerei und Skulpturen) vom Barock bis zur Moderne, von 1600 bis 1880 (Dal Barocco alle soglie della modernità 1600-1880) und ein Dialog mit der Neuzeit (Consonanze - Dialoghi nel tempo) werden vom 16.Oktober 2011 bis 08.Januar 2012 in den Luganeser Museen Museo Cantonale d'Arte und Museo d'Arte (Villa Malpensata) ausgestellt. Die ca. 200 Werke sind eine Auswahl aus den Sammlungen des Kantons Tessin und der Stadt Lugano. 1) Dal Barocco.... - Kuratoren: Marco Franciolli + Elio Schenini -  chronologisch angeordnet mit Werken u.a. von Leonardo da Vinci (L'angelo incarnato), Pier Francesco Molo, Giovanni Serodine, Giuseppe Antonio Petrini, Salomon van Ruysdael, Vincenzo Vela, William Turner, Sebastiano Ricci. 2) Consonanze... -Kuratoren: Marco Fraciolli + Cristina Sonderegger - ist eine Zeitreise über 600 Jahre in diversen Epochen, eine Gegenüberstellung diverser Themen, ein Dialog mit der Neuzeit u.a. mit Werken von Umberto Boccioni, Camille Pissaro, Henri Rousseau, Paul Klee, Vincenzo Vela, Giovanni Giacometti, Hans Richter, Joseph Beuys, Meret Oppenheim, Markus Raetz, Franz Gertsch......"Tesori a Lugano" ist auch der Titel des Ausstellungskataloges mit Beiträgen der einzelnen Kuratoren.

 

"Trasparenze" - L'acquarello tra Romanticismo e Belle Epoque - Pinacoteca Züst, Rancate 09.Oktober - 08.Januar 2012

Die Pinacoteca Züst in Rancate zeigt vom 09.Oktober 2011 - 08.Januar 2012 eine interessante Ausstellung Transparenz von Acquarellenzwischen Romantismus und Belle Epoque mit über 100 Werken aus der Lombardei und dem Kanton Tessin. Kuratoren: Sergio Rebora und Paolo Plebani. Es ist die Zeit zwischen dem Ende des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts, in dem Aquarelle Ihre Blütezit erlangten, in der die Romantik fundamental war und naturalistisch gemaclt wurde. Die Werke stammen aus Museen (z.B. l'Accademia di Brera in Mailand) und Privatsammlungen, die zum Teil erstmals gezeigt werden. Die Ausstellung wurde in 4 Sketionen unterteilt:  Raffinata prologo - 1.Sektion:  l'Accademia di Brera (Luigi Bisi, Luigi Scrosati) - 2.Sektion: l'Unità Italia, u.a.Francesco Hayez, Giuseppe Bertini, Eleuterio Pagliano, Mosè Bianchi - 3.Sektion: Stagione della sperimentazione scapigliata (Tranquillo Cremona, Daniele Ranzoni, Luigi Conconi, Angelo Achini, Giovanni Segantini, Gaetano Previati - 4.Sektion: Acquarelle naturalista (Paolo Sala, Luigi Rossi). Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog aufgelegt (Allemandi & C.) Kuratoren: Sergio Rebora und Paolo Plebani. u.A. mit Beiträgen von Bernardo Falconi, Paolo Plebani, Monica Vinardi, Carlo Migliavacca, Sergio Rebora und Matteo Bianchi. 

1) "Il nemico è l'età" - Cité Desnos - Arrestre - Gian Paolo Minelli a Bellinzona, Parigi e Buenos Aires

2) Collezione Opere dal XVI al XX secolo

  04.10.2011 - 12.02.2012 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona werden vom 04.Oktober 2011 - 12.Februar 2012 zwei Ausstellungen gezeigt 1) "Il nemico è l'età" - Cité Desnos - Arrastre - Gian Paolo  Minelli a Bellinzon, Parigi e Buenos Aires  und 2) Collezione opere dal XVi al XX secolo (Kurator: Anna Lisa Galizia). 1) Das Projekt "Il nemico è l'età" des "Museo Civico Villa dei Cedri" in Bellinzona wurde 2010 in Zusammenarbeit mit dem in Buenos Aires (Argentinien) und im Tessin lebenden Fotografen Gian Paolo Minelli in der "Casa Anziani Comunale di Bellinzona" realisiert - ein packendes Thema (Der Feind ist das Alter), ausgezeichnet in künstlerischen Fotos festgehalten. Minelli, der sich vorwiegend mit Fotografien in sozialem Umfeld (Drogenmilieu - verfallene Architekturen - Migrationsprobleme etc..) befasst, hatte schon kürzlich in Lugano eine Ausstellung über das "Quartier Lugano" in Buenos Aires. "Arrastre" Drogenszene am Rande von Buenos Aires und vefallene Bauten "Citè Desnos" sind seine weiteren Themen. Der Ausstellungskatalog erscheint in Zeitungs-Form - eine interessante Idee. 2) In zwei Etagen zeigt das Museum seine Kollektion (deposito della Collezione d'arte della Confederazione Svizzera) vom 16.-20.Jahrhundert, eine umfangreiche Auswahl von Werken von Amiet, Anker, Bassano, Bassetti, Berta, Bianconi, Biberstein, Boldini, Bolzani, Borgnini, Camesi, Casciaro, Cavalli, Chiesa, Ciani, Colombi, Conconi, Cressini, Delleani, Dobrzanski, Foglia, Genucchi, Giacometti, Grubicy de Dragon, Huf, Longoni, Mercoli, Molteni, Monico, Müller, Nono, Pagliano, Patocchi, Pauli, Pellizza da Volpedo, Rossi, Sala, Salvioni, Sartori, Segantini, Senn, Spinelli, Tallone, Valenti, Vallotton und Wyss.

 

"Hugo Pratt. I luoghi dell'avventura"  - Museo d'Arte, Lugano (Villa Malpensata) - 08.Juli - 02.Oktober 2011

Un itinerario sulle tracce di Corto Maltese attraverso le opere di Hugo Pratt e le fotografie di Marco d'Anna

"Hugo Pratt. Die Orte der Abenteuer" - Ein Reiseweg auf den Spuren von Corto Maltese durch die Werke von Hugo Pratt und Fotografien von Marco d'Anna

 

 

  

 

In Lugano wird eine Ausstellung über Hugo Pratt, einem der schillernsten Künstlern in Sachen Comics des letzten Jahrhunderts gezeigt. "Hugo Pratt. Die Orte der Abenteuer" - Ein Reiseweg auf den Spuren von Corto Maltese durch die Werke von Hugo Pratt und Fotografien von Marco d'Anna wird vom 08.07.-02.10.2011 im Museo d'Arte (Villa Malpensata), Lugano zu sehen sein. Ca. 150 Werke von Hugo Pratt, Acquarelle, Zeichnungen, Studien, Originalta-feln etc.., die schon in Mailand, Paris, Rom, Venedig und Siena ausgestellt wurden. Kuratoren: Cristina Taverna, Patrizia Zanotti. Schwerpunkt sind die Orte der Abenteuer von Pratt's Comic-Erfindung Corto Maltese, ausgestattet mit menschlichen Charakterzügen...(vielleicht sah er sich auch selbst in der Firgur des Corto Maltese).u.a. in "La giovinezza", "Una ballata del mare salato" und weitere Themen u.a. über Venedig, der Karibik oder Samarkand. Ergänzt wird die Ausstellung mit Fotografien des Tessiner Fotoreporters Marco d'Anna (*1964, Zürich), der in Begleitung des Schriftstellers Marco Steiner die Schauplätze von "Corto Maltese" u.a. in der Mandschurei, Armenien, Äthiopien, Irland, Argentinien, der Karibik, der Türkei, im Amazonasgebiet oder der siberischen und mongolischen Steppe besuchte und ausserordentliche Momente mit seiner analogen Leica M7 eingefangen hat. Texte zur Ausstellung: Marco Steiner

Hugo Pratt (Ugo Eugenio Pratt / 1927, Rimini - 1995, Lausanne) enstammt einer multikulturellen Familie (unter dem Pseudynom Boris Karloff war sein Onkel, Filmschauspieler, als Monstrum von Frankenstein bekannt). 1937 zog die Familie nach Abessinien - durch die Hilfe des IKRK wurde die Familie 1943 nach Italien evakuiert. 1944 wurde der 17-jährige Pratt verhaftet, in der Annahme, südafrikanischer Spion zu sein. Nach dem Krieg arbeitete er als Sänger und Tänzer für die US-Truppenbetreuung, ehe er 1945 sein Studium an der "Akademie der Schönen Künste" in Venedig aufnahm. Hier begann er auch seine Karriere als Comics-Zeichner mit ausserordentlichem Talent (Magazin "Asso di Picche"). 1949 holte ihn der Verleger Cesare Civita nach Buenos Aires  ("Sergente Kirk") - 1959 Rückkehr nach Europa, zunächst nach London ("Kriegs-Comics") und später 1962 nach Venedig, wo sein "Corto Maltese" enstand, die Fumetto/Comic-Figur, die ihn weltberühmt machen sollte. 1984 übersiedelte er in die Schweiz nach Lausanne ("Sein letzter Flug" nach Antoine de Saint.Exupéry), wo er bis 1995 zu seinem Tode lebte. Unter seinen Auszeichnungen sei besonders der französische "Chevalier des Arts et Lettres" hervorzuheben. 2005 wurde Hugo Pratt posthum in die "W.Eisner Award Hall of Fame" aufgenommen.  Ausstellungskatalog: Hugo Pratt-Marco d'Anna - I luoghi dell'avventura ... erstellt in Zusammenarbeit von Marco d'Anna und dem Schriftsteller Marco Steiner (Edizione: Museo d'Arte della città di Lugano). Kuratoren: Patrizia Zanotti, Cristina Taverna.

 

LAC:"Film Stills & Backstage - Fotografien von Wim und Donata Wenders" - Villa Ciani, Lugano - 06.Juni - 03.September 2011

 

Lugano Arte e  Cultura (LAC) zeigt in der "Villa Ciani" in Lugano vom 06.Juni-03.September eine Foto-Ausstellung von Wim & Donata Wenders unter dem Motto "Film Stills & Backstage". Kurator: Massimiliano Di Liberto. Im Rahmen der Ausstellung findet auch ein Konzert der portugiesischen "Fado" Sängerin Tereza Salgueiro ("Voltarei à MInha Terra") im Palazzo dei Congressi in Lugano statt, in Bezug auf Wim Wenders Film "Lisbon Story" (1994) in dem sie Protagonistin war. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Fotografien, die während Dreharbeiten von Filmen aufgenommen wurden, u.a. "Buena Vista Social Club", "The MIllion Dollar Hotel", "Am Ende der Gewalt" und "Pina" (2011), ein Film über die 2009 verstorbene Choreographin Pina Bausch, der beim 61. Deutschen Filmpreis mit der "Lola" als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Es sind aber auch andere Werke integriert wie "Electronic Paintings" oder "Die Zeit mit Antonioni"("Jenseits der Wolken"). Die Fotografien stammen z.T. auch von seiner Frau Donata, die Berlinerin, die seit 1993 mit Wim Wenders verheitatet ist. Sie leben in Berlin und Los Angeles. Weitere Informationen via http://www.donatawenders.com 1970 entstand Wim Wenders erster Film "Summer In The City", gefolgt von "Prima del calcio di rigore",  "Paris Texas" (1984) und 1987 sein grösster Erfolg "Himmel über Berlin" mit dem Schweizer Schauspieler Bruno Ganz, für den er 1993 den "Grossen Spezialpreis der Jury" in Cannes erhielt. Weitere Informationen über Wim Wenders via http://www.wim-wenders.com

 

"Gianfredo Camesi - Eccéité" - Museo Cantonale d'Arte, Lugano - 11.Juni - 18.September 2011

 

Vom 11.Juni-18.September 2011 zeigt das "Museo Cantonale d'Arte" in Lugano eine Retrospektive von Gianfredo Camesi (*1940, Cevio, Valle Maggia),  einem der bekanntesten Tessiner Künstler der 2.Hälfte des 20.Jahrhunderts unter dem Motto "Eccéité". Kurator: Elio Schenini. Ausgestellt werden ca. 90 Werke -  Malerei, Zeichnungen, Fotografien und Installationen, z.T. mit Serien-Charakter. Serien, wie "Espace habité", von 400 Acquarellen, mit der Camesi die Schweiz auf der XII Biennale in São Paulo 1973 vertrat, machten ihn auch über die Schweizer Grenzen hinaus populär. Seine Arbeiten mit philosophischem Einfluss und Zeit und Raum  werden in drei Etagen des Museums ausgestellt. Der Zyklos "Eccéité" (2008-2010) befindet sich in der 2.Etage. Der Ausstellungskatalog, zweisprachig (englisch-italienisch), 282 Seiten u.a. mit farbigen Illustrationen beinhaltet Beiträge von Dieter Ronte, Elio Schenini und Walter Tschopp.

 

"Man Ray" (1890-1976) - Museo d'Arte, Lugano (Villa Malpensata) - 26.März - 19.Juni 2011

 

 

 

In Lugano wird eine Retrospektive von Man Ray, einem der berühmtesten und einflussreichsten Künstlern des letzten Jahrhunderts, Hauptvertreter des Dadaismus und Surrealismus vom 26.03.-19.06.2011 gezeigt. Kuratoren: Guido Comis, Marco Franciollli, Janus - in Zusammenarbeit mit der Mailänder Fondazione Marconi. Ausgestellt werden ca.300 Werke des Künstlers, incl. Erklärungen zur Enstehung, sowie eine aufschlussreiche Biographie des Künstler, der von der Malerei zur Fotografie wechselte und sie revolutionär beeinflusste. Von den modifizierten Ready made zu experimentellen Filmen, Fotografien, Plastiken, Installationen ist die Ausstellung in drei Gruppen eingeteilt: Ausbildungsjahre zwischen New York und Ridgefield, die Pariser Periode (1921-1940), die Zeit zwischen den Weltkriegen und danach der Rückkehr nach Frankreich. Zusätzlich werden einige Werke seiner Zeitgenossen, wie Pablo Picasso, Marcel Duchamp, Constantin Brancusi, Jean Arp und Francis Picabia gezeigt. Man Ray, Fotograf, Filmregisseur, Maler und Objektkünstler zählt zu bedeutendsten Vertretern des Dadaismus und Surrealismus und war ein wichtiger Impulsgeber für die moderne Fotografie.

Man Ray wurde in Philadelphia, USA 1890 als Kind russisch-jüdischer Eltern geboren (Emmanuel Rudnitzky), studierte  in New York (National Academy of Design, Modern Scool of New Yorks Ferrer Center), fühlte sich aber der europäischen Avangarde hingezogen. 1915 hatte er seine erste Einzelausstellung in der New Yorker Daniel Gallery, lernte in dieser Zeit Marcel Duchamp kennen, der ihn stark mit seinen revolutionären Ideen beeinflusste und die enge Freunde wurden. In seiner Pariser Zeit 1921-1940 (Dadaistentreffen) traf er mit Matisse, Dali, Max Ernst und Joan Miro zusammen. Seit 1922 widmete er sich vorwiegend der Fotografie (Rayographie / Fotogramme) - durch Alberto Giacometti lernte er Merit Oppenheim kenne und es entstand die berühmte Fotoserie "Erotique voilée". Von 1940 bis 1951 lebte Man Ray im Exil in Amerika - 1951- 1976 kehrte er zurück nach Paris. Seine Frau Juliet Browner Man Ray kümmerte sich um den Nachlass und gründete die Stiftung "Man Ray Trust". Der umfangreich illustrierte Katalog "Man Ray" (Edition Skira) zweisprachig (italienisch/englisch) - Kuratoren: Guido Comis, Marco Franciolli, Janus - beinhaltet  Textbeiträge von den Kuratoren..

    

"Veronica Branca-Masa"- Come in una cava - Sculture 1987-2010 - Museo Vincenzo Vela, Ligornetto - 08.Mai - 31.Juli 2011

Ausstellungsreihe herausragender Tessiner Künstler

 

 

 

Das Museo Vincenzo Vela in Ligornetto zeigt vom 08.Mai -31.Juli 2011 eine Ausstellung, eine Antologia, chronologisch ca. 60 Werke der Tessiner Künstlerin Veronica Branca-Masa unter dem Motto Come in una cava (Wie in einem Steinbruch)- Skulpturen 1987-2010 (Kuratorin: Gianna A.Mina) in der ersten Museumsetage und im wunderschönen Park. Die 1953 in Locarno geborene Veronica Barca.Masa studierte an der Accademia di Belle Arti di Firenze mit einem Diplomabschluss 1977 in Malerei. 1981 begann sie mit Skulpturen (die Malerei führte sie in grafischer Form weiter) und lebt und arbeitet seither in ihrem "Studio Artemesia" in der Nähe von Carrara und in Arzo, am Monte San Giorgio im Tessin. In Carrara, wo sie vorwiegend arbeitet, findet sie natürlich bestens das von ihr bevorzugte Material "Marmor" in den Steinbrüchen. Sie skizziert zuvor die z.T. monumentalen Werke, die danach gefertigt werden, ein Austausch von physischem Kontakt zu steinerner Materie. Interessant ist, dass sie auch die natürlichen Strukturen des Marmors mit einbezieht, der Rest, das Schneiden und die Bearbeitung des Steins ist fast filligrane Kleinstarbeit. Diese Art von Bildender Kunst wird auch als "Titanismus" bezeichnet, Werke, die sich durch ihre Grösse und Gewicht auszeichnen. 1983/4 Studienreise nach Mexico. Veronica Branca-Masa hat ihre Werke auch über die Schweiz hinaus in Österreich, Italien, Deutschland, Dänemark und Norwegen ausgestellt und sie befinden sich in vielen Museen und Privatkollektionen. Zur Ausstellung wurde ein Katalog herausgegeben (Editore: Museo Vincenzo Vela, Ligornetto BAK 2011), 148 Seiten, 100 Illustrationen in italienischer Sprache - mit Beiträgen von Gianna A.Mina, Maria Will, Bruno Corà und Gaia Regazzoni. 

 

"Progetto Père-Lachaise 28.Mai 1871 - Gianluigi Bellei" - Biblioteca cantonale di Lugano - 19.Mai - 04.Juni 2011

 

Die Biblioteca Cantonale in Lugano zeigt vom 19.Mai - 04.Juni 2011 die Ausstellung Progetto Père-Lachaise vom Tessiner Künstler Gianluigi Bellei aus Anlass des 140.Jahrestages der "Pariser Kommune" (Kommune, die eine Diktatur des Proletariats anstrebte, - nicht ganz im Sinne von Karl Marx -, die in 72 Tagen die Welt verändern wollte).  Die Ausstellung umfasst Ölbilder, Acryl, Radierungen und computerbearbeitete Installationen. Im Projekt sind integrierte Bestandteile: Dokumenten, Bücher, u.a. von Zola, Flaubert, Hugo, Maupassant, Flaubert, Varlaine & Rimbaud, Zeitungen, Postkarten und Musik nach ausgezeichneten Recherchen des Künstlers, ausserdem eine Briefmarke - WebStamp erstellt. Am 28.Mai 1871 wurden am letzten Tag der Blutwoche die Beteiligten Männer und Frauen auf dem Friedhof "Père-Lachaise" an der "Mur des Fédérés" in Paris hingerichtet. Die Einschuss-Löcher sind das Symbol der Leidenschaft - eine Hommage an Gustave Courbet. Zur Ausstellung wurde eine interessante Brochure zum Projekt von der Biblioteca Cantonale herausgegeben (Edizioni Imago) , sowie eine aufschlussreiche DVD in Wort und Bild "Commune du Paris" von Jean Lucat.. 

 

"Ivana Falconi - Mirabilia"  - Museo Cantonale d'Arte (Ala Est), Lugano  - 02.April - 13.Juni 2011

 

In der "Ala Est" vom "Museo Cantonale d'Arte" Lugano wird vom 02.April-13.Juni eine Ausstellung der Tessiner Künstlerin Ivana Falconi unter dem Motto Mirabilia (Wunderkammer / Dreambox) gezeigt. Kurator: Elio Schenini. Ist "Kunst - Kitsch" oder "Kitsch - Kunst"...das ist hier die Frage, auf jeden Fall hat Ivana Falconi (*1970, Locarno) eine variantenreiche Ideenvielfalt und ihre Arbeiten, Installationen etc...zeugen von Mut und einer charismatischen Kreativität. Sie entwickelt ihre eigene universelle Popart, ironisch und surreal......Der Ausstellungskatalog "Ivana Falconi.Merabilia" (Kurator: Elio Schenini) umfasst 80 Seiten in italienisch und englisch - Edizione nummerata di 500 esemplari. 

 

"Botero"  - Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno 18. März - 10. Juli 2011

 

 

 

 

In der Pinacoteca comunale Casa Rusca Locarno wird vom 18.03. -10.07.2011 eine Ausstellung des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero gezeigt. Kurator: Rudy Chiappini. Es werden über 60 Werke des Künstlers ausgestellt, die seine Entwicklung der letzten 15 Jahre charakterisieren. Meisterwerke - Portraits und Themen u.a. von Stierkampf, Nudi, Zirkus, Religion, Landleben (la vita  latino-americana) und Stilleben (natura morta). Schon früh fand Boterozu seinem eigenen Stil in Figuren mit überproportionalen Formen, die ihn weltberühmt machen sollten. Die Üppigkeit der Personen in seinen Gemälden wird zu einer besonderen Schönheit. Seit 1976 befasst sich Botero auch mit Skulpturen in ähnlicher Art und Weise, herausragend im dem Umgang von Volumen und technischer Perfektion.

Fernando Botero wurde 1932 in Medellin von aus den Anden stammenden Eltern geboren. Zunächst nach seiner Schulzeit arbeitete er als Designer und Illustrator, ehe er 1951 in die Metropole Bogotà zog und dort die kolumbianische Avangarde im Cafè "Automatica" kennenlernte. Danach zog es ihn nach Europa und er studierte in Madrid an der "Academia San Fernando" und 1953 in Florenz Kunstgeschichte. Botero wird Professor für Malerei an der Kunstakademie von Bogotà. 1960 übersiedelt er nach New York und gewinnt den "Guggenheim National Prize". Die folgenden Jahre arbeitet er im Wechsel zwischen New York und Europa und hat diverse hochrangige Ausstellungen weltweit. 1973 zieht Botero nach Paris, 1983 in die Toskana und dann zurück an die Seine - Botero lebt und arbeitet heute in Paris, New York, Montecarlo und Pietrasanta. Botero ist als kolumbianischer Maler und Bildhauer einer der bekanntesten Künstler Latein-Amerikas. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher, reich illustrierter Katalog "Botero" (Edito da Salvioni Editopre) - Kurator: Rudy Chiappini - mit Beiträgen von Rudy Chiappini und Luciano Caprile (35.--SFR) herausgegeben.

 

"Russische Künstler zwischen dem 19.und 20.Jahrhundert - Die frühen künstlerischen Jahre Marianne Werefkins" 

 Museo Comunale d'Arte Moderna Ascona, 03. April - 31. Juli 2011  

 

 

 

Im "Museo Comunale d'Arte Moderna" in Ascona wird vom 03.April - 31.Juli die Ausstellung Russische Künstler zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert - Die frühen künstlerischen Jahre Marianne Werefkin gezeigt. Kuratorin: Mara Folini - Beirat: Nicolettea Misler, John Bowitt, Jean-Claude Marcadé, Laima Lauckaite Surgailiene)Ausgestellt werden 25 Werke russischer Künstler des Realismus, des Modernismus und des Symbolismus (aus der staatliche "Tretjakow-Galerie" in Moskau), insbesondere begleitet von Werken von Marianne Werefkin (3 selten gezeigte Jugendbilder, 60 Gemälde, 30 Skizzenhefte, Tagebücher). Aus der Tretjakow-Galerie sind u.a. Werke von F.V.Botkin, O.L.Della Vos Kardovskaja, P.V.Kuzbecov, A.G.Jawlenskij, K.S.Petrov Vodkin, I.E.Repin, A.I.Sapunov, K.A.Somov, P.S.Utkin, M.A.Vrubel ausgestellt. U.a. ein Potrait Marianne Wefekin von Ilja Repin. Werefkin war 1909/10 Mitbegründerin des avangardistischen Bewegung der "Neuen Künstlervereinigung München" und der "Blauen Reiter". In der Ausstellung werden die frühe Entwicklung von Marianne Werefkin (1860, Tula - 1938, Ascona) und ihre Vorbilder in Russland zwischen den Jahren 1880 und 1896 neu beleuchtet und rekonstruiert. In Zusammenarbeit mit der russischen Botschaft ist die Ausstellung ein Teil eines kulturellen Austauschprogrammes und des Festivals "Russland in der Schweiz". Marianne Werefkin war Schülerin des grossen russischen Malers des Realismus Ilja Repin [1844-1930] ("Die Wolgatreidler/ Wolgaschlepper"). Die Künstlergruppe unter seiner Führung, übersetzt, "Wanderer", hatte erzieherische Absichten, die Kunst dem Volke nahe zu bringen - aber früh konnte sich Werefkin damit nicht anfreunden und verliess die subjektive Kunstauffassung. 1896 übersiedelte sie nach München. Ihre Auseinandersetzung mit der Künstlergeneration der russichen Symbolisten und Modernisten (Abramcevo) war lange Hintergrund Ihrer inneren Entwicklung und veranlasste sie, 10 Jahre nicht zu malen. Dank des künstlerischen Umfeldes der Sezession in München und Reisen nach Paris, wo sie die Werke u.a. von van Gogh, Gaugin kennenlernte, begann sie wieder zu malen im neuen expressionistischen, lyrisch-visionären Stil. Farbakkorde und Gegensätze, veränderte Linienführungen etc..In der "Neuen Künstlervereinigung München" (1909) kam sie u.a. mit Wassily Kandinsky und  Alexej Jawlenski zusammen und sie war dabei, als Kandinsky den "Blauen Reiter" ins Leben rief. 1914-1938 weilte sie in der Schweiz (1917 Dada-Bewegung in Zürich) - ab 1918 in Ascona, wo sie bis zu ihrem Lebensende lebte und arbeite. Sie verhalft der Asconeser Kulturszene zum Museum (1922) und war Mitbegründerin der Künstlerbewegung "Der grosse Bär" (1924). Ihre bedeutendsten Werke (Fondation M.Werefkin) sind im Museum permanent zu sehen. Der Ausstellungskatalog (Kuratorin: Mara Folini) enthält Beiträge von Nicolettea Misler, John Bowitt, Jean-Claude Marcadé, Laima Lauckaite Surgailiene, Elena Terkel und Andrey Tolstoy. (ALIAS Edizioni, 52.--CHF)

 

 

"Bruno Monguzzi - Cinquant'anni di carta 1961-2011" - 19.05.-24.07.2011 - m.y.x.museo/Spazio Officina, Chiasso

 

 

 

Im "m.a.x.museo" und SpazioOfficina in Chiasso wird vom 19.Mai - 24.Juli 2011 eine Ausstellung über Bruno Monguzzi - Cinquant'anni di carta 1961-2011 gezeigt. Kuratoren: Nicoletta Ossanna Cavadini, Bruno Monguzzi. Die Ausstellungn umfasst Plakate, Bücher und andere grafische Arbeiten des in Chiasso geborenen Künstlers (Grafiker, Designer, Fotograf), der in London (2001 Royal Society Of Arts, Royal Designer for Industry) und Mailand (Max Huber & Xanti Schawinsky - Premio Bodoni) studierte und auch arbeitete (Studio Antonio Boggeri). Monguzzi, auch bekannt in den USA und China, insbesondere als Lehrer an den Universitäten. Eng verbunden mit dem Tessin arbeitet er auch mit dem Museo Cantonale d'Arte 1987-2004 in Lugano zusammen, sowie als Dozent in Lugano an der SUPSI und C.S.I.A.. Monografien u.a. in Frankreich, USA, Polen, England, Iran, Japan und China. Zur Ausstellung wurde ein Katalog herausgegeben (Edizione Skira - 40.--CHF) - Kuratoren: Nicoletta Ossanna Cavdini & Bruno Monguzzi.

 

"Collezione Christian Stein - Una storia dell'arte italiana" - 12.03.-22.05.2011 -

Museo Cantonale d'Arte , Lugano

 

  

 

Vom 12.03.-22.05.2011 wird im Museo Cantonale d'Arte, Lugano (Direktor: Marco Franciolli) eine Ausstellung der Kollektion der Kunstsammlungs Galleria Christian Stein unter dem Motto Una storia dell'arte italiano. (...in Zusammenarbeit mit dem "Institut Valencià d'Arte Moderna"). Kuratoren: Bettina Della Casa, Jean Louis Maubant, Francisco Jarauta. Die Ausstellung ist dem kürzlich verstorbenen Jean Louis Maubant gewidmet. Gezeigt werden ca. 100 Meisterwerke der italienischen Kunst nach dem 2.Weltkrieg von: Giovanni Anselmo, Domenico Bianchi, Alighero Boetti, Pierpaolo Calzolari, Enrico Castellani, Ettore Colla, Gino De Dominicis, Luciano Fabro, Lucio Fontana, Jannis Kounellis, Francesco Lo Savio, Piero Manzoni, Mario Merz, Marisa Merz, Fausto Melotti, Giulio Paolini, Claudio Parmiggiani, Giuseppe Penone, Michelangelo Pistoletto, Remo Salvadori, Giuseppe Uncini und Gilberto Zorio. Die Galleria Christian Stein wurde 1966 in Turin gegründet, später auch in Mailand und New York, durchweg mit zeitgenössischer Kunst, speziell von italienischen Künstlern. Christian Stein (alias Margherita Stein) verstarb 2003. Die Ausstellung zeichnet besonders die Freundschaft zwischen den Künstlern und des Galleristen aus, der unabhängig seine persönliche Vision einer Kunstsammlung hatte. Der Ausstellungskatalog umfasst 352 Seiten (zweisprachig: englisch/italienisch) mit Beiträgen von J.L.Maubant, F.Jarauta, B.Corà, G.Paolini - Kurator: Bettina Della Casa - beigefügt eine DVD "Christian Stein" (Kuraund Loti.tor: Paolo Parri) mit Interview's von Bruno Corà und den Künstlern und Galleristen. (Edizione Electa, Milano 50.--CHF/38.--EUR). Media Partner: Corriere del Ticino, RSI Rete Due.

 

"Parole & Figure" (Worte & Figuren - mit einer Hommage an Michel Butor)  - 17.04.- 17.07.2011 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

Im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona wird vom 17.April - 17.Juli 2011 das Ausstellungsprojekt Trilogie kollektiver Themenschauen (Arte & nartura 2009, Collage 2010) mit Parole & figure (Worte & Figuren) vervollständigt (Kurator: Matteo Bianchi - Coordinamento: Anna Lisa Galizia). Man könnte zu dem Thema auch sagen:"Text in der Malerei" oder "gemalter Text", nach einem Referenzwerk von Michel Butor. Dem französischen Autor (Hommage an Michel Butor) von "Modification" ist ein Teil dieser Ausstellung gewidmet, die sein schriftstellerisches Schaffen massgeblich beeinflusst hat. Ausgestellt werden Bilder und Skulturen von Pierre Alechinsky, Georges Badin, Jacques Clerc, Olivier Dbré, Bertrand Dorny, Alberto Magnelli, Vieira da Silva und Anne Walker. Die faszinierende Auseinandersetzung von Text und Bild, von Wort und Zeichen - ein Dialog mit ungewissem Ausgang - war das Thema für eine Einladung diverser Künstler für Neuschöpfungen oder einer Auswahl aus ihrem Schaffen, deren Ergebnis hier vorliegt - beteiligt waren: Pierre Alechinsky, Fernando Bordoni, Christan Dotremont, Giuseppe Guarino, Ana Hatherly, Alexander Hollan, Jiri Kolar, Gastone Novelli, Flavio Paolucci, Imre Reimer, Henri Michaux, Ruggero Sacinio, Jean-Pierre Schneider, Emilio Tadini und Etienne Viard. Der Ausstellungskatalog (150 Seiten und 80 kolorierte Abbildungen), herausgegeben von "Pagine d'Arte" spiegelt die "Zweisprachigkeit" der Ausstellung Parole & Figure mit Textbeiträgen von Matteo Bianchi, Luigi Cavallo, Yves Peyré, Véronique Mauro und Zitaten von Michel Butor. (40.--CHF)

 

 

Museo delle Culture, Lugano (Villa Heleneum) - "Amuleti e Talismani" 14.April - 12.Juni 2011

 

Vom 14.04.-12.06.2011 wird im Museo delle Culture (Villa Heleneum), Lugano (Direktor: Paolo Campione) die 6. Ausstellung des Zyklus "Dèibambini", Amuleti e Talismani gezeigt. Kuratoren: Isabella Lenzo Massei in Zusammenarbeit mit Alice Croci Torti). Die Ausstellung stellt Arbeiten von Schulkindern aus 4 Elementarschulen von Lugano aus, die im Laufe von 6 Jahren zu dem Thema unter fachlicher Anleitung der Lehrer und Unterstützung des Museum-Labors entstanden. Interessant ist die Vielfalt und der Ideenreichtum der heranwachsenden Schüler. Im Museum werden ausserdem die ethnischen Werke der Kollektion Brignoni ausgestellt, sehenswerte wertvolle Objekte u.a. auch zum Ausstellungsthema aus Neu-Guinea/Oceanien (kara'ut oppure karahut - Ornamento maschile uttilzzato nel corso di una serie di diverse occasioni ceremoniale e belliche) und Polinesien (l'hei-tiki - Pendente antropomorfo indossato come ornamento e come primario oggetto di distinzione / arekap o kapkap - Pentente esclusivo dei capi o degli uomini di alto rango). Zur Ausstellung wurde von der Edizione MCL/Città di Lugano ein umfangreicher colorierter Katalog (120 Seiten, 125 farbige Abbildungen) herausgegeben, u.a. mit den Arbeiten der "piccoli" artisti und Werken des Museums, mit Beiträgen von Sandro Lanzetti, Isabella Lenzo Massei, Silvia Paradela, Cesare Poppi, Giulio Zaccarelli - Kurator: Günther Giovannoni. ( 20.--CHF).

Das Museum - in der "Villa Heleneum" -  liegt  in einem ausserordentlich gepflegten Park mit südländischen Flair und einer unglaublichen Sicht auf den Golf von Lugano. 2007 wurde als Geschenk aus Australien ein Exemplar eines sehr seltenen prähistorischen australischen Nadelbaumes (einmalig in der Schweiz) "Wollemia Nobilis" (anklicken!) angepflanzt, der sich seither sehr gut entwickelt und die Winter gut überstanden hat.

 

"Nel Gabinetto di Donna Marianna", La Biblioteca Morosini Negroni a Lugano tra Europa delle riforme e Unità d'Italia

Villa Ciani, Lugano 21.April - 26.Juni 2011

 

 

 

In der Villa Ciani in Lugano wird vom 21.April - 26.Juni 2011 die Ausstellung Nel gabinetto di Donna Marianna, La Biblioteca Morosini a Lugano tra Europa delle riforme e Unità d'Italia gezeit. Kuratoren: Antonio Gili, Pietro Montorfani n Zusammenarbeit mit dem Institut di Studi Italiana der USI (Università della Svizzera Italiana, Lugano). Morosino ist eine aristokratrische lombardisch-tessiner Familie mit Wurzeln bis ins 14.Jahrhundert und im Stammbaum sieht man, wie sich die Famile europaweit verzweigt hat. "Donna Marianna Morosini, geb. Bossi" ist einer der besonderen Figuren der Familie, die 1803 gestorben ist und ihr "Gabinetto" als Motto gewählt wurde. Emilia Morosini, nata Zeltner (von Solothurn), Tochter von Giuseppina, verheiratet Negroni - Giuseppinas Bruder Emilio starb jung 1849 im Kampf um die "Republica Romana". Die Ausstellung zeigt u.a. Zeitdokumente aus 150 Jahren der "Unità d'Italiana" und seltene Druckausgaben (seit 1559) der Bibliothek der Familie Morosini-Negroni in der Villa Negroni in Vezia, nahe Lugano. U.a. sehen wir eine Tübinger Bibel-Ausgabe aus dem Jahre 1748. Die Villa Negroni wurde von der Stadt Lugano 1989 übernommen und ist seither für diverse Anlässe und u.a. zum Centro di Studi Bancari geworden. Vorträge und andere Rahmenveranstaltungen zur Ausstellung im nachfolgenden PDF-File "Incontri collaterali" (anklicken).

Der Ausstellungskatalog ist eine ausführliche Zeitgeschichte in Wort und Bild (Edizioni Città di Lugano - Kuratoren: Antonio Gili, Pietro Montorfani) - 48.--CHF.  

 

"Hans Purrmann - Un maestro del colore - Dipinti, Scritti e Amicizie" (Ein Meister der Farbe - Gemälde, Schriften und Freundschaften)

Museo d'arte Mendrisio - Museo Hermann Hesse Montagnola - 10.April - 28.August 2011

 

   

 Die Museen "Museo d'arte Mendrisio" (ehem. Kloster des Servitenordens) und "Museo Hermann Hesse Montagnola" zeigen in Zusammenarbeit mit  dem "Hans Purrmann Archiv München" (Felix Billeter), unterstützt von der UBS-Kulturstiftung, vom 10.April - 28.August 2011 eine Gemeinschaftsausstellung, eine Retrospektive von Hans Purrmann (1880-1966) - Ein Meister der Farbe - Gemälde, Schriften und Freundschaften, erstmals eine anthologische Ausstellung des Künstlers in einer italienischen Sprach-Region. Kuratoren: Regina Bucher, Simone Soldini. Hans Purrmann zählt zu den deutschen Post-Impressionisten, geboren 1880 in Speyer, lebte vorwiegend in München (1897-1904 Akademie der Künste - sein Lehrer war Franz von Stuck) und Berlin in der Zeit der Impressionisten Liebermann (Aufnahme in der Berliner Sezession - 1919 Mitglied der Preussischen Akademie der Künste), Slevogt, Corinth und den Avangardisten Kandinsky, Klee und Marc. 1905-14 zog es ihn nach Paris (Mitglied des Künstlerkreises "Café du Dome") und er hielt Freundschaften mit Paul Cézanne und Henri Matisse. Auf Anraten Purrmanns gründete Martisse 1908 die "Académie Matisse". Purrmann und Matisse unternahmen drei Reisen gemeinsam nach Deutschland.1935-43 leitete Purrmann das Institut "Villa Romana" in Florenz ehe er 1944 ins Tessin übersiedelte und dort bis zu seinem Tode 1966 blieb (Casa Camuzzi). In Montagnola verband ihn eine enge Freundschaft mit Hermann Hesse. Diese Reisen und Bekanntschaften haben seine Arbeiten sehr geprägt, er behielt aber seinen individuellen Stil bei und konnte sich mit dem abstrakten Expressionismus nicht anfreunden. Im übrigen war Purrmann auch ein grosser Kunstsammler. Unzählige Ausstellungen vor und nach den Kriegen, u.a. 1955 Documenta in Kassel zeugen von seiner Popularität. Als Ehrungen wurden ihm  u.a. zuteil: Ehrenbürger der Stadt Speyer, Grosses Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der BRD, Ritter der Friedensklasse des Ordens Por le Mérite für Wissenschaft und Künste und 1962 wurde er zum Commendatore dell'Ordine al Merito della Repubblica Italiana ernannt. Bei der Vernissage in Montagnola trafen sich 5 Enkel und Urenkel von Purrmann (Robert Wieland) und Hermann Hesse (Silver Hesse). 67 Gemälde und 20 Aquarelle werden in beiden Museen von Purrmann ausgestellt, dazu in Mendrisio Werke von Künstlern seiner Zeit "La Collezione - Il Paesaggio negli anni di Purrmann" (Werke zwischen 1900 und 1960 u.a. von Edoardo Berta, Pietro Chiesa, Ugo Cleis, Carlo Cotti, Filippe Franzoni, Gino Macconi, Luigi Rossi, Mario Sirnoi, Anita Spinelli). Der Ausstellungskatalog "Hans Purrmann" ist zweisprachig deutsch/italienisch (Kuratoren Regina Bucher, Simone Soldini) mit Textbeiträgen der Kuratoren, sowie Felix Billiter, Matteo Bianchi, Eva Zimmermann, Kritiken und 90 Farbabbildungen. (30.--CHF) und der Katalog "La Collezione" Museo d'arte Mendrisio umfasst 304 Seiten, 195 Illustrationen mit Beiträgen von Federica Bianchi, Matteo Bianchi, Chiara Gatti, Ansatasia Gilardi, Claudio Guarda, Simone Soldini und Maria Will (30.--CHF). Nachfolgend noch einige Fotos vom Museo Hermann Hesse (Dir.: Regina Bucher)

 

 

 

"Campione si mostra unita" - 03.April.- 30.September 2011 - Campione d'Italia (Studio d'arte Tonino + Oratorio di San Pietro)

 

 

Vom 3.April bis 30.September findet in Campione d'Italia eine interessante Ausstellung unter dem Motto Campione si mostra unita im "Oratorio di San Pietro" und dem "Studio d'Arte Tonino" statt.

Anlässlich der Wiederkehr der Einigung Italiens vor 150 Jahren, im Jahre 1861, waren die Künstler der Umgebung aufgerufen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. So werden Werke von Judit Aszalos, Jean-Mar Bühler, Pier Giorgio Ceresa, Mario Castellani, Pantaleo Creti, Lucio Diodati, Marco Lupi, Valentino marra, Sergio Morello, Marco Mucha,  Gianni Realini, Anna Sala, Fabrizio Soldini und Cesare Viola gezeigt, Künstler, die zumeist im Canton Ticino resident sind, aber über italienische Wurzeln verfügen. Oben einige Beispiele, aufgenommen während der Vernissage in Campione d'Italia am 03.04.2011.

 

"Luigi Rossi" 1853-1923 - Corrispondenze tra immagine e testo - Pinacoteca Züst, Rancate 27.03 -21.08.2011

 

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate zeigt vom 27.03.- 21.08.2011 eine Ausstellung vom Tessiner Maler Luigi Rossi (1853-1923) - Corrispondenze tra immagine e testo (Daudet, Loti e Lucini). Rossi hat sich als Portrait-und Landschaftsmaler, Illustrator und Radierer auch über die Schweiz hinaus einen grossen Namen gemacht - lebte nach seinem Studium im Tessin, in Mailand und Paris. Die Ausstelleung zeigt u.a. einige seiner bekanntesten Gemälde, sowie rare Illustrationen aus seiner Pariser Zeit um 1885, gemeinsame Arbeiten, Korrespondenzen zwischen Bildern und Texten, mit dem französischen Poeten Alphonse Daudet (Tartarin sur les Alpes), sowie aus seiner Zusammenarbeit mit Gian Pietro Lucini (Il sogno del pescatore - "manifesto fondazione del simbolismo italiano") und Pierre Loti (Madame Chrysanthéme). Rossi arbeitete aber auch mit François-René de Chateaubriand, Victor Hugo, Gottfried Keller und Marcel Proust zusammen. Speziell wird in der Ausstellung seine Entwicklung vom Realismus zum Sybolismus manifestiert. Sehenswert ist auch ein Video über Luigi Rossi, ca. 15 Minuten, von Adriano Kestenholz. Kurator -  Ausstellung und Katalog: Matteo Bianchi - Organisation: Mariangela Agliati Ruggia, Alessandra Brambilla, Gilbert Dalmas - Allestimento: Mario Mondo. Ein ausführlicher, reich illustrierter Katalog wurde von der Pinacoteca Züst in Rancate unter dem Ausstellungs-Motto herausgegeben,

 

 

"NIPPON" - Tra mito e realtà: arte e cultura dal Paese del Sol Levante - Lugano 23.10.2010 - 27.02.2011

("Japan (NIPPON)" - Zwischen Mythos und Wirklichkeit: Kunst und Kultur aus dem Land der aufgehenden Sonne)

 

Vom 23.10.2010-27.02.2011 werden in den Luganeser Museen 4 Ausstellungen zum Thema NIPPON - Tra mito e realtà: arte e cultura dal Paese del Sol Leavnte (Zwischen Mythos und Wirklichkeit: Kunst und Kultur aus dem Land der aufgehenden Sonne)" - nach einer Idee von Bruno Corà -  gezeigt, ergänzt mit themenbezogenen Veranstaltungen. An der Pressekonferenz sprachen (siehe Fotos oben): Marco Franciolli (Direktor des Museo Cantonale d'Arte und Museo d'Arte Lugano), Mitsuhide Fusegi (Japanischer Vize-Konsul aus Genf), On. Giovanna Masoni Brenni (Capo Dicastero Attività Culturali - Città di Lugano), Fuyumi Namioka (Kurator der Ausstellung "Araki - Love and Death"), Francesco Paolo Campione (Direktor des Museo delle Culture, Heleneum) und Renato Reichlin (Direktor der Sektion Spettacoli). Eine gemeinsame Ausstellung in diesem Umfang ist ein Novum hinsichtlich des entstehenden LAC 2012. Zu den Ausstellungen im einzelnen:

"Araki Love and Death"  - Museo d'Arte, Villa Malpensata

Kurator: Fuyumi Namioka in Zuammenarbeit mit Yoshihiko Isshiki (Tokyo) Idee: Bruno Corà. In Lugano wird eine Retrospektive von Nobuyoshi Araki, einem der berühmtesten Kunstfotografen der Gegenwart, gezeigt, der trotz seines Bekanntheitsgrades in Europa bisher wenig zu sehen war. Aktuelle Themen japanischer Kultur werden in verschiedenen Formen dargestellt, wie "Sentimental Journey/ Winter Journey"....auch Araki's Frau Yoko wird von ihrem Hochzeitstag bis zu ihrem frühen Tod 1990 fotografisch begleitet. Im Vordergrund seiner Werke stehen ausser Serien von Aktfotos auch Blumen und Speisen.....eine fotografische Dokumentation der Wirklichkeit, zum Teil Werke, die erstmals der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher, reich illustrierter Katalog herausgegeben (Edito da Silvana Editoriale - 55.--CHF) (Kurator:Fuyumi Namioka - Vorwort: Marco Franciolli ) mit Text-Beiträgen von Guido Comis, Bruno Corà, Pfilippe Forest, Fuyumi Namioka, zweisprachig, italienisch und englisch.

"GUTAI Dipingere con il tempo e lo spazio" - Museo Cantonale d'Arte e Parco di Villa Ciani

Kuratoren: Marco Franciolli, Fuyumi Namioka, Bettina Della Casa - unter Konsultation von Tijs Visser. Kunsthistorische bedeutende Wendepunkte des 20.Jhrdts sind das Thema im "Museo Cantonale d'Arte", eine Ausstellung der Gutai-Gruppe. Diese Kunstströmung formierte sich nach dem 2.Weltkrieg und nahm Einfluss auf die internationale Kunstszene. Entscheidende Phasen einer neuen Bildsprache waren die Perioden 1954-57 und 1957-1967. 50 Jahre nach Ihrer Auflösung wuchs das internationale Interesse, z.B. an der Biennale von Venedig 2009. Leiter der Gruppe war Jiro Yoshihara, Experimentator, Organisator etc...der die Gruppe stark beeinflusste und als Wegbereiter der modernen Installation gilt. Zusätzlich gibt es im Park der Villa Ciani eine "One-Day-Only-Outdoor-Exhibition). Kurator des Ausstellungskataloges ist Bettina Della Casa. (Edito da Silvana Editoriale - 42.--CHF) Zweisprachig, italienisch und englisch mit Beiträgen von Marco Franciolli, Bruno Corà, Shoichi Hirai, Mizuho Kato, Ming Tiampo, Matijs Visser, Helen Weestgest, Fuyumi Namioka. 

"Ineffabile perfezione. La fotografia del Giappone. 1860-1910" - A cura del Museo delle Culture - Villa Ciani

Unsagbare Perfektion - Fotografie in Japan 1860-1910 ist das Thema in der "Villa Ciani" (Kuratoren: Marco Fagioli, Francesco Paolo Campione) mit über 200 Fotografien (...aus einer Auswahl von über 3000), zum grossen Teil handkoloriert, Meisterwerke von den berühmtesten Fotografen Japans. Dazu Arbeiten aus den Werkstätten und Schulen von Felice Beato, Raimund von Stillfired-Ratenicz, Kusakabe Kimbei, Ogawa Kazumasa und Tamaruma Kozaburo. Themen: Kunst und Kultur. Sie zeichnen sich besonders durch eine aussergewöhnliche Ästhetik und den typisch sanften exotischen Farben aus. Auch das Arbeitsgerät der Zeit, die Holz-Klapp-Kameras werden gezeigt. Eine sehr sehenswerte rare Ausstellung, die eindrücklich die Kultur und Kunst der Fernen Ostens wiederspiegelt. Der Ausstellungskatalog (Edito da Giunti) - Kuratoren: Marco Fagioli, Francesco Paolo Campione - enthält Beiträge von: Alessia Borellini, Adriana Boscaro, Francesco Paolo Campione, Marco Fagioli, Günther Giovannoni, Gregory Irvine, Paolo Maiullari, Adriana Mazza, Paolo Puddinu, Gianfranco Ragno, Bonaventura Ruperti.

"Shunga -  Arte ed Eros nel Giappone del periodo Edo" - Museo delle Culture, Heleneum

Im "Museo delle Culture" (Heleneum) ist die Ausstellung Shunga - Arte ed Eros del Giappone del periodo Edo die "Vierte" des Nippon-Projektes - Kurator: Günter Giovannoni. Von 1603-1867, der Zeit des Tokugawa Shogunats werden sog. "Shungas" ausgestellt, was wörtlich übersetzt "Frühlingsbilder" bedeutet. Die 62 erotischen Drucke und polychromen Holzschnitte sind die bedeutesten "Bilder der fliessenden Welt". Sie stehen im krassen Gegensatz zur rigiden konfuzianischen Moral der Samurai. Die Werke wurden erst in der 2.Hälfte des 19.Jhrds. in Europa bekannt, nachdem sie lange als verloren galten. Künstler, Schriftsteller wie Emile Zola oder der Maler Gustav Klimt liessen sich von den Shungas inspirieren. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Foschungsprojektes seit dem Jahre 2006. Der Ausstellungskatalog (Kuratoren: Marco Fagioli, Günther Giovannoni), herausgegeben der Edito da Gabriele Mazzotta (45.--CHF) enthält Beiträge von: Francesco Paolo Campione, Marcello Ceccherini, Marco Fagioli, Enrico Giannini, Günter Giobannoni, Adirana Mazza, Bonavetura Ruperti.

"Attività collaterali" - Il Ciano  - 30.10.2010-20.02.2011

"Gli spettacoli" - Palazzo dei Congressi, Nuovostudiofoce, Teatro Citadella -  09.10., 21.10.,26.10.,29.11.,07.12.2010

 

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"Valerio Adami"  - Pinacoteca comunale Casa Rusca, Locarno 03.10.2010 - 16.01.2011

 

   

In der Pinacoteca comunale Casa Rusca Locarno wird vom 3.10.2010-16.01.2011 die erste Anthologie in der Schweiz des italienischen Künstlers Valerio Adami gezeigt. Kurator: Rudy Chiappini. Ausgestellt werden 60 grossformatige Gemälde, vorwiegend aus der "Stiftung-Adami" und Privatsammlungen vom wichtigsten Vertreters der POP-Art in Italien. Valerio Adami, geboren 1935 in Bologna, lebt in Meina (dem Sitz der "Europäischen Stiftung für Design, der Stiftung-Adami") am Lago Maggiore, in Montecarlo und Paris. Seine Werke wurden in allen grossen Museen weltweit ausgestellt, u.a. 1985 zu seinem 50.Geburtstag im "Centre Georges Ponpidou" in Paris, im "Palazzo Reale" in Mailand, im "Museo de Bellas Artes" in Buenos Aires, sowie der "Biennale" von Venedig und im "Musée del la Ville" in Paris und kürzlich im "Boca Raton Museum of Art" in Florida. Adami studierte ab 1951 an der Kunstakademie"Brera" in Mailand, die er 1955 mit der Promotion abschloss. Seine Werke werden vom frühen Expressionismus (Grundlage waren die Begegnungen mit Oskar Kokoschka und Francis Bacon) geprägt, bis er seinen persönlichen Pop-Art-Stil der Postmoderne entwickelte. Sein grosser Erfolg zeichnete sich schon nach den ersten Ausstellungen 1964 auf der "Dokumenta III" in Kassel und 1965 der "La Figuration Narrative" in Paris ab. Besonders populär wurden seine Portraits von James Joyce, Gottfried Keller, Hermann Hesse, von seinem Freund, dem französischen Philosophen Jacques Derrida und seine erotischen Werke. 2005 war Adami auch Mitglied der Jury vom "Festival Internazionale del Film Locarno". Adami ist Mitglied des "College International de Philosophie" und "Kommandant der Ehrenlegion". Zu der visionären chronologischen Retropektive des Künstlers wurde ein umfangreicher, reich illustrierter Katalog "Valerio Adami" herausgegeben (Salvioni Editore) - Kurator: Rudy Chiappini - mit Beiträgen von Rudy Chiappini und Valerio Adami.

 

"Il Rinascimento nella terra ticinese - Da Bramantino a Bernardino Luini" - Pinacoteca Züst, Rancate 10.10.2010-09.01.2011

Die Renaissance im Tessin - von Bramantino (1470-1532) bis Bernardino Luini (1480-1532) 

 

Die Pinacoteca Züst in Rancate zeigt vom 10.10.2010-09.01.2011 die Ausstellung Il Rinascimento nella terra ticinese - Da Bramanti a Bernardino Luini. Kuratoren: Giovanni Agosti, Jacopo Stoppa, Marco Tanzi - Organisation: Mariangela Agliati Ruggia, Alessandra Brambilla - Allestimento: Claudio Cavadini. Über 50 Werke der Renaissance, des 15./16.Jhrds, faszinierende Kunst der Lombardei - grenzübergreifend vom "Stato di Milano", annektiert von den Schweizer Kantonen bis 1803, als der Kanton Tessin offiziell entstand. Besonders sehenswert aus dieser Zeit sind die Fresken in "Santa Maria degli Angeli" (Bernardino Luini) in Lugano, "Santa Maria dei Ghirli" in Campione d'Italia, "Madonna del Sasso" in Orselina (Fuga in Egitto von Bramantino), "Castello" in Locarno und "Santa Maria della Grazie" und die "Castelli" in Bellinzona. Das künstlerische Schaffen dieser Zeit breitete sich über alle Täler der Diözese Como, den Ambrosiano-Tälern Leventina-Blenio-Rivera, an den Seen Lago di Lugano und Lago Maggiore bis zum San Gottardo und San Bernardino aus....Gemälde, Skulpturen, Altäre, Schmuck, Stickereien, Holzschnitzereien etc....u.a. von Bramantino, Bernardino Luini, Giampietrino, Bartolomäo da Ponte Tresa, Giovanni Antonio da Montone, Martino Benzoni, G.A.De Lagaia, Giovanni Agostino Da Lodi, Francesco de Tatti (Varese), Domenico und Giovanni Antonio de Valsolda. Die Ausstellung rekonstruiert die Ereignisse aussergewöhnlich und sehenswert, ein absolutes Abbild der Zeitgeschichte der Renaissance  im Tessin, die von Leonardo und Raffaello geprägt wurde. Zur Ausstellung wurden zwei sehr umfangreiche, reich illustrierte Kataloge von der "Officina Libraria" unter den Titeln Il Rinascimento nelle terre ticinese - da Bramantino a Bernardino Luini und  unter dem gleichen Titel mit dem Zusatz Itenari (..mit den 25 Orten im Tessin, an denen Werke der Renaissance zu sehen sind) herausgegeben. Zu den einzelnen Orten gibt es auch spezielle Einzelausgaben. Weitere Informationen via http://www.ti.ch/zuest

 

"Federico Pfister / De Pistoris (1898-1975)" - Futurista e intellettuale tra Svizzera e Italia 03.10.-12.12.2010 - Museo Vela, Ligornetto

Futurist und Intellektueller zwischen der Schweiz und Italien

 

   

 

Das Museo Vela in Ligornetto zeigt vom 03.10 -12.12.2010 eine Ausstellung "Federico Pfister / De Pistoris (1989-1975" - Futurista e intellettuale tra Svizzera e Italia. Kuratorin: Gianna A.Mina  in Zusammenarbeit mit Luigi Cavadini, Enrico Crispolti, Massimo Prampolini und Pfister's Sohn Andrea U.Pfister. Ausgestellt sind ca. 120 Werke (Zeichnungen, Skizzenhefte, Aquarelle, Ölmalereien), eine detaillierte chronologische Dokumentation seines künstlerischen Schaffens. Der Schaffhauser Künstler wurde 1898 in Neapel geboren, studierte Kunstgeschichte in München (Prof.Heinrich Wölfflin), Archäologie in Florenz und Architektur in Rom. Pfister verfasste auch verschiedene Schriften, wie "Die Methode der Wissenschaft" (1948), "Die Grundlagen der Zukunft"(1973) und übersetzte kunsthistorische Schriften von J.J.Winckelmann und J.Burckhardt aus dem Deutschen ins Italienische. In der Ausstellung wird der Schwerpunkt auf das künstlerisches Schaffen des Kosmopoliten Pfister gelegt. In Italien legt er sich 1917 das Pseudonym "De Pistoris" zu und arbeitet zwischen den Weltkriegen mit Prampolini, Pannaggi, Depero und Paladini zusammen, die wichtigsten Vertreter des "Zweiten Futurismus". Die Werke Pfisters umfassen verschiedene Perioden zwischen, naturalistischen, geometrisch abstrakten und futuristischen Darstellungen, kehrte aber meist zum Abstrakten zurück. So war er auch von Zeitgenossen wie Nolde oder Schiele nicht besonders angezogen. Seine Reise 1923 mit Prampolini nach Ägypten öffnete ihm eine neues Sehen für Licht und Farben. Bis zu seinem Tode 1975 blieb er dem Futurismus treu. Lange Zeit geriet er in Vergessenheit, obwohl er einer der wichtigsten Vertreter des Futurismus nicht nur in der Schweiz und Italien war. Umsomehr ist die monografische Ausstellung  im "Museo Vela" in Ligornetto von besonderem Wert. Zur Ausstellung wurde ein Katalog (Kuratorin: Gianna A. Mina) von der "Edizione Museo Vincenzo Vela, Ligornetto" herausgegeben, reich illustriert und mit Beiträgen von Luigi Cavadini, Enrico Crespolti, Giuseppe Dierna, Martin Kuder, Gianna A.Mina, Paul Müller, Andrea U.Pfister, Massimo Prampolini, Anna Maria Rossetti und Hans Peter Wittmer. (47.--CHF / 35 EUR)

 

 Visarte: cosa fare? - Villa Saroli, Lugano 3.10.-14.11.2010

 

Die Villa Saroli in Lugano zeigt vom 3.10.-14.11.2010 eine Ausstellung von 15 Tessiner Künstlern unter dem Motto Visarte: cosa fare?. ...15 Künstler, auf der Suche nach neuen Wegen der bildenden Kunst, sei es durch Malereien, Skulpturen oder Installationen, wie es das Motto "cosa fare?" schon richtig beschreibt: Jean-Marc Bühler, Eftim Eftimosky, Gaby Fluck, Orio Galli, Autota Ghielmini, J&W Management Consulting, Christina Käuferle-Gallo, Antonio Lüönd, Tazio Marti, Silvia Paradela, Marco Prati, Fabiola Wuezada, Nadia Sabbioni und Flavia Zanetti. Zur Ausstellung wurde ein kleiner Katalog herausgegeben, der Informationen über die Künstler und Ihren Arbeitet beinhaltet, incl. aller Abbildungen. In Ihren Ausführungen zur Vernissage betonten On.Giovanna Masoni-Brenni (Capo dicastero culturale, città di Lugano), Luis Comis (Kurator des LAC) und Sergio Morello (Präsident von Viasarte-Ticino) wie wichtig es sei, jungen Künstler eine solche Plattform zu bieten, damit sie auch Resonanz für ihre Kreationen erfahren können.

 

Claudio Massini - "Lago Sacro" - Campione d'Italia 1.10.-14.11.2010

 

Vom 1.10.-14.11.2010 werden Werke von Claudio Massini unter dem Motto "Lago Sacro" in Campione d'Italia, in der Galleria Civica San Zenone, dem Oratorio di San Pietro und der Santa Maria dei Ghirli, gezeigt. Kurator: Philippe Daverio (Direktor von "Art e dossier" und Leiter der TV-Sendung "Passepartout"). Claudio Massini, geboren 1955 in Neapel, lebt und arbeitet in Casier (Treviso). Er studierte auf der "Accademia di Belle Arti" in Neapel und arbeitet vorwiegend mit Performance, Installationen und Werken besonderer Art, grafisch, mechanisch mit diversen Materialien wie Holz, Aluminium, Metallen und mit Ölmischtechnik in einer fast pedantischen Art von Gravierungen. Magie und Erzählungen überträgt er in seine Arbeiten (P.AR.CO - padiglione arte contemporanea)....bei der vorliegenden Ausstellung "Lago Sacra" werden sein Werke mit antiken Originalen aus der Zeit von Francesco Borromini und davor vermischt, quasi eine Migration der Moderne in die Antike. Massini stellte seine Werke u.a. auf der Biennale di Venezia, in Basel, Salzburg, Köln, Frankfurt, Budapest, Rom, Mailand, Triest aus. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog herausgegeben, reich illustriert - Kuratoren: Simone Ferraro und Elisabetta Coletti.

 

BSI-Album-Projekt: "Alluminio tribale, il metallo della metamorfosi" Lugano 23.09.2010 - Dezember 2010

"Aluminium: ein wandelbares Metall"

Kurator: Giulio Zaccarelli

Ab 23.09.2010 bid Dezember zeigt die BSI (Banca della Svizzera Italiana) in den Vitrinen ihrer Schweizer Niederlassungen Lugano, Bellinzona, Chiasso, Locarno, St.Moritz, Zürich und Genf, erstmals in der Schweiz, eine Ausstellung zu ihrem "BSI-Album-Projekt" Alluminio tribale, il metallo della metamorfosi (Aluminium: ein wandelbares Metall).  Die ausgewählten Objekte stammen aus der privaten Sammlung vom Veronesen Giorgio Vigna (Künstler und Sammler). Schmuck, Masken, Skulpturen und andere Gegenstände in diversen Grössen aus Afrika und Asien, ca. 100 Objekte und es zeigt, wie Materialien und Kulturen in ganz besonderer Weise aufeinander treffen. Zur Ausstellung wurde von der BSI ein zweisprachiger umfangreicher reich illustrierter didaktischer Dokumentationskatalog herausgegeben.

Das Foto oben rechts ist eine Skulptur aus der Kunstsammplung der "BSI-Art-Collection" vom amerikanischen Künstler John Chamberlain (*1927 Rochester, Indiana) [pittura su acciaio cromato metallizzato]  

 

"La collezione" - Museo d'arte Mendrisio -18.09.-14.11.2010

 

Im frisch renovierten Museo d'arte Mendrisio (im historischen Convent von San Giovanni seit 1982) wird vom 18.September bis 11.November 2010 ein Teil der hauseigenen Sammlung - La collezione - auf erweiterter Ausstellungsfläche gezeigt (Kurator: Simone Soldini). Eine Auswahl von 180 Werken (von 128 Künstlern), der insgesamt 2500 der Kollektion, vom 16.Jahrhundert bis heute mit besonderem Wert. Es ist ein absoluter chronologischer Querschnitt der Bildenen Kunst (Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken) des Tessin's und grenzüberschreitend. U.a. werden Werke von Selim Abdullah, Hans Arp, Giovan Battisita Bagutti, Paolo Bellini, Edoardo Berta, Anna Bianchi, Giovanni Bianconi, Filippe Boldini, Giuseppe Bolzani, Sergio Brignoni, Massimo Cavalli, Pietro Chiesa, Ugo Cleis, J.B.Corot, Jean Coty, Carlo Cotti, Enrico Delle Torre, Edmondo Dobrzanski, Sergio Emery,Ignaz Epper, Max Ernst, Adolfo Feragutti-Visconti, Renzo Ferrari, Felice Filippini, Giuseppe Foglia, Fiorenzo Fontana, Filippo Franzoni, George Grosz, Ferdinand Hodler, Max Huber, Gino Macconi, Rudolf Maeglin, Marino Marini, Rolf Meyer, Anita Nespoli, Aldo Patocchi, Fritz Pauli, Bottega del Petrini, Imre Reiner, Hans Richter, Antonio Rinaldi, Luigi Rossi, Remo Rossi, Telemaco Signorini, Mario Sironi, Daniel Spoerri, Cesare Tallone, Vittorio Tavernari, Francesco Torriani, Max Uehlinger, Vincenzo Vela, Marianne von Werefkin, Max Weiss, Walter Kurt Wiemken ausgestellt. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog (Kurator: Simone Soldini) herausgegeben, 220 Seiten mit 180 Illustrationen und Beiträgen von Federica Bianchi, Matteo Bianchi, Chiara Gatti, Anastasia Gilardi, Claudia Guardi, Simone Soldini und Maria Will. (30.--CHF / 21.--EUR).

 

"Gotthard Schuh" (La tenerezza dello sguardo) -  18.07.-31.10.2010 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

        

Vom 18.Juli  - 31.Oktober 2010 zeigt das Museum "Villa dei Cedri" in Bellinzona eine interessante Fotoausstellung mit 140 Fotos des Schweizer Fotografen Gotthard Schuh (1897 Berlin - 1969 Küsnacht) unter dem Motto "La tenerezza dello sguardo" (Die Zärtlichkeit des Blickes) (Kuratoren: Peter Pfrunder, Sabine Münzenmaier - Allestimento: Anna Lisa Galizia) in Zusammenarbeit mit der "Fondazione Svizzera per la fotografia" in Winterthur (FSF), die den Nachlass von Gotthard Schuh verwaltet. Schuh ist einer der grössten Fotografen des 20.Jahrhunderts, ein Pionier des modernen Fotojournalismus, der aber seinen persönlichen Stil entwickelte, der als "Poetischer Realismus" einzuordnen ist. Bevor er zur Fotografie kam, begann er mit der Malerei, angelehnt an den deutschen Expressionismus..

Gotthard Schuh: "Anche le cose culturali che mi circondavano e mi circondano...le ho sempre affrontate con una sorta d'innamoramento è più giusto per me, che in fondo mai ho affrontato un'impressione in chiave intellettuale. L'innamoramento racchiude qualcosa d'impulsivo, qualcosa che resta immotivato sul piano razionale". Seinen eigenen Worten ist eigentlich nichts hinzuzufügen, um seine Werke zu erklären. 1929-30 beteiligte sich Schuh an der Gruppe "Rot-Blau" in Basel (u.a. mit Albert Müller) und reiste nach Italien (Begegnung mit Hermann Hesse und Sergej Eisenstein) - 1932 studierte er an der Sorbonne in Paris (Begegnungen mit Picasso, Léger und Braque) -1937 Fotos der Begegnung Mussolini und Hitler in Berlin - 1938-39 Reise nach Indonesien - 1944-50 Reisen nach Frankreich, Deutschland, Italien und Afrika - seit 1953 besitzt er ein Haus im Tessin, in Bedigliora - 1957 Medaglia d'oro alla Biennale fotografica di Venezia - 1957 Ausstellung "The Family Of Man" in Zürich - 1968 Ausstellung in der IBM-Gallery in New York.Von seinen diversen Buchveröffentlichungen sind besonders zu erwähnen: "Inseln der Götter" (1941), "50 Photographien" (1942), "Begegnungen" (1956), "Tessin. Rückblick auf ein Paradies" (1961), "Tiermütter im Zoo" (1961), "Italien" (1953), "Tage in Venedig" (1964), "Erinnerungen" blieb unvollendet..Zur Ausstellung wurde ein Katalog herausgegeben "Gotthard Schuh. La tenerezza dello sguardo" - Scritti al museo. vol.5  (Kurator: Anna Lisa Galizia) - 168 Seiten mit 70 Illustrazionen - mit Beiträgen von Ana Lisa Galizia, Peter Pfrunder (Dalla Nuova Visione alla fotocronaca / Donne e paesaggi), Antonio Mariotti (Il Tessin di Gotthard Schuh e quello degli altri./ Sorrisi, fiori, vegetazione, bellezza), Villi Hermann (Lettera a Gotthard Schuh), Martin Gasser und Robert Frank (Una lettera di Robert Frank a Gotthard Schuh). (20.--CHF/ 13.-- EUR).

 

"Omaggio a Giuseppe Panza di Biumo" - 04.07.-26.09.2010 - Museo Cantonale d'Arte (Museo d'Arte, Riva Caccia 5), Lugano

Opere della Donazione al Museo Cantonale d'Arte

 

 

Vom 04.07.-26.09.2010 wird im Museo Cantonale d'Arte (Museo d'Arte, Riva Caccia 5) Lugano eine Ausstellung zu Ehren des im April diesen Jahres verstorbenen italienischen Kunstsammlers Conte Giuseppe Panza di Biumo (1923-2010) gezeigt (Kurator: Marco Franciolli), ein Teil der ca. 200 Werke aus der Donazione (Schenkung) an das Museo Cantonale d'Arte aus den Jahren 1994/5. Erstmals auch die Zusammenarbeit von der Stadt Lugano und dem Kanton Tessin, was zukünftig im neuen Kulturzentrum "LAC" (Lugano Arte Contemporanea) unter dem Motto "Collezionismo e Collezionisti" weiter ausgebaut werden soll. Es handelt sich durchweg um zeitgenössische Kunst der 80er-90er Jahre, Künstler, vorwiegend aus Amerika. Conte Giuseppe Panza di Biumo begann 1954 mit seiner Sammlerleidenschaft und wurde zu einem der weltweit grössten Kollektionisten Moderner Kunst, der seit 1992 in Lugano resident war. An der Pressekonferenz nahmen seine Witwe Giovanna Panza und seine Kinder Alessandro Panza und Maria Giuseppina Caccia Dominioni Panza teil. Werke aus den Jahren 1988 bis 1995 folgender 18 Künstler: Roger Ackling, Stuart Arends, Barry X Ball, Lawrence Carroll, Ruth Ann Fredenthal, Gloria Graham, Ron Griffin, James Hyde, Roni Horn, Gregory Mahoney, Thomas Schüttle, Carole Seborovski, Peter Shelton, David Simpson, Ettore Spalletti, Robert Therrien, Ja Vercruysse und Meg Webster werden jeweils in einem speziell für den Künstler reservierten Raum in drei Stockwerken der "Villa Malpensata" ausgestellt. Zur Ausstellung wurde ein Katalog aus dem Jahre 1997 der Serie "Sguardo sulla Collezione (2) dello Stato del Cantone Ticino" Donazione Panza di Biumo neu herausgegeben [Edito da SKIRA - 40.--CHF/ 33.50 EUR] (Kuratoren: Marco Franciolli und Manuela Kahn-Rossi) mit einem interessanten Interview, welches Marco Franciolli mit Giuseppe Panza di Biumo führte. Sponsoren der Ausstellung sind: Città di Lugano, Credit Suisse, Casino Lugano, Ginsana. 

 

"Gianni Metalli - La geometria del frammento" - 19.06.-03.10.2010 - Museo Cantonale d'Arte, Lugano

 

Vom 19.06.-03.10.2010 wird im Museo Cantonale d'Arte Lugano eine Ausstellung vom Luganeser Künstler Gianni Metalli - La geometria del frammento 1965 - 2003 gezeigt (Kurator: Elio Schenini). Ca 30 Malereien und Grafiken des Tessiner Künstlers, der in Lugano von 1930 - 2006 arbeitete und lebte. Geprägt sind seine Arbeiten geometrischer Grundlage, fast architektonisch von Einflüssen wie Mondrian, Malevic oder Glarner. Chronologisch angeordnet in einem 40-jährigen Zeitraum seine Arbeiten der "Abstrakten Geometrie". Zur Ausstellung, die in Verbindung mit der seit langem nicht mehr gezeigten permanenten Cantonalen Sammlung mit Meisterwerken von Hodler, Pissaro, Renoir, Degas, Schlemmer, Arp, Glarner, Domela etc.... (in 2 Stockwerken) wurde ein Katalog unter dem Titel Gianni Metalli - Opere nella Collezione del Museo Cantonale d'Arte vom Dipartimento dell'educazione, della cultura e dello sport della Repubblica e Cantone Ticino, mit Beiträgen von Marco Franciolli und ElioSchenini herausgegeben.

 

 "Finish Line" von Edo Bertoglio - Galleria Barbara Mahler/UBS 27.05.-15.09.2010

 

Die Galleria Barbara Mahler (aus CH-6984 Pura) stellt in der "UBS" (Piazzetta della Posta) in Lugano Werke des Luganeser Fotorafen und Filmemachers "Edo Bertoglio" (*1951  Lugano) unter dem Motto "Finish Line" vom 27.05.-15.09.2010 aus. Kurator: Gianluca Marziani

Wie aus Kinderträumen Kunst enstehen kann zeigt die Ausstellung mit den "Slot Cars", die von Bertoglio auf der Piste in Fotos festgehalten wurden. Er arbeite mit Sammlern und Enthusiasten von elektrisch angetriebenen Car-Modellen aus der ganzen Welt, z.T. via Facebook oder über Ebay zusammen und so enstand die einmalige Idee für diese Ausstellung. Das Slot-Car, welches fahrend im Modell einer unendlichen Acht präsentiert wurde, stammt von Bertoglio selbst, welches auch in einer 1:1 Version ausgestellt wird. Edo Bertoglio diplomierte in Regie an dem "Conservatoire du Cinema di Parigi" ehe er 1976 nach New York ging und in der exzessiven dynamischen Szene, u.a. mit Andy Warhol zusammenarbeitete, z.B. für das "Interview Magazine" als Fotograf.

1979 lernte Edo Bertoglio den amerikanischen Künstler Jean-Michel Basquiat (1960-1988) kennen, woraus eine enge Freundschaft entstand und Bertoglio mit dem 19-Jährigen den Film "Downtown 81" drehte, der den Tagesablauf, die Überlebenskunst eines jungen unbekannten Künstlers in N.Y. (Cannes 2000 - "Quinzaine des Réalisateurs") zeigt. Zuvor spielte Basquiat  einen Part im TV-Film von Glenn O'Brien "New York Beat", bei dem Bertoglio Regie führte.

Im Film aus dem Jahre 2005 "Face Addict" (Festival di Locarno) hält Bertoglio historische Momente von Persönlichkeiten u.a. aus Film, Journalismus, Literatur und Mode fest. Das vorliegende Projekt, welches noch ergänzt werden soll, könnte man auch als "Car Addict" bezeichnen.  Weitere Informationen via: www.galleriabmahler.comm

 

"Robert Mapplethorpe. La perfezione nella forma" - 21.03.- 13.06.2010 - Museo d'Arte, Lugano

 

 

Das "Museo d'Arte" zeigt vom 21.03.-13.06.2010 eine Ausstellung über den amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe (1946-1989) unter dem Motto La perfezione nella forma in Zusammenarbeit mit der Fondazione "Robert Mapplethorpe", New York (Michael Ward Stout) und der "Galleria dell'Accademia di Firenze". Kuratoren: Bruno Corà (Direttore del Museo d'Arte di Lugano), Franca Falletti (Direttrice della Galleria dell'Accademia di Firenze) und Jonathan Nelson (Direttore del dipartemento di storia dell'arte, Syracuse University in Florence). Über 90 Arbeiten, des zu früh verstorbenen Mapplethorpe, die zeigen, welche Perfektion er speziell für die Formen hegte. Es kommt zu einem Dialog seiner Fotografien mit Werken der Renaissance, mit Arbeiten von Michelangelo, Pontormo und Giambologna, die von der Galleria dell'Academia, Casa Buonarroti und dem National-Museum von Bargello für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Zur Geometrie der Formen Mapplethorpe:"..se io fossi nato cento o duecento anni fa avrei fare lo scultore, ma la fotografia è un modo più veloce per vedere le cose, per fare sculture" und weiter "Vedo le cose come fossero scultore...dipende da come quella forma sta all'interno dello spazio e credo che questo tipo di approccio derivi dalla mia...formazione storico-artistico" ...."Cerco la perfezione nella forma[...] un soggetto piuttosto che un altro non fa differenza. Cerco di catturare quello che mi appare scultoreo".. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen - man muss die Ausstellung einfach sehen und geniessen....Zu seinen Freunden in der New Yorker Szene gehörten u.a. Patti Smith [seine Lebensgefährtin und Muse], Philip Glas, Robert Wilson, Henry Geldzahler und David Hockney. Zur Vervollständigung des Themas wurden noch einige Werke von Man Ray, Brice Marden, Ettore Spalletti und Andy Warhol der Ausstellung beigefügt.

Zur Ausstellung wurde ein Katalog unter dem Titel "Robert Mapplethorpe. Perfection in Form. La perfezione nella forma" von den Kuratoren Franca Falletti und Jonathan Nelson herausgegeben (edito da teNeus,  55.--CHF /37.--EUR) mit Beiträgen von Bruno Corà, Franca Falletti, Richard D.Marshall, Jonatahan Nelson,  sowie einem Interview mit Robert Mapplethorpe aus dem Jahre 1978.

Partner des "Museo d'Arte di Lugano" ist die "Credit Suisse" und unterstützt wird die Ausstellung vom "Casinò Lugano", "Ginsana" und "Repubblica e Cantone Ticino".

 

"Collage" (una poetica del frammento / Eine Poetik des Fragments)  - 28.03.- 27.06.2010 - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

Ein Jahr nach der Ausstellung "Arte & Natura: una relazione infinita" (Kunst und Natur: ein unendlicher Zusammenhang) wird im Museo Villa dei Cedri in Bellinzona vom 28.März - 27.Juni 2010 ein Ausstellungsprojekt zur Sprache der Collage (Kurator: Matteo Bianchi) gezeigt. Diese  Kunstform hat sich im Laufe der Zeit stets neu definiert. "Collage" ist eigentlich eine uralte Ausdrucksform, eine Komposition von diversen Materialien, Fragmenten, Poesien, Werbebotschaften etc...von aufgeklebten Papierausschnitten bis zu Assemblagen, der Technik und der Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Ausgestellt werden Werke von 10 zeitgenössischen Künstlern verschiedener kultureller Herkunft mit eigenem Stil und individueller Sprachart der Collage: Jean Arp, Jean Bazaine, Christian Bonnefoi, Enrico della Torre, Alberto Magnelli, Wilfrid Moser, Louise Nevelson, Flavio Paolucci, Italo Valenti und Jan Voss. Zur Ausstellung wurde von Matteo Bianchi  ein umfangreicher Katalog (Verlag Pagina d'Arte) mit Einführungstexten von Matteo Bianchi und Véronique Mauron herausgegeben.

 

 

"Ettore Burzi (1872-1937)" - Pinacoteca Cantonale Giovanni Züst, Rancate - 14.03.-23.05.2010

 

Die Pinacoteca Cantonale Giovanni Züst in Rancate zeigt vom 14.03.-23.05.2010 eine umfangreiche Retrospektive von Ettore Burzi (1872 Budrio/Bologna - 1937 Lugano) - Pittore europeo tra Venezia e Lugano. (Kuratoren: Mariangela Agliati Ruggia, Ottorino Villatora und der Kunstkritiker Paolo Blendinger). Burzi ist ein relativ unbekannter Maler des 19./20.Jhrds., der vom Veneto 1902 ins Tessin übersiedelte, bis zu seinem Tode 1937 in Lugano lebte und Mitglied der "Società Pittori Scultori Architetti Ticinesi" war, u.a. auch Edoardo Berta und Pietro Chiesa. Er war zweimal verheiratet, mit Ines Pisoni, einer Locarneser Patrizierin, und Clara Lendi aus Graubünden, die in Lugano Sprachen lehrte. Burzi genoss in Bologna an der dortigen Kunstakademie eine gute Schule, was ihn als sehr talentierten Zeichner und Meister der Farben auszeichnete. Er wurde von diversen Stilrichtungen beeinflusst, was sich in seinen Arbeiten wiederspiegelt - so fand er keinen charakteristischen eigenen Stil. Bekannt wurden seine Landschaftsmalereien, besonders aus der Zeit in Venedig, sowie seine Werke der "Nature morte". Diverse Gemeinschaftsausstellungen von Rom bis nördlich der Alpen u.a. auch mit Marius Pictor, Segantini, Prevati,Sartorio brachten ihm Anerkennung.Zur Ausstellung wurde ein ausführlicher Katalog mit Beiträgen der Kuratoren veröffentlicht.

 

"Che c'é di nuovo? - Uno sguardo sulla scena artistica emergente in Ticino" - Museo Cantonale d'Arte, Lugano

14.03.-30.05.2010

 

Das Museo Cantonale d'Arte in Lugano zeigt vom 14.März - 30.Mai2010 eine Gemeinschaftsausstellung unter dem Motto  "Che c'é di nuovo?" - Uno sguardo sulla scena artistica emergente in Ticino (Kuratoren: Marco Franciolli, Yvonne Pensenti, Elio Schenini) - die zum 3.Mal im Zyklos von 3 Jahren stattfindet und jungen Tessiner Künstlern der Bildenden Kunst eine Plattform ihrer Kreationen bietet. 2010 wurden 15 Künstler wie folgt ausgewählt: Sibilla Altepost, Oppy De Bernardo, Umberto De Martino, Daniela Droz, Andreas Gysin e Sidi Vanetti, Aglaia Haritz, Martina Jacoma, Daniel Kemeny, Piritta Martikainen, Eleonora Meier, Gianluca Monnier e Andrée Julikà Tavares, Valentina Pini, Samoa Rémy, Pascal Schaighofer, Una szeemann e Bohdan Stehlik.

Durch die Unterstützung des "Percento culturale Migros Ticino" wurden die Künstler Una Szeemann e Bohdan Stehlik mit dem Preis "Premio Migros Ticino di incoraggiamento alla creazione artistica"  und einem Preisgeld von 10'000.--CHF ausgezeichnet.

Die Auszeichnungen der vergangenen Jahre : Katia Bassanini (2003) und Laura Solari (2006).

Zur Ausstellung wird ein Katalog mit der Dokumentation zur Ausstellung und Beiträgen der Beteiligten und Kuratoren veröffentlicht.

 

BSI-Album-Projekt: Marchiati "Svizzera" -  Branded "Swiss" -  Markenzeichen "Schweiz" Lugano 21.01.-30.04.2010

"Made in Switzerland" - Inbegriff für Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit

 

 

Vom 21.01.- 30.04.2010 zeigt die BSI (Banca della Svizzera Italiana) in den Vitrinen ihrer Schweizer Niederlassungen Lugano, Bellinzona, Chiasso, Locarno, St.Moritz, Zürich und Genf, erstmals in der Schweiz, eine Ausstellung zu ihrem "BSI-Album-Projekt" Marchiati "Svizzera" - Branded "Swiss" - Markenzeichen "Schweiz".  Die ausgewählten 80 Objekte stammen aus der privaten Sammlung von Arch. Riccardo Blumer (Architekt, Sammler und Dozent an der USI - l'Accademia di Architettura di Mendrisio für Architektur und Design), der auch die Selektion zusammenstellte. Es sind erstrangig Haushalts- und andere Gebrauchsgegenstände, die zwischen den 30er und 70er Jahren in der Schweiz, teils industriell oder in Handarbeit, mit dem Markenzeichen "Schweiz" hergestellt und patentiert wurden. Das "Schweizer Kreuz", die "Armbrust" oder die Inschrift "Hergestellt in der Schweiz" (Made in Switzerland) sind die sichtbaren Symbole, meist noch eingraviert mit der Patent-Nummer. Der Name "Made in Switzerland" ist ein Inbegriff für Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit, besonders, was die mechanische Uhrenindustrie und die Fotografie anbelangt. Die ausgestellten Gegenstände haben  einen besonderen historischen Wert, sind sie doch längst aus den Regalen der Supermärkte von heute verschwunden. Die Marke "Schweiz" ist ein Zeugnis der Herkunft der Gegenstände, welche durch ihre Präzision, Langlebigkeit und Funktionalität eine genaue Indentität ausdrückt. Prof. Luigi Zanzi (Dozent für Methodologie der Geschichtswissenschaften an der Universität von Pavia) dazu in seinem Vorwort im Album "Marchiati Svizzera": ...er legt dar, wie das Markenzeichen "Schweiz" anhand von Gebrauchsgegenständen, die vom Menschen zur Erleichterung der täglichen Arbeit entwickelt wurden, die Geschichte der technologischen Entwicklung aufzeigt, geprägt durch das ethnische-kulturelle Umfeld, in dem der Mensch lebt und arbeitet. Das BSI-Album "Marchiati "Svizzera""- Branded "Swiss"" fast das Konzept des Katalogisierens zusammen. Bei der Betrachtung der Ausstellung hat man dadurch das Gefühl, man würde in einem Album blättern. Das Album, zweisprachig (engl./ Ital.) ist sehr umfangreich in Wort und Bild mit Beiträgen von Riccardo Blumer und Luigi Zanzi.

 

"L'occhio del compositore" -  Ernest Bloch (1880-1959) tra Ticino e Italia - Villa Saroli, Lugano 11.12.2009-29.01.2010

 

 

In der Villa Saroli in Lugano wird vom 11.12.2009-29.01.2010 eine Ausstellung über den Komponisten Ernest Bloch unter dem Motto L'occhio del compositore gezeigt. Kurator: Carlo Piccardi.  Der in Genf 1880 geborene Komponist jüdischer Eltern, studierte in Brüssel (Eugène Ysaÿe) und Frankfurt und München (Iwan Knorr, Ludwig Thuille).  1910 präsentierte er seine Oper "Macbeth" (spätromantisch, beeinflusst von Richard Strauss und Claude Debussy). 1916 emigrierte er in die USA, (1924 - Bürgerrechte in den USA), kehrte 1930 nach Europa zurück, lebte vorwiegend in der Schweiz, pendelte zwischenzeitlich zwischen dem Tessin und Italien (Roveredo, Valle Capriasca, Mailand, Turin), ging während der Zeit des Faschismus wieder zurück in die USA nach Oregon, wo er 1959 in Portland verstarb. 1953 in Rom und 1960 in der Mailänder Scala wurde "Macbeth" aufgeführt. Bloch war der wichtigste Vertreter von Musik jüdischen Einflusses des 20.Jahrhunderts, schrieb viele Orchesterwerke, u.a. "Schelmo"(1916) für Violoncello und Orchester, "Israel-Symphony" (1916), "Baal Schem" (1923) für Violine und Klavier, "Violinkonzert" für Joseph Szigeti, "Rhapsodie" für Chor und Orchester, "Suite hébraique" (1950), "Concerto grosso" (1952). Bloch war sehr naturverbunden, fand in den Wäldern und Bergen die Ruhe für seine musikalische Kreativität. Während seiner Zeit in Roveredo und dem Valle Capriasca war er ständig mit seiner "Leica 35" unterwegs, ein fast professionelles Hobby - seine Fotografien sind eine einzigartige Dokumentation, die ländliche Gegend aus der Sicht des Komponisten - Musik in der Fotografie. Ausser seinen Fotos werden auch noch interessante historische Dokumente ausgestellt. Der Ausstellungskatalog "L'occhio del compositore (Ernest Bloch 1880-1959 - Tra Ticino e Italia" (Libreria Muaicale Italiana - Fidia Edizione d'Arte), herausgegeben von Carlo Piccardi, mit einer Prefazione von Giovanna Masoni Brenni  und einer Introduzione von Bruno Corà ist in italienischer Sprache.

 

"Corpo, automi, robot. Tra arte, scienza e tecnologia" (Körper, Automaten, Roboter. Zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie) 25.10.2009 - 21.02.2010 - Museo d'Arte e Villa Ciani, Lugano

"Guardami. Il volto e lo sguardo nell'arte 1969-2009" (Schau mich an. Gesicht und Blick in der Kunst 1969-2009)

25.10.2009 - 21.02.2010 Museo Cantonale d'Arte

 

Die Gemeinschaftsausstellung im "Museo d'Arte", der "Villa Ciani" und dem "Museo Cantonale d'Arte" beruht auf einer Initiative vom Polo Culturale der Città di Lugano, organisiert in Zusammenarbeit mit der Fondazione "Antonio Mazzotta di Milano" unter Mitwirkung des "Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia - Leonardo da Vinci - di Milano". Thema: Corpo, automi, robot. Tra arte, scienza e tecnologia.

Kuratoren - Museo d'Arte und Villa Ciani: Bruno Corà, Pietro Bellasi, Gilles Caprari, Christoph Hänggi, Mario G. Losano, Carlo Piccardi, Pio Pellizzari, Renato Reichlin, Vivi Vassillopulou. Kuratoren - Museo Cantonale d'Arte: Marco Franciolli, Bettina della Casa. Die Ausstellung ist in zwei Sektionnen unterteilt: 1) Villa Ciani: "storia degli automi, proponendo un excursus dalla Grecia classica ai nostri giorni", eingeschlossen der neuesten Technologien, wie Roboter und Androide. 2) Museo d'Arte: "Riflessione sulla creazione artistica dell'età moderna e contemporanea incentrata sul rapporto corpo-macchina e corpo-tecnologia". Zur Ausstellung gehören Zeichnungen, Skulpturen, Spielzeug, Video, Installationen, Bilder, Bücher, gedruckte und andere Dokumente, archäologische Stücke, sowie Theater, Kino, Musik und Roboter.  Zusätzlich wird es extra Veranstaltungen von Oggi Musica, Cineclub Luganocinema 93 und Theaterspektakel geben. Der Ausstellungskatalog (480 Seiten mit 200 Abbildungen), zweisprachig (italienisch/englisch) (Edizione Gabriele Mazzotta) zeigt eine Reproduktion der meisten ausgestellten Werke aus allen Gattungen (53.--CHF/35.--EUR)..

Das Ausstellungs-Konzept beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Körper und Wissenschaft und die Nachahmung und Übernahme körperlicher Bewegungsfunktionen durch Automaten und Robotern. Vom griechischen Talos-Mythos bis zur heutigen Cyber-Generation u.a. mit den Erfindungen der Araber, den grossartigen Zeichnungen von Leonardo da Vinci (bereits in der Renaissance, nach den ersten Schritten im Maschinenbau des 15.Jhrdt's und der Versuch sich in der Luft und unter Wasser zu bewegen) bis zu den wissenschaftlichen Erfindungen des 18.Jhrdt's und der unterschiedlichen Anwendung der Roboter-Technik in der Medizin, der Industrie oder dem Spiel- und Freizeitmarkt. Die Gesamtentwicklung wird sehr umfangreich und eindrucksvoll dargestellt. Von der Villa Ciani geht es dann im Museo d'Arte weiter mit den umwälzenden Veränderungen des 20. und 21.Jahrhunderts. U.a. dabei Ausstellungsstücke von PIttore di Talos, Fernand Léger, Clemente Susini, Kenji Yanobe, Rudolf Belling, Henri-Louis Jaquet-Droz, Jean Tinguely, Bruno Monari, Oskar Schlemmer, Sophie Taeuber Arp, Martin Müller, Luigi Ontani, Man Ray und Enrico Prampolini.

Zeitgleich wird im Museo Cantonale d'Arte, thematisch verknüpft, eine Ausstellung zur Darstellung des menschlichen Gesichts in der Kunst der letzten 40 Jahre mit dem Titel "Guardami. Il volto e lo sguardo nell'arte 1969-2009" (Schau mich an. Gesicht und Blick in der Kunst 1969-2009) mit Werken namhafter Künstler gezeigt. U.a. Roman Opalka, Thomas Schütte, Tony Cragg, Franz Gertsch, Alex Katz, Mario Merz, Urs Lüthi, Gerhard Richter, Markus Raetz, Thomas Ruff, Giulio Paolini, Vincenzo Agnetti und Andy Warhol. Die Ausstellung ist unterteilt in die Sparten:1) Nel volto (assorto, soprapensiero, immerso in se stesso), 2) Autoritratto (come autore, non come soggetto psicologico), 3) Lo sgardo negato (lo sguardo smarrisce la propria centralità, si eclissa, si nega, si assenta o si maschera.Gli occhi si velano o si accecano, non resta alcuna traccia di plausibili traiettorie dello sguardo), 4) Nel tempo ( lo sguardo registra e rivela il trascorrere del tempo individuale e collettivo; conserva un’immagine in assenza, lasciando affiorare la memoria, (ri)guarda la morte). Der Ausstellungskatalog (Silvana editoriale Milano) umfasst 296 Seiten mit 80 Illustrationen, zweisprachig (italienisch/englisch), mit Beiträgen von  Marco Belpoliti, Bettina della Casa, Frederico Ferrari und Marco Franciolli. (50.--CHF/34.--EUR).

 

"Il destino della scultura" 04.10.-22.11.2009 - Museo Vela, Ligornetto

 

Das Museo Vela in Ligornetto zeigt vom 04.10 -22.11.2009 eine Ausstellung Il destino della scultura in Zusammenarbeit von VISARTE (Società della arti visive, gruppo regionale Ticino). Alessandra Angeli, Ivana Falconi, Christine Lifart, Penelope Mackworth-Praed, Milvia Quadrio, Regine Ramseier und Hanspeter Wespi stellen ihre zeitgenössischen Werke, zumeist im Museumspark aus, diverse Elemente, diverse Materialien, diverse Techniken, eine Reflexion der Gedanken zum Teil mystisch, magico. Dazu Sergio Morello (Präsident von VISARTE): " la scultura, come tutti i generi tradizionali dell'arte, ha perso la sua specificità autonoma per entrare, una fra tante, nel nuovo universo del fare arte". Kurator: Comitato Visarte Ticino, Museo Vela.

Der Ausstellungskatalog beinhaltet Beiträge von Luigi Cavadini, Sergio Morello und Gianna Mina.

Parallel zu dieser Ausstellung werden im 1.Stock des Museums traditionelle Werke des 18./19.Jahrhunderts aus Belgien, den Niederlanden etc... gezeigt.

Die Vereinigung der Kunsthistoriker/innen in der Schweiz (VKKS) hält in Zusammenarbeit mit dem Museo Vela ihre Jahrestagung im Museum vom 9.-11.10.2009 unter dem Motto "Zwischen privatem Kosmos und öffentlichem Raum: Künstlerhaus-Museen" mit interessanten Themen und Rednern ab. Abschliessend stehen noch Besuche des "Museo Butti", Viggù und der "Casa Meret Oppenheim" auf dem Programm. Weitere Informationen via http://www.vkks.ch

 

"Milo Cleis" -  Palazzo Comunale Riva San Vitale -  28.08.-27.09.2009

 

Vom 28.98.-27.09.2009 findet im historischen Palazzo Comunale Riva San Vitale eine Retrospektive des Tessiner Bildhauers Milo Cleis statt. Gezeigt werden Plastiken aus Holz, Bronze, Gips und anderen Werkstoffen, als auch Zeichnungen. Milo Cleis wurde 1936 in Ligornetto als Sohn des Malers Ugo Cleis und Lisa Vela geboren und wurde einer der profiliertesten lebenden Künstler im Tessin. Seine Werke sind aber weit über das Tessin hinaus bekannt und ist in vielen Galerien und Museen in der Schweiz, Italien und anderswo vertreten. Eine interessante Ausstellung, deren Allestimento der Künstler selbst vornahm und auch bei der Vernissage anwesend war. Die Laudatio hielt Prof. Danilo Bianchi.

 

"Yves Klein & Rotraut" -  Museo d'Arte, Lugano 16.05. - 13.09.2009

 

 

 

Das  Museo d'Arte, Lugano zeigt vom 16.Mai - 13.September 2009 eine komplette Ausstellung, erstmals im Tessin, von  Yves Klein (1928, Nizza - 1962, Paris) & Rotraut Uecker (*1938) - Kurator: Bruno Corà und Daniel Moquay (Direktor des Yves Klein-Archives in Paris und Ehemann von Rotraut) - 100 Werke aus dem Yves Klein Archiv in Paris. Yves Klein, französischer Maler, Bildhauer und Performancekünstler, auch als europäischer Andy Warhol bezeichnet, liebte die stille mediative Arbeitsweise und war Mitbegründer der französischen Kunstströmung "Nouveau Réalisme". Er wuchs in Nizza und Paris auf, befasste sich mehrheitlich mit Judo (schwarzer Gürtel) und Zen-Philosophie, bis er durch Claude Pascal und Armand Fernandez zur Gruppe der Neuen Realisten stiess. Nach ersten Versuchen beginnt er eigenständig  mit seinen "monochromen Bildern" (Symphonie Monoton Silence), speziell mit seinem "Monochromen Ultramarinblau", welches er sich als "International Klein Blue (IKB) " patentieren liess. Dieser farbpsychologische Effekt hat eine Sogwirkung auf den Betrachter. Bekannt wurden auch seine Performancearbeiten, wobei er nackte Modelle mit blauer Farbe bemalte, die sich dann auf Papier wälzten, umrahmt mit Musik eines Orchesters, für das er eigens seine "Symphonie Monoton Silence" komponierte. Er verstarb schon mit 34 Jahren nach kurzer Schaffensperiode im September 1962 an Herzinfarkt. Zuvor inszenierte er noch im Januar seine eigenen Hochzeit mit Rotraut Uecker , der Schwester des Künstlers Günther Uecker, die er als 19-jährige 1957 bei Fernandez  in Nizza kennen lernte, als sie dort als "Au-pair" Mädchen arbeitete. Die Geburt seinen Sohnes "Yves" erlebte er nicht mehr. Rotraut Uecker wurde 1938 an der Ostsee in Osten Deutschland geboren und emigrierte mit Ihrem Bruder, der für sie Lehrer, Vater und Mutter war, in den Westen nach Düsseldorf. Kurz nachdem sie Klein kennen lernte lebten beide zusammen - nach seinem Tode, begann sie mit ihren eigenen Arbeiten und verwaltete seinen Nachlass, heiratete 1968 den Fotografen Daniel Moquay, hat mit ihm 3 Kinder (Tochter Loraine - Künstlerin in Sydney - Bild oben) und lebt nun in Bronte (Arizona/USA). Als Künstlerin wurde sie weltberühmt unter dem Namen Rotraut mit Gemälden, Reliefs und Skulpturen. Ihre Materialien sind Keramik, Marmor, Metall, Holz, Stein, Bronze, Kunststoff etc...zumeist "Monumentale Skulpturen" (8m Höhe), wie die 22 Metall-Skulpturen, die in Lugano ( "Arte in Città") ausgestellt sind.

Zur Ausstellung gibt es 2 umfangreiche zweisprachige it./engl Kataloge (Silvana Editoriale) "Yves Klein" und "Rotraut" (Kuratoren Bruno Corà und Daniel Moquay ) mit Beiträgen von Bruno Corà, Anna Follo, Velt Loers, Pierre Restany (Yves Klein) und Bruno Corà, Jean-Michel Ribettes, Rotraut, Günther Uecker und Hans Möller.

 

Diploma 2008: L'Alptransit e la "Città Ticino" -  Accademia di architettura/ USI, Mendrisio 08.05. - 31.05.2009

 

 

  Vom 08.05.-31.05.2009 zeigt die "Accademia di Architettura" in Mendrisio die Ausstellung Diploma 2008: L'Alptransit e la "Citta Ticino"  mit 22 von 80 eingereichten Wettbewerbsarbeiten von Studenten der Akademie zum gleichnamigen Thema. Bei der Pressekonferenz unterstrichen Marco Borradori (Consigliere di Stato, Direttore del Dipartemento del territorio del Canton Ticino), Piero Martinoli (Presidente dell'Università della Svizzera italiana), Valentin Bearth (Direttore dell'Accademia di Architettura di Mednrisio) und der Architekt Aurelio Galfetti (Kurator von Ausstellung und Katalog) die Wichtigkeit des "Alptransit" für die Neuordnung des Tessins, insbesondere der touristischen Ausrichtung. Die Diplom-Arbeiten der Architekten von morgen, von einer Jury unter der Präsidentschaft von Aurelio Galfetti ausgewählt, zeigen interessante Ideen und Entwicklungsmöglichkeiten für die "Città Ticino" der nächsten Generation - Studenten der Ateliers von "Aires Mateus", "Bonell", "Botta", Collomb", "Galfetti", "Ogliati", "Snozzi", "Zenghelis" und "Zumthor". "Academy Press" hat zur Ausstellung einen umfangreichen interessanten Katalog herausgegeben, Kuratoren Gabriele Cappellato und Tiziano Casartelli.

 

"arte & natura" (Kunst und Natur) - Museo Villa dei Cedri, Bellinzona

 

   

Vom 5.April  - 28.Juni 2009 zeigt das "Museo dei Cedri" in Bellinzona eine Gemeinschaftsausstellung regionaler und nationaler Künstlers unter dem Motto "arte & natura" / "Kunst und Natur". (Kurator: Matteo Bianchi). Kunst und Natur, das ist ein faszinierendes Thema und eine vielfältige, unendliche Beziehung ("Una relazione infinita"), welche im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Bildern hervorgebracht hat, die sich besonders durch grosse poetische Intensität auszeichnen. Nach der Ausstellung "Reise zu den Alpen" (Viaggio verso le Alpi)  vor 10 Jahren ( Entdeckung der Natur - Caspar Wolf), in einem Zeitpunkt, der eine besondere Sensibilität zur Umwelt verlangt hat, ist der Mittelpunkt der Ausstellung "arte & natura" die Beziehung der Künstler zur Natur, quasi eine Reise zwischen Himmel und Erde. Wie die Beziehung  von den Künstlern unterschiedlich interpretiert wird, besonders mit individuellem Charakter, sehen wir in den symbolistischen und abstrakten Formen (informeller Naturalismus) der ca. 60 gezeigten Werke. Die Verknüpfung von Kunst und Natur wurde zu Zeiten von Ferdinand Hodler, Rudolf Koller oder Albert Trachsel verständlicherweise anders betrachtet als in unserer Epoche. Nachfolgend die ausstellenden Künstler alphabetisch geordnet: Camilla Adami, Geneviève Asse, Jean Bazaine, Michael Biberstein, Giuseppe Bolzani, Gianfredo Camesi, Massimo Cavalli, Hsiao Chin, Olivier Debré, Enrico Della Torre, Günther Förg, Alexandre Hollan, Bernhard Lüthi, Paolo Mazzuchelli, John Mawurdjul, Piet Moget, Wilfrid Moser, Giulia Napoleone, Farhad Ostovani, Gérard de Palézieux, Ercan Richter, Stephan Spicher, Arpad Szenes, Pierre Tal-Coat, Vieira da Silva, Petra Weiss. Zur Ausstellung wurde ein interessanter Katalog arte natura - una relazione infinita herausgegeben (Pagine d'Arte/Villa Cedri, Bellinzona) - Kurator - Matteo Bianchi - mit einem Vorwort von On. Flavia Marone, und Beiträgen u.a. von Matteo Bianchi, Yves Bonnefoy, Jean Louis Schefer und Olivier Delavallade, sowie Zitaten von Leonardo da Vinci, John Ruskin und Kenneth Clark..

 

Museo Cantonale d'Arte - "Julius Bissier" - Der metaphysische Maler / "Francis Bott - Opere dalla Donazione"

 

Das Museo Cantonale d'Arte in Lugano zeigt folgende Doppelausstellung vom 14.März - 14.Juni 2009 : "Julius Bissier - Der metaphysische Maler" (Kuratoren: Hans Günter Golinski, Pedro Riz à Porta, Roland Scotti, Marco Franciolli)  und "Francis Bott - Opere dalla Donazione" Kurator: Elio Schenini). Die Ausstellung Julius Bissier (1893 Freiburg i.Br. - 1965 Ascona) zeigt über 120 Werke aus der "Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf" und dem "Archiv Bissier" in Ascona in Zusammenarbeit mit dem "Kunstmuseum Bochum" und dem "Museum Liner" (Appenzell). Bissier lebte 1957 und von 1960 bis zu seinem Tode in Ascona. Während seines 50-jährigen Schaffens durchläuft er verschiedene Phasen mit einem konsequenten Konzept. Er schafft eine philosophische Kunst, beschäftigt sich mit deutscher Mystik und zeichnet asiatische Weltbilder (1919 Begegnung mit dem Sinologen Ernst Grosse) mit existenzieller Sinnsuche. Schriften, vertraute Gegenstände der Natur, Früchte, Pfeile etc.. und Symbole sind Grundlage für seine Sinnbilder, deren Betrachtung ein ewiger Kampf zwischen Hell und Dunkel, Himmel und Erde oder Geburt und Tod sind. Kalligraphische Pinselzeichnungen, entsprechend der Ästhetik des Zen-Buddhismus bringen eine neue Betrachtungsweise in unsere abendländische Kultur. Der metaphysische Maler weiss natürlich auch mit den Farben umzugehen. Zu seinem Freundeskreis gehörten u.a. auch Oskar Schlemmer und Hans Arp. 1935 und 1937 reiste er nach Italien (Mailand, Rom, Ravenna, Assisi) und 1946 und 1949 nach China - Reisen, die seine Werke stark beeinflussten.

Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher 220-seitiger Katalog, zweisprachig (italienisch/deutsch), herausgegeben: Julius Bissier.Pittore del metafisico (Hatje/Cantz- editore), mit Beiträgen von Reinhard Buskies, Hans Günter Golinski, Pedro Riz à Porta, Roland Scotti und Arnold Stadler.

 

Bereits vor 20 Jahren gab es in Lugano eine Retrospektive in der Villa Malpensata von dem deutschen Maler Francis Bott (1904 Frankfurt - 1998 Lugano). In der vorliegenden Ausstellung werden über 50 Werke der "Donazione" an das Museum durch seine Witwe Dott.ssa Aida Bott gezeigt - Kurator: Elio Schenini. Bott durchlebte diverse Kunststile vom Surrealismus bis zur abstrakten Kunst, er war ein ständiger Wanderer zwischen Farben, Ideen  und Stilen, beeinflusst u.a. von Max Ernst, Salvatore Dali und Oskar Kokschka. Eines seiner Hauptwerke sind die 8 Kirchenfenster der Kapelle des "Castello di Reux" in der Normandie im Auftrage der Baronessa Alix de Rotschild 1953. Das "Museo Cantonale d'Arte" hat zur Ausstellung einen 80-seitigen Katalog mit Beiträgen von Marco Franciolli und Elio Schenini herausgegeben.

 

"La dinamo futurista" -  Museo d'Arte, Lugano 14.02 - 19.04.2009

Omaggio a Umberto Boccioni / Primo Conto (Disegni per Harriet Quien, "La donna che venne dal mare" 1912-1925)

 

 

Das  Museo d'Arte, Lugano zeigt vom 14.Februar - 19.April 2009 eine Ausstellung unter dem Motto La dinamo futurista -  Omaggio a Umberto Boccioni (1882-1916) (Kuratoren: Cristina Sonderegger und Tonino Siscoli)) - Primo Conti (1900-1988) -- Disegni per Harriet Quien, "La donna che venne dal mare", 1912-1925  (Kuratorin: Daniella Palazzoli ). Hauptsponsor: Credit Suisse. Während der Impressionismus von Paris geprägt wurde, überraschte die italienische Avangarde von ca. 100 Jahren mit Ihrem Einfluss in die Kunst mit dem "Futurismus" durch Marinetti, Boccioni, Carrà, Longhi, Russolo, Balla und Severini. Ausgestellt werden die Werke von dem aus Reggio Calabria stammenden Boccioni, der eine führende Rolle im Pre-Futurismus inne hatte, chronologisch aus der Zeit von 1903 -1915, Gemälde, Zeichnungen und Grafiken. In seinen Werken spiegelt sich sein aufbrausender Charakter wieder, mit Depressionen, die er zwar unter Kontrolle hatte, vielleicht aus einer gewissen Unsicherheit heraus entstanden sind. 1897 siedelte die Familie nach Padua um, wo er studierte und seine ersten Werke entstanden, u.a. auch Erzählungen, z.B. "Pene della Anima" (1900) und das Poem "Carcreide" (1901). 1899 ging Boccioni nach Rom, vervollständigte seine Studien und lernte den dortigen Künstlerkreis, wie Giovanni Mario Mataloni, Giacomo Balla, Mario Sironi und Duillio Cambellotti kennen. Von 1901-1905 war er Gast bei Adriana Fabbri in Padua, reiste einige Male nach Paris - weitere Stationen waren Venedig und Mailand. 1916 starb er nach einem Sturz von einem Pferd. Ausstellungskatalog: "Omaggio a Umberto Boccioni" (Kuratoren: Cristina Sonderegger, Tonino Sicoli), , zweisprachig (engl./it.) mit Beiträgen von Maurizio Calvesi, Tonino Sicoli, Cristina Sonderegger, Francesca Bernasconi, Maria Pasini  - Silvana Editoriale.

Ein weiterer Wegbereiter des Futurismus war der Florenzer Primo Conti ("Le Figaro" in Paris 20.2.1909, publiziert von Filippo Tommaso Marinetti), von dem über 60 Zeichnungen für seine grosse Liebe Harriet Quien in der 3.Etage des Museums ausgestellt sind. Es zeichnet sich eine Parallele zu Boccioni mit ähnlichen metaphysischen Impressionen ab. Conti lernte als 14-Jähriger Boccioni in Florenz kennen. Boccioni: "l'opera d'arte per essere viva deve aver la stessa sorte dell'uomo e subire, come l'uomo, la malattia e la morte". ...l'amore  - come prevede la coerenza fra arte e vita.

Ausstellungskatalog: "Primo Conti" - Disegni 1912-1925 (Kuratorin: Daniela Palazzoli) mit Teilen seiner Autobiographie und Beiträgen von Maria Chiara Berni, Lorenzo Giusti - edito da Shin Production.

 

Museo Cantonale d'Arte - Doppelausstellung: "Cesare Lucchini - Quel che rimane" / "Stefania Beretta - In Memoriam"

 

 

Das Museo Cantonale d'Arte in Lugano zeigt folgende Doppelausstellung vom 17.Januar -01.März 2009 : "Cesare Lucchini - Quel che rimane" und "Stefania Beretta - In Memoriam".

Cesare Lucchini ist einer der profiliertesten Tessiner Künstler mit internationalem Ruf. Die Ausstellung wurde so auch in Zusammenarbeit mit der "Kunstsammlung Chemnitz" realisiert, die vom 18.10.2008 - 4.01.2009 dort zu sehen war. Es sind ca. 40 Oel-Gemälde in Grossformat - kürzlich entstandene Werke, dynamisch komplex in ihrer Ausführung des äusserst kreativen Künstlers. Lucchini wurde am 10.Juli 1941 in Bellinzona geboren, diplomierte an der *Accademia di Belle Arti di Milano" 1965. Zur Ausstellung wurde eine Katalog veröffentlicht, dreisprachig: d/it/eng (Kerber Art, Bielefeld 2008) mit Beiträgen von Maco Francioli, Ingrid Mössinger und Matthias Frefner ( CHF 22.--, EUR 15.--)

Stefania Beretta, Fotografin aus Vacallo/Tessin (*1957) zeigt grossformatige 120x120 cm Fotos in schwarz-weiss und monochromen Farben unter dem Titel "In Memoriam" - Fotografien verbrannter Wälder, aufgenommen in Italien, Frankreich und Tessin. Die meisten Fotos wurden mit einer Hasselblatt 6x6 aufgenommen und zeigen eine enorme Schärfe und Kontrastreiche und überzeugen in ihrer Ausdruckskraft. Dieses Projekt wurde bereits 2007 in Düsseldorf und in Ligurien gezeigt. Weitere Informationen über die Fotografin finden sie via http://www.stefaniaberetta.ch

 

 "Mya_Lurgo_Gallery" - Lugano

 

Die Mya_Lurgo_Gallery in Lugano an der Piazza Riforma lud zu einem weihnachtlichen Treff von Künstlern und Kunstliebhabern ein. Seit dem 14.November 2008 werden in einer Gemeinschaftsausstellung Werke von Olga Cabezas, Jean-Pierre Landau, Tamara Landau, Mya Lurgo, Piera Pizzelli, Alessandro Perini, Tiziana Priori und Tobia Ravà gezeigt, die alle einen Bezug auf Zahlen haben. Aus diesem Anlass wurde auch für einen Abend im Zeichen der hebräischen Kultur der künstlerische Wissenschaftler Fishel Rabinowicz geladen, der die "Kabbala" (la numerologia e la lettera) eindrucksvoll erläuterte. In der "Mya_Lurgo_Gallery" werden laufend Ausstellungen mit vorwiegend Werken zeitgenössischer Künstler mit internationalem Charakter projektiert. Weitere Informationen via Internet http://www.myalurgo.com

 

"Sassu Maison Tellier" - Villa Ciani, Lugano - 18.10.2008 - 01.03.2009

 

Vom 18.10.2008 - 01.03.2009 zeigen das "Museo d'Arte" und die "Fondazione Aligi Sassu e Helenita Olivares" in der "Villa Ciani" in Lugano eine Ausstellung von ca. 50 Werken von Aligi Sassu (1912-2000) unter dem Titel Sassu Maison Tellier. Zu der Serie von Öl-Gemälden der Serie "Maison Tellier" wurde Sassu durch die Novelle gleichen Namens von Guy de Maupassant (1881) inspiriert und entstand in den Jahren 1946-1948 in seiner expressiven Technik. Ausserdem sind noch einige Grafiken und Keramiken (Maiolica) ausgestellt. Aligi Sassu überliess mit einer Schenkung 1996 der Stadt Lugano 362 seiner populärsten Werke (217 Gemälde, 130 Grafiken und 15 Skulpturen) aus der Zeit von 1927-1995. Sassu, geboren 1912 in Mailand (Vater Sarde, Mutter Emiliana), stellte bereits 1928 auf der "Biennale veneziana" seine ersten Werke aus der "periode futurista" [Uomo che si abbevera alla sorgente]aus - schrieb 1928 zusammen mit Bruno Munari  das Manifest "Dinamismo e riforma muscolare" - in Folge die Periode "gusto dei primitivi"- 1929 studierte er an der "Accademia di Brera" in Mailand - tonangebend 1930/33 war die Farbe "rot" - "Uomini rossi" (Pugilatore, Giocatori di dadi) - 1934 erste Reise nach Paris (Il Grande Caffè, 1939) - 1937/38 musste er aus politischen Gründen ins Gefängnis - Werke der Anklage während des "Spanischen Bürgerkrieges" - Biennale veneziana 1940 (Sortita di cavalieri veneti a Famagosta) - erste Verbindung zum Luganese bereits nach dem 2.Weltkrieg - seit 1963 hielt er sich zumeist in Spanien (Mallorca, Cala S.Vicente) auf ("..das Licht ist milder als auf Sardinien") - Werke mit spanischem Einfluss z.B. Pase de Peche (1964) und El Picador (1977). Am 17.07.200 starb Aligi Sassu auf Mallorca. Zur Ausstellung wurde ein Katalog unter dem Titel "Maison Tellier" (Edito Città di Lugano) mit Beiträgen von Vittorio Fagone und Alessia Giglio Zenetti herausgegeben.

 

"Blue and Joy" in Lugano

La decima scoraggiante esposizione di "Blue and Joy", Lugano 25.Settembre 2008

Mi dispiace, non puo' entrare

 

Am 25.09.2008 kamen die italienischen Künstler Blue and Joy erstmals in die Schweiz, nach Lugano zu einem Ausstellungs-Event bei "Loft Interni Arredamenti" in Barbengo unter dem Motto Mi dispiace, non puo' entrare. Aber es traf sich die Creme von Lugano und Milano zu dieser aussergewöhnlichen Ausstellungs-Cocktail-.Party. Vittorio Scarbi (charismatischer italienischer Kunstkritiker) übernahm die Präsentation der beiden jungen Künstler mit steilem internationalen Karrierestart. Fabio La Fauci (1977, Mailand) und Daniele Sigalot (1976, Rom) arbeiteten zusammen 8 Jahre als Grafiker, Designer für die grössten Werbeagenturen in Mailand, Barcelona und London, ehe sie sich seit 2007 entschlossen unter dem Namen "Blue and Joy" ausschliesslich mit eigenen Kunstwerken ihre Arbeit fortzusetzen. Seit Frühjahr 2008 leben und arbeiten "Blue and Joy" in Berlin. Vittorio Scarbi : Il metodo e la follia di Blue and Joy. ....Il carattere fondamentale dell'artista, anche in un gruppo (pensiamo ai Futuristi) è "l'Individualità". L'artista è uno. Può avere una bottega che conferma la sua unicità, tanti che riproducono il suo stile..........Blue and Joy sono eleganti e misurati e hanno la piena coscienza della forma........Ironici, affettuosi, rigorosi nel ritmo delle immagine, Blue and Joy vogliono ingentilire il mondo, con una sensibilità alla Morris di art&craft, applicata sulla vasta scala, ma senza perdere la grazia. Nel disegno essi esprimono piuttosto misura che rabbia, con grandi dimensioni che derivano da ordinati progetti. Hanno avuto ragione perchè nella loro follia c'è del metodo. Ma nel loro metodo non c'è follia.

Ausstellungen: 2005 "Farm4", Barcelona - 2005 "Le Biciclette", Mailand - 2006  "Galeria Mercado", Barcelona - 2006 "Galleria Officina 14, Rom - 2006 "Galleria Spazioinmostra", Mailand - 2006 "Atzaro", Ibiza - 2006 "Ar Village", Fidenza (Parma) - 2007 "Contemporary Art Pavillion", Mailand - 2207 "Afferdable Art Fair", London - 2007 "Diesel Wall", Mailand - 2007 "Galerie Kosanostra", Paris - 2007 "Galleria Mondopop", Rom - 2008 "Thirteen Langtone street gallery", London - 2008 "Spazio Tindaci", Padua. Nach der Präsentation werden einige Werke in der "Galleria Interni, Via Pioda 14, Lugano ausgestellt.

 

"Das Tessin schenkt Dir seine Sonne"

Tessiner Touristenplakate  (1924-1952) auf dem Monte San Salvatore

 

Fotos v.l.n.r: Felice Pellegrini (Direktor - Funicolare Monte San Salvatore SA) - Vernissage - Marco Solari - Franco Barberis 1940 - Anonimo 1928 -  Otto Ernst 1934 - Daniele Buzzi 1926

 

Die "Funicolare Lugano-Paradiso Monte San Salvatore SA" bietet erstmals auf dem Gipfel des Luganeser Hausberges einen ständigen Ausstellungsparcour an (von der Bergstation bis zur Bergspitze - 912 m ü.M.), 2008 mit Reproduktionen touristischer Plakate aus den Jahren 1924 -1952, die von bekannten Künstlern kreiert wurden und eine chronologische Geschichte der Tourismuswerbung darstellt (Kurator: Paolo Blendinger). Unter den Künstlern sind u.a. Daniele Buzzi, Mario Chiattone, Otto Ernst, Franco Barberis....Von Lugano-Paradiso fährt man in 10 Minuten auf die Bergstation und wandert weiter zum Aussichtspunkt auf dem Dach der Kapelle mit dem schönsten Ausblick (360°) auf die schneebedeckten Berge des Berner Oberlandes, dem Monte Rosa, den Savoyer Alpen bis zur Poebene. Und dieser traumhafte Rundblick wird nun durch die exzellente Ausstellung der historischen Plakatmalerei bestens ergänzt und ist absolut ein "muss" für jeden Touristen. Ausserdem gibt es bei der Bergstation ein gut geführtes Gourmet - Restaurant mit einer hervorragender Infrastruktur (Vielzwecksäle) für Bankette, Kongresse etc... sowie ein Museum kostbarer Gegenstände, sowie Fossilien und Mineralien. Für Bergwanderer bietet sich der Abstieg ins Tal oder nach Carona an oder man begibt sich auf den Kletterpfad "Via ferrata", allerdings mit angemessener Berg-Ausrüstung. Marco Solari (Präsident von "Ticino Turismo") unterstrich in seiner Rede an der Vernissage am 09.07.2008 auf dem Monte San Salvatore die Wichtigkeit solcher Events für den Tourismus im Tessins (...schon Goethe sagte am St.Gotthard mit Blick nach Süden: "Siehst du das Land wo die Zitronen blüh'n"). Unterstützt wird die Ausstellung u.a. vom Canton Ticino, SGA Affichage, Generali und MMT (Museo del Manifesto Ticino Morcote)

 

"Nag Arnoldi"  - Castelgrande (Corte e Sala Arsenale) - Bellinzona - 25.April - 2.November 2008

 

 

Vom 25.April -2.November 2008 wird auf dem "Castelgrande", im Hof und im Arsenal-Saal, eine umfangreiche Retrospektive zum 80.Geburtstag des Tessiner Künstlers Nag Arnoldi gezeigt (Kurator: Rudy Chiappini). Arnoldi, geboren 1928 in Locarno, lernte sein Handwerk bei Mario und Antonio Chiattone, Carlo Cotti, Giuseppe Foglia und Filippe Boldini. Zunächst begann er mit Keramik und Glasarbeiten, inspiriert von Expressionisten wie, Munch, Picasso, Nolde, Grosz und Dix, ehe er zu seinen Metall-Skulpturen fand. Seine erste Personalausstellung war 1954 in Castagnola, später stellte er weltweit aus, u.a. 1964 im Museo Nacional de Arte Moderno in Mexico, in Florenz, Rom, Mantova, Ferrara, Mainau, Vaduz und St.Petersburg aus. Von 1962 - 1993 unterrichtete er im "Centro scolastico industrie artistiche di Lugano" (CSIA). Ausser seinen Malereien (Omaggi a Hodler) sehen wir im Hof des Castello viele seiner weltberühmten Arbeiten: "Astati", "Guerrieri", "Arlecchini", "Acrobati", "Saltimbanchi", "Cavalli", "Tori". Am Aufgang werden seine "Via Crucis" und "Il Miracolo" gezeigt. Die Anordnung der Werke fand unter Mitwirkung von Aurelio Galfetti statt. Die Ausstellung wurde von der "Città di Bellinzona" und der "Ente Turistico Bellinzona e dintorni" mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Fondazione Castelli von Bellinzona, der Fondazione ing.Pasquale Lucchini, der Fidinam und der Banca dello Stato del Cantone Ticino durchgeführt. Der Ausstellungskatalog unter dem Titel "Nag Arnoldi" (Edizione Salvioni arti gafiche, Bellinzona) umfasst Beiträge von Luciano Caprile, Rudy Chappini und Aurelio Galfetti, während für die Fotografien Edo Bertoglio zuständig zeichnet.

 

OpenArt 08 - Roveredo (GR) - Trii / 26.07.08 - 28.09.08 - Rassegna Internazionale di Scultura

 

   

Der Schweizer Künstler Luigi a Marca organisierte zum 8.Mal die Skulpturenausstellung openArt vom 26.07.-28.09.2008 in Roveredo - Trii (Graubünden, 10km von Bellinzona entfernt) auf einer Fläche von 100'000 qm mit über 50 internationalen Künstlern, die seiner Einladung gefolgt sind. Die schon traditionelle Künstlerinitiative vermittelt einen Eindruck der nationalen und internationalen Kunst von heute und morgen. Der Skulpturenpark ist in eine natürliche Landschaft eingebettet, zwischen Wiesen und Bäumen, eine Konfrontation zwischen Kunst und Natur. Die Werke sind vorwiegend aus Holz, Stein oder Bronze, aber auch andere Materialien, sind abstrakt oder figurativ. Nachfolgend wollen wir nur einige der Künstler und Künstlerinnen nennen, die  hauptsächlich aus der Schweiz, aus Deutschland und Italien zur Vernissage persönlich angereist waren, eine Einladung zu Gesprächen und Begegnungen von Kunstschaffenden: Brigitte Allenbach-Stettbacher, Luigi a Marca, Irma Bucher, Sybilla Dreiszigacker, Daniel Hardmeier, Chiara Fiorini, André Heer, KUSPI 08, Toma Nenov, Nigel Ritchie, Gianni Rodenhäuser, Pawel Schmidt, Daniel Steiner, Unagallinadomani, Veronesi-Höpflinger, Hanspeter Wyss, Anne Marie Catherine Wieland und Katrin Zuzáková. Die Vernissagen der Ausstellung wurden bereits zu einem legendären Fest mit Musik und Tanz und abschliessendem Feuerwerk (2008 von André Heer). Luigi Cavadini (Foto links),  Kunstkritiker aus Como sprach auf italienisch die einleitenden Worte zur Vernissage und unterstrich die Bedeutung von openArt für die Region des italienischsprachigen Teil Graubündens, eine Ausstellung, die etwa 12'000 begeisterte Kunstinteressierte anzieht und die, vorausgesetzt von "Sonnenstubenwetter" ein einmaliges Erlebnis ist. Die Ausstellung wird von der Kulturförderung des Kantons Graubünden , Pro Grigioni Italiano und den Comunen Roveredo, Leggia, Soazza und Lostallo unterstützt sowie von Sponsoren , u.a. Banca Raiffeisen Moesano, Manor AG Basel, Jacob Rohner Vini und Finpromotion Lugano.

 

"Enigma Helvetia" - Arti, riti e miti della Svizzera moderna - Museo Cantonale d'Arte e Museo d'Arte, Lugano 27.04 - 17.08.2008

 

  

Das Museo Cantonale d'Arte und das Museo d'Arte, Lugano zeigte vom 27.April - 17.August eine Gemeinschaftsausstellung unter dem Motto Enigma Helvetia (Arti, riti e miti della Svizzera moderna). Kuratoren: Pietro Bellasi Professor für Soziologie der Università di Bologna), Marco Franciolli (Direktor des Museo Cantonale d'Arte), Carlp Piccardi (Musikwissenschaftler) und Cristina Sonderegger (Konservatorin des Museo d'Arte Lugano). Idee und Durchführung der Ausstellung war das erste Event des neuen Polo Culturale in Lugano. Charakter, Geschichte, Zeitzeugen der Kunst, Architektur, Fotografien, Design, Video und Installazionen - ein umfangreiches Abbild der Schweiz, ein ...confronto con la Svizzera e con la "Swiss way of life". U.a. werden Werke von Cuno Amiet, Albert Anker, Jean Arp, Max Bill, Fischli & Weiss, Franz Gertsch,Alberto, Ausgusto und Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Paul Klee, Markus Raetz, Hermann Scherer, Roman Signer, Daniel Spoerri, Sophie Taeuber-Arp, Jean Tingely, Ben Vautier, Not Vital ausgestellt. Zur Ausstellung wurde ein Katalog (53.--CHF) der "Silvana Editoriale" aufgelegt, in den 4 Schweizer Landessprachen und englisch, mit Beiträgen von Pietro Bellasi, Iso Camartin, Bruno Corà, Marco Franciolli, Christph Hänngi, Georg Kreis, Domenico Lucchini, Daniel Maggetti, Roberta Mazzola, Carlo Piccardi, Lucienne Peiry, Charper Pult, Fabio Pusterla, Bruno Reichlin, Anna Ruchat, Peter Rüedi, Pascal Ruedin und Cristina Sonderegger.

"Enigma Helvetia - il racconto": un'applicazione multimediale e multicanale per approfondire i temi della mostra. http://www.enigmahelvetia.unisi.ch

Auf Initiative vom "Polo Culturale di Lugano" (Bruno Corà) und in Zusammenarbeit mit den Museen "Museo Cantonale d'Arte " und "Museo d'Arte" hat das TEC-Lab dell'Università della Svizzera Italiana unter der Leitung von Paolo Paolini die Möglichkeiten der mulitmedialen und multikanalen Erläuterung der Ausstellung sondiert und entwickelt in italienischer und englischer Sprache - wie folgt: 1.Die Multikanal-Produktion: web site ( Internet-Adresse siehe oben), podcast (iPhone), CD-ROM (siehe Foto)....2."Enigma Helvetia" über Suchmaschinen wie "Google" (-Googlle.it / ch/ com)  besichtigen.... 3.Fotografien über "flickr" (social network) etc.....http://www.flickr.com. 4.Videos über "Youtube" (social network) etc..http://www.youtube.com 5....über wissenschaftliche Studien etc....Auf diese Weise könnte man sicher das Interesse der Jugend für Ausstellungen dieser Art wecken, die mit den neuen Medien und Kommunikationsmitteln absolut vertraut ist.

 

 Sguardi sulla colezione: Ricerca artistiche in Ticino dal 1970 a oggi

 

Vom 9.Februar - 30.März 2008 wurde im Museo Cantonale d'Arte in Lugano eine Ausstellung aus eigener Kollektion gezeigt, ein sehr interessantes umfassendes Bild von Werken Tessiner Künstler von 1970 bis heute - Ricerca artistiche in Ticino dal 1970 a oggi.  Jeweils ein Werk u.a. von Cesare Lucchini, Max Huber, Paolo Bellini, Edmondo Dobrzanski, Ivana Falconi, Samuele Gabai, Sergio Emery und Nando Snozzi.

 

"Collezioni in dialogo, da Vincenzo Vela a Cuno Amiet"

 

Vom 28.Oktober 2007 - 30.März 2008 zeigt das Museo d'Arte Moderna in Lugano eine komplexe, eindrucksvolle Ausstellung unter dem Motto Collezioni in dialogo, da Vincenzo Vela a Cuno Amiet (Kurator: Cristina Sonderegger). Ausgestellt werden Werke chronologisch von der Romantik bis zum Expressionismus u.a. von Vincenzo Vela, Carlo Bossoli, Filippo Franzoni, Luigi Rossi, Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Vittorio Grubicy, Giuseppe Pelliza da Volpede, Gaetano Previati, Medardo Rosso,Cesare Tallone, Paolo Troubetzkoy, Edgar Degat, Henri Matisse, Claude Monet, Camille Pissaro, Umberto Boccioni, Paul Camenisch, Ignaz Epper, Albert Müller, Werner Neuhaus, Fritz Pauli und Johannes Robert Schürch. Die Werke stammen aus den Kollektionen: Collezione civica a Villa Malpensata, Fondazione Gottfried-Keller, MIlich-Fassbind, Chiattone, sowie des Museo Cantonale d'Arte und Museo Villa Cedri di Bellinzona. Die Ausstellung von Vincenzo Vela bis Cuno Amiet ist eine Reise der Kunstgeschichte vom Ende des 18.Jahrhunderts bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog, illustriert, in italienischer Sprache - Kuratorin: Cristina Sonderegger (Conservatrice del Museo Civico di Belle Arti).

Amanda Lear - Sogni Mito Colori - Spazio IL CIANI, Lugano

 

Die "Artemisia Art Gallery", Montecarlo stellt in Zusammenarbeit  mit "World's Artists" (Kurator: Mirella Setzuu) erstmals in Lugano vom 9.-15.November 2007 im Spazio "Il Ciani" die Gemälde-Kollektion von  Amanda Lear aus Amanda Lear, Malerin und Star des Showbusiness, Vater Engländer, Mutter russische Emigrantin, wuchs in London auf, studierte Kunst in Paris und startete Ihre Karriere als Sängerin (Ariola) und pendelte zwischen Malerei und Showbusiness. 1965 lernte sie Salvador Dali kennen, dessen Muse sie für 15 Jahre in Cadaqués (Spanien) war und Ihre Technik bei ihm erlernte, obwohl Dali der Ansicht war, dass Frauen nicht malen sollten. Im übrigen gefällt ihr von den Werken Dali's gar nichts. Dali:,,,"Objektive Eingebungen können alles sein, schliesse die Augen und dann male aus deiner Fantasie einen Schmetterling..."Ihre starke Persönlichkeit und Ausstrahlung spiegelt sich auch in Ihren Werken wieder. Die Malerei ist für sie wie eine Art Therapie, in der sie z.B. Angst , Hoffnung und sexuelle Wünsche mit starken Farben, vorwiegend in rot, gelb und grün ausdrückt, auf der Leinwand kann sie mit absoluter Freiheit die Stimme ihrer geheimen Welt wiedergeben. Nach den grossen Erfolgen als Sängerin hatte Sie dann als Malerin 1980 ihre erste Ausstellung in Rotterdam, gefolgt von vielen weiteren u.a. in Paris, New York, Berlin, Mailand, Genf und Brüssel. Amanada Lear lebt an der Cõtes Azur in der Nähe von Baux-en-Provence. 2007 wurde sie vom französischen Kulturminister als "Cavaliere delle Arti e delle Cultura" ausgezeichnet.

 

"Alexej von Jawlenski - Aus der Linie geboren" - Museo Cantonale d'Arte, Lugano

Der Zeichner Alexej von Jawlenski im Dialog mit Matisse, Hodler und Lehmbruck

 

 

Vom 29.September 2007 - 6.Januar 2008 zeigt das Museo Cantonale d'Arte in Lugano Zeichnungen von Alexej von Jawlenski im Dialog mit Matisse, Hodler und Lehmbruck unter dem Titel Alexej von Jawlenski - Aus der Linie geboren. Gast-Kuratorin: Angelika Affentranger-Kirchrath. In Zusammenarbeit mit Museen und Privatsammlungen konnte die Ausstellung von 12 Gemälden, 60 Zeichnungen (Druckgrafiken, Aquarelle) von Jawlenski und 40 Zeichnungen und grafischen Blättern von Matisse, Hodler und Lehmbruck realisiert werden. Jawlenski , geboren 1864 in Torschok (Russland), studierte an der Akademie in St.Petersburg als Meisterschüler von Ilja Repin. 1896 ging er nach München, um bei Anton Azbe zu studieren. Er lernte Wassilij Kandisnski kennen und gehörte 1909 zu den Gründungsmitgliedern der "Neuen Künstlervereinigung München". Bei Kriegsausbruch emigrierte er in die Schweiz, lebte in St Prex am Genfer See, in Zürich und in Ascona (Angelica Jawlensky-Biaconi verwaltet in Locarno seinen Nachlass im Jawlenski-Archiv). 1921 zieht er nach Wiesbaden und stirbt dort 1941. Auch wenn Jawlenski in der Malerei ("Meine Welt ist die Farbe") mit seinen "Abstrakten Köpfen", "Heilandsgesichtern" oder "Mediationen" durch seine mit starken Konturen, Liniengerüsten und farbigen Strichen expressiv aufgeladenen Werken Weltruhm erlangte, widmete er sich den Zeichnungen bis zu seinem Tode. Wir sehen erste Studienzeichnungen (leider sind aus der St.Petersburger und Münchner Zeit nur wenige erhalten), sowie grosszügige erotische Aktzeichnungen verschiedenster Techniken wie Bleistift, Kreide, Tinte oder Kohle. Unbewusste Berührungspunkte sieht man in der Gegenüberstellung mit seinen Zeitgenossen Henri Matisse (1869-1954), Ferdinand Hodler (1853-1918) und Wilhelm Lehmbruck (1881-1919). Der Ausstellungskatalog (Silvana Editoriale, Milano) beinhaltet einen Einführungstext vom Cantonalen Museumsdirektor Marco Franciolli, sowie Beiträge von Angelika Affentranger-Kirchrath, Angelica Jawlensky-Bianconi und Gottlieb Leinz - zweisprachig italienisch/deutsch.

 

"Daniel Spoerri" - piccoli e grandi cadolavori - Galleria arte moderna Ammann, Locarno

 

   Die Galleria arte moderna Ammann in Locarno zeigt vom 11.09.-27.10.2007 eine Ausstellung mit Werken von einem der Grössten lebenden Schweizer Künstler Daniel Spoerri - Piccoli e grandi capolavori.

Die Ausstellung von über 20 Werken, Bilder, Collagen, Skulpturen (u.a. MAT Multiplication d'Art Transformable, 1964) wurde bei der Vernissage  präsentiert vom Kunstkritiker Luca M.Venturi. Spoerri's Werke zählen zum "Nouveau Réalisme" (Eat-Art, Fluxus). Daniel Spoerri, geboren 1930 in Galati (Rumänien) floh 1942 mit seiner Schweizer Mutter vor den Nazis in die Schweiz nach Zürich, nachdem sein Vater Isaac Feinstein in ein KZ verschleppt und ermordet wurde. In zürich wurde er von seinem Onkel Theophil Spoerri, Rektor der Universität Zürich, adoptiert. Er machte u.a. eine Lehre als Buchhändler, Obstverkäufer und Fotograf. Am Ende der 50er Jahre befasste er sich mit Poesie, Tanz (Max Pfister-Terpis, Etienne Decroux) und Theater (Regieassistent in Darmstadt) ehe er zur Kunst der "d'arte moltiplicata " kam. In Paris lernte er u.a. Jean Tinguely, Francois Dùfrêne, Yves Klein kennen und es entstand seine erste "Objektkunst" (Tableaux pièges) - Fallenbilder. 1960 wurde unter seiner Mitwirkung die Gruppe "Nouveau Réalisme" gegründet. Nachdem Spoerri 1966 auf der griechischen Insel S'ými lebte (Zimtzauber-Periode) ging er von 1968/72 nach Düsseldorf, eröffnete ein Restaurant und die Eat-art-Gallery. 1973 kaufte er die Moulin Boyard (Loiret) bei Paris. 1978 wurde  er an die "Kölner Werkschule" als Lehrer berufen, später1983 an der "Akademie für bildende Künste" in München. 1990 liess er sich in der Toscana nieder, bei Monte Amiata kaufte er ein grosses Gelände und es entstand sein "Il Giardino" Skulpturengarten, an dem er bis zum heutigen Tage weiterarbeitet. Seit Anfang 2007 lebt Spoerri in Wien.

 

Georg Baselitz - Museo d'Arte Moderna, Lugano

 

Vom 6.Mai 2007 - 23.September 2007 zeigt das Museo d'Arte Moderna in Lugano eine komplexe, eindrucksvolle Retrospektive von Georg Baselitz, einem der wichtigsten Repräsentanten der zeitgenössischen Kunst in Deutschland (Kurator: Rainer Michael Mason) mit Unterstützung von "Credit Suisse", "Casinò Lugano" und "Repubblica e Cantone Ticino". Über 150 Werke Capolavori (Gemälde, Holzskulpturen, Monumentale Stiche und Zeichnungen) - Arbeiten der letzten 40 Jahre (incl. seiner neuesten Serie "Remix") diverser Perioden, Serien wie "Idole", "Helden", "Frakturbilder", "Orangenesser" (Foto: links) etc. sowie Selbstbildnisse, Bilder seiner Frau Elke, Wir besuchen den Rhein, Russenbilder, Cowboys sowie monumentale Holz-Skulpturen wie "Frau Paganismus " und "Dresdner Frauen" - "Die Elbe". Der Ausstellungskatalog "Georg Baselitz" (Kurator: R.M.Mason -  Silvana Editoriale, Cinisello Balsamo) ist zweisprachig, italienisch und englisch, mit Beiträgen von Bruno Corà, Eric Darragon, R.M.Mason und Antonio Saura (50.--CHF/35.--EUR).

Georg Baselitz, alias Hans-Georg Kern, wurde 1938 in Deutschbaselitz in Sachsen geboren - seine Kindheit und Jugend verbrachte er in der ehem. DDR -  zunächst studierte er an der Kunsthochschule in Ost-Berlin, da aber seine Persönlichkeit und seine politische Auffassung nicht in das Regime der DDR passten, wurde er 1956 wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" von der Hochschule verwiesen und wechselte die Fronten - 1957-1963 studierte er an der "Hochschule der Bildenden Künste" in West-Berlin (Professor H.Trier). 1960 erste Serie "Rayski-Köpfe" -  Reisen nach Paris und Amsterdam - 1961 übernimmt er den Künstlernamen Georg Baselitz. Mit seiner ersten persönlichen Ausstellung 1963 (Galerie Werner & Katz, Berlin) löste er mit den Bildern "Die grosse Nacht im Eimer" und "Nackter Mann" einen Skandal aus und sie wurden vom Staatanwalt beschlagnahmt. Blasewitz kämpft gegen festgelegte Kategorien und Regelmässigkeiten  und das Auflösen der Form in seinen Werken.1965 Serie "Idole" - 1966 Serie "Frakturbilder" - nach 1969 waren seine Bilder durch das auf den Kopf stellen charakterisiert und brachten ihm damit den grossen Durchbruch - 1972 Serie "Fingermalerei-Adler" und "Fingermalerei-Birken" - 1977 zieht er seinen Beitrag zur "Documenta 6" zurück, nachdem er erfährt, dass offiziell DDR-Repräsentanten teilnehmen - es folgen Ausstellungen in Florenz, Bern, München, Köln, 1975 die XIII Biennale von Sao Paulo - 1980 Biennale von Venedig (Modell für eine Holzfigur) - 1991 Centre George Pompidou - 1995 Retrospektive im Guggenheim-Museum in New York. 1978 wird Baselitz Professor an der "Staatlichen Akademie der Bildenden Künste" in Karlsruhe und von 1983-1988 und 1992-2003 an der "Hochschule der Bildenden Künste" in Berlin. 1998 realisiert er 2 Werke für den Berliner Reichstag "Friedrichs Frau am Abgrund" und "Friedrichs Melancolie" (Foto:rechts). Georg Baselitz lebt und arbeitet in Derneburg bei Hildesheim und Imperia an der italienischen Riviera (Serie "Remix", erstmals ausgestellt 2006 in der "Neuen Pinakothek" in München).

 

"Affinità e Complementi"  - Opere dai Musei Svizzeri in dialogo con la Collezione ( 20 Jahre  "Il Museo Cantonale d'Arte")

 

  

Fotos v.l.n.r.: Paul Camenisch (Bocciaspieler) - Wilhelm Schmid (Cello Konzert) - Marianne von Werefkin (Der Vorfall) - Oskar Schlemmer (Abstrakte Figur) - Hermann Scherer (Erschrockene Frau) - Meret Oppenheim (Roter Kopf) - Giorgi Morandi (Natura Morta) - Max Bill (Betonungen aus dem Gelben)

 

Im Museo Cantonale d'Arte in Lugano wird vom 7.Juni - 9.September 2007 die Ausstellung "Affinità e Complementi" (Bezüge und Ergänzungen - Werke aus der Schweiz im Dialog mit der Sammlung) - Opere dai Musei Svizzeri in dialogo con la Collezione zum 20-jährigen Jubiläums des Museums gezeigt, die eine Art Geschenk der Schweizer Museen an das kantonale Tessiner Kunstmuseum ist. Kurator: Rainer Maria Mason - Patronat: Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey. Ausgestellt werden Werke quer durch das 20.Jahrhundert der Kollektion des Museums und  Leihgaben bedeutender Schweizer Sammlungen u.a. des Kunsthauses Zürich, dem Kunsthaus Aargau, der Kunstmuseen aus Basel, Bern, Luzern, Winterthur, Solothurn, Chur, Genf, Lausanne sowie dem Zentrum Paul Klee, Bern und dem Musée Jenisch, Vevey. Eröffnet wird die Ausstellung durch die Gruppe "Rot-Blau" des Schweizer Expressionismus (Hermann Scherer, Paul Camenisch, Albert Müller, Werner Neuhaus), gefolgt von kleinen monographischen Abteilungen hervorragender avangarder Künstler wie Paul Klee, Jean Arp und Sophie Taeuber-Arp, Hans Richter, Oskar Schlemmer, César Domela und Amédée Ozenfant. Die konkrete Schweizer Kunst ist mit Werken von Max Bill, Paul Lohse und Camille Graeser dabei. Viel Raum erhält auch die Kunst nach dem 2.Weltkrieg, besonders der italienischen "Arte Povera", vertreten durch Mario Merz, Giulio Paolini und Gilberto Zorio. Ausserdem werden noch fotografische Arbeiten und Werke Schweizer Künstler wie Markus Raetz, Urs Lüthi, Niele Toroni, Flavio Paolucci und Gianfredo Camesi ausgestellt. Der Ausstellungskatalog (Silvana Editoriale), italienisch, beinhaltet Texte von Rainer Maria Mason, Manuela Kahn-Rossi und Marco Franciolli.

 

"Stefano Franscini (1796-1857)" - "Le vie alla modernità"

 

Fotos v.l.n.r.: Franscini, Relief - Stefano Franscini - Revolution 1848 - legendäre Gotthardpost - Costituzione federale - Gemälde Ponte di Melide

Zum 150.Todestag von Stefano Franscini (1796 Bodio/Tessin - 1857 Bern)  wird vom 23.Mai-21.Oktober 2007 in Lugano im Museo Civico di Belle Arti in der "Villa Ciani" eine Ausstellung über den Lebensweg von Stefano Franscini (chronologisch) gezeigt, der eng verbunden ist mit der historischen Entwicklung des Kanton Tessins und der Schweiz. Motto: Stefano Franscini - Un viaggio nella storia sulle vie della modernità. Verantwortlich zeichnet das DECS (Dipartemento dell'educazione, della cultura e dello sport) in Zusammenarbeit mit dem "Dicastero delle attività culturali della Città di Lugano" sowie verschiedener Universitäten und Archiven  - Kurator: Prof.Carlo Agliati. In 30 Sälen auf 3 Etagen wird umfangreiches Material (z.T. Originaldokumente) präsentiert und im Park ist eine legendäre Postkutsche aus der Zeit "Posta federale del San Gottardo" ausgestellt. Stefano Franscini, der "Vater des Kanton Tessins", war einer der grössten Staatsmänner der Schweiz des 19.Jahrhunderts, der Zeit von/nach Napoleon, des Umbruchs, der Revolutionen etc... Es war die Gründerzeit des Kanton Tessins, der Schweiz ("Costituzione federale" 1848) und Europas, die Zeit radikaler Entwicklungen und Fortschritte. Franscini  war  Gestalter der ersten "Schweizer Statistiken" (1827, 1847) , Ausbilder, "padre della populare educazione", Gründer des "Polytechnikums"(1855) in Zürich, der späteren "ETH", und "Bundesrat" in Bern. U.a. werden Werke von Künstlern des 19.Jahrunderts bis zur heutigen Zeit ausgestellt, die thematisch - historische Beiträge liefern, u.a. Werke von Rudolf Koller (Die Gotthardpost) und Vincenzo Vela. Historische Dokumente, aber auch  Rekonstruktionen z.B. einer Druckerei, Weberei, Schule, sowie Filmbeiträge veranschaulichen eindrucksvoll die Epoche um Stefano Franscini. Am Schluss der Ausstellung haben sich 21 Tessiner Künstler unserer Zeit ("Visarte-Ticino") mit Franscini befasst.  Zur Ausstellung wurde ein 400 Seiten umfassender ausführlicher Katalog aufgelegt 65.--CHF/43.--EUR (Fratelli Roda SA).

 

Ivo Soldini - Parco Villa Saroli/ Corti esterne della Banca del Gottardo

 

      

Das "Dicastero Attività Culturale della città di Lugano" (On.Giovanna Masoni-Brenni) zeigt seit 1998 kontinuierlich in Frühling und Sommer Werke von zeitgenössischen Tessiner Künstlern (Nag Arnoldi, 1998/ Paolo Bellini, 2000/ Cesare Lucchini, 2001/ Klaus Prior, 2002/ Renzo Ferrari, 2004/ Samuel Gabbai,2005). Vom 31.März - 9.September 2007 werden Werke von Ivo Soldini im "Parco di Villa Saroli" und "Corti esterne della Bance del Gottardo" gezeigt. 35 Figuren im klassisch-naturalistischen, bis informalen und expressionistischen Stil in Bronze bis zu einer Höhe von 4 m, die von seinem meisterlichen Können zeugen, und mit viel Psychologie  geschaffen wurden, sind aber auch Zeugen seiner inneren Unruhe. U.a. bekannte Skulpturen wie "Omaggio a Borromini", "Gruppo Caos", "Figure verticale", "Figure sedute" und "Inclinato" (Fotos oben). Soldini: ".. ich fühle mich wie ein Emigrant, nicht wegen meiner vielen Reisen, sondern auch wegen meiner Ausfüge in die künstlerische Architektur".

Ivo Soldini (*1951, Lugano) ist einer der grossen Künstler unserer Zeit mit Ausstellungen in der ganzen Schweiz, Europa und Übersee (Chicago, USA/ Sao Paulo, Brasilien), lebt und arbeitet in Ligornetto, im Mendrisiotto. Nach seiner Lyzeumszeit studierte er in Mailand 1969/73 an der "Academia di Belli Arti di Brera" und an der Universität (Kunstgeschichte, Literatur und politische Wissenschaften) und unternahm anschliessend Studienreisen in ganz Europa. Seine künstlerische Tätigkeit begann er mit Zeichnungen und Malerei ehe er sich seit 1972 vorwiegend mit Skulpturen befasste, mit diversen Materialien und Formaten. Man spürt seine anfänglichen Einflüsse von Marino Marini, Remo Rossi oder Alberto Giacometti. Der Ausstellungskatalog (ital./engl./deutsch) umfasst ca. 100 Seiten mit Beiträgen von Flaminio Gualdoni und Cristina Brazzola (Edizione Città di Lugano) - Kurator: Dott.Cristina Brazzola.

 

Miquel Barceló - Museo d'Arte Moderna, Lugano

 

Fotos von links nach rechts: On.Giovanna Masoni-Brenni und Miquel Barceló - Miquel Barceló und Dr.Rudy Chiappini - Mobili 2001 - Map de carn 1982 -

Eight Poles 1987 - Somalia 92 - Mono 1993 - Hamlet 1983 - Giorgione à Felanitx 1984 - La suerte de varas 1990

 

Vom 12.November 2006 - 4.Februar 2007 zeigt das Museo d'Arte Moderna in Lugano eine komplexe, eindrucksvolle Retrospektive des spanischen Meisters Miquel Barceló. (Kurator: Dr.Rudy Chiappini). Über 80 Werke, Gemälde und Skulpturen des spanischen enfant prodige aus der Zeit der 80-er Jahre bis heute, die die unglaubliche Entwicklung des Künstlers zeigen, mit  starker Ausdruckskraft, charakteristischen und thematischen Zügen, sowie der Poesie von Barceló. Die Werke sind Leihgaben von den grössten Museen Europas und aus Privatsammlungen. Miquel Barceló, geboren am 8.Januar 1957 in Felanitx auf Mallorca - erste Studien bei der Mutter - Lyceum - 1974 erste Reise nach Paris - studiert auf der "Escuela de Bellas Artes y Oficios a Palma di Mallorca" - 1976 Teilnahme bei den happenings  der Gruppe von Taller Llunàtic - 1978 Paris - 1980 Pollock führt ihn in die Technik dripping und action painting ein - 1983 Werke in Napoli und Kassel (Documenta 7 - einziger spanischer Künstler), sowie (Le jugement de Salomon)  im "Musée National d'Art Moderne" in Paris - Reise nach New York (Warhol, Basquiat) - Ausstellungen und Werke in ganz Europa, im Louvre, in Bordeaux, Madrid, Portugal, sowie in New York (Leo Castelli Gallery) - 1987-88 verlässt er N.Y.(grande mela) und kehrt nach Paris zurück - Reisen nach Afrika (Mali, Senegal) -1991 neues Atelier in Paris im Quartiere dei Marais - 1994-95 Mali, London (Whitechapel Art Gallery)  -  seit 1999 pendelt Barceló zwischen Europa (Mallorca, Paris), Afrika (Mali) und Amerika, Ausgangspunkt bleibt Paris, wo er mit Frau und Kind in der Nähe der Metropole auf einem Bauerhof lebt. Lt. Barceló darf das Thema "Corrida" bei keinem spanischen Künstler fehlen (..er vergleicht die Arena mit der Form einer Paella). Er betrachtet die Künstler von Mali als seine Lehrer, übt sich gerne in neuen Techniken und liebt ungewöhnliche Materialien. Barceló erzählt, wie in Afrika seine Arbeiten von Termiten zerfressen wurden und er sie kurzerhand zu seinen Mitarbeitern erklärte und sich die Frassstellen zunutze machte. Seine Werke, bei denen er sich eher mit Tieren als mit Menschen befasst, haben teilweise mit literarischem Hintergrund und sprühen vor Vitalität und Personalität. Man könnte Barceló als Caravaggio von heute bezeichnen (Luciano Caprile). Ausser der Malerei befasst sich Barceló auch mit Bildhauerei und Keramik. Miquel Barceló ist einer der grössten Künstler unseres Jahrhunderts und man wird noch viel von ihm hören und sehen. Zur Ausstellung wurde ein umfangreicher Katalog (Kurator: Dr.Rudy Chiappini) herausgegeben (Editore Sikra - CHF 50, EUR 35) mit Beiträgen von Dore Ashton, Luciano Caprile, Rudy Chiappini, Enrique Juncosa und Francisco Serraller. Nach 16 Jahren verlässt Dr.Rudy Chiappini 2007 die Direktion des Museums - wir wünschen ihm viel Erfolg für seine weitere Zukunft.

 

Carolina Schell - Galleria Colora, Locarno

 

Die "Galleria Colora" (Flavio Gallotti) in Locarno zeigt vom 20.Januar - 3.März 2007 die erste persönliche Ausstellung der 23-jährigen Carolina Schell, Tochter der Schauspieler Carl Schell und Stella Mooney.

Es werden Studien, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen gezeigt, die das grosse Talent der jungen Künstlerin erkennen lassen. Carolina, 1983 in Locarno geboren, begann ihre Studien am "Liceo Artistico" in Lugano und studierte dann an der "Accademia di Belle Arti" in Florenz. Sie hatte bereits erste Erfolge in Kollektivausstellungen, war Portraitistin der Promotiontour von "Moet Chandon", 2005 dekoriert sie die Kapelle von Locarno-Monti . 2006 nahm sie am Symposium für Skulpturen im Museo di Seravezza (Lucca) teil und stellt dort eine Marmor-Skulptur aus. Bereits 1989 wurde ein Portrait, welches sie von ihrem Vater machte in dem Buch "Wir waren vier" von Carl Schell veröffentlicht.

 

Aligi Sassu - Opere scelte (Museo Civico di Belli Arti, Villa Ciani, Lugano)

 

Fotos v.l.n.r: Pugilatori (1929) - Il Giocoliero (1930) - Il Grande Caffè (1939) - Pase de Peche (1964) - Parsifae e il minotauro (1981)

 

Vom 8.Juli-10.September 2006 zeigt die Stadt Lugano zum 10.Jahrestag der "Fondazione Aligi Sassu e Helenita Olivares" eine "Auswahl" von Werken des grossen italienischen Meisters des 20.Jahrhunderts Aligi Sassu (1912-2000) im Museo Civico di Belli Arti, Villa Ciani. Aligi Sassu überliess mit einer Schenkung 1996 der Stadt Lugano 362 seiner populärsten Werke (217 Gemälde, 130 Grafiken und 15 Skulpturen) aus der Zeit von 1927-1995. Eine Auswahl, chronologisch angeordnet, wird in der äusserst sehenswerten Ausstellung gezeigt. Die Fondazione hat bereits Ausstellungen u.a. "Sassu futturista" (1927-29) 1999, "Sassu primitivista" (1929-31) 2000 und "Sassu realista" (1932-44) 2003 realisiert. Die Pressekonferenz fand im Beisein der Fondatorin und Witwe Sassu's  Helenita Sassu-Olivares (Foto links: On.Giovanna Masoni-Brenni, Alessia Giglio, Helenita Olivares) statt - einen ausführlichen Vortrag über das Schaffen des Meisters hielt Prof.Antonello Negri (Foto rechts). Sassu, geboren 1912 in Mailand (Vater Sarde, Mutter Emiliana), stellte bereits 1928 auf der "Biennale veneziana" seine ersten Werke aus der "periode futurista" [Uomo che si abbevera alla sorgente]aus - schrieb 1928 zusammen mit Bruno Munari  das Manifest "Dinamismo e riforma muscolare" - in Folge die Periode "gusto dei primitivi"- 1929 studierte er an der "Accademia di Brera" in Mailand - tonangebend 1030/33 war die Farbe "rot" - "Uomini rossi" (Pugilatore, Giocatori di dadi) - 1934 erste Reise nach Paris (Il Grande Caffè, 1939) - 1937/38 musste er aus politischen Gründen ins Gefängnis - Werke der Anklage während des "Spanischen Bürgerkrieges" - Biennale veneziana 1940 (Sortita di cavalieri veneti a Famagosta) - erste Verbindung zum Luganese bereits nach dem 2.Weltkrieg - seit 1963 hielt er sich zumeist in Spanien (Mallorca, Cala S.Vicente) auf ("..das Licht ist milder als auf Sardinien") - Werke mit spanischem Einfluss z.B. Pase de Peche (1964) und El Picador (1977). Am 17.07.200 starb Aligi Sassu auf Mallorca.

Der Ausstellungskatalog "Fondazione Sassu" mit Beiträgen von Dott. Rudy Chiappini (30.--CHF/21.--EUR) wurde von der "Edizioni Skira" in Milano (1997) herausgegeben.

 

"Christo e Jeanne-Claude" - das weltberühmte Künstlerpaar mit dem Markenzeichen "Verpackungen"

 

 

Das Museo d'Arte Moderna in Lugano zeigt vom 12.März - 18.Juni 2006 eine Retrospektive vom Künstlerpaar "Christo e Jeanne-Claude", welches mit Ihrer aussergewöhnlichen, den Raum sprengenden Kunst, in der ganzen Welt bewundert und gefeiert wird - Kurator: Dr.Rudy Chiappini. Gezeigt werden Werke aus der Zeit von 1958-2003, chronologisch von den Verpackungsanfängen bis zum monumentalen "Freiheitsschrei". Anhand von Zeichnungen, Studien, Collagen und massgetreuen Modellen kann die Entwicklungsphase der Projekte verfolgt werden. Christo Javacheff  1935 in Gabrovo, Bulgarien geboren, studierte an den Kunstakademien von Sofia, Prag und Wien, ehe er sich 1958 in Paris niederliess und dort seine Lebensgefährtin Jeanne-Claude Denat de Guillebon traf, die 1935 in Casablanca, Marokko geboren, einer Familie mit militärischer Tradition entstammte, an der Universität von Tunis in Latein und Philosophie promovierte. Zu der Zeit begann man im "Neues Realismus" Gegenstände mit Plastik und Stoff zu verpacken. Das Team "Christo e Jeanne-Claude" begann Ende der 50er Jahre mit Packages und Wrapped Objects, Gegenstände mit Stoff und Schnur zu verkleiden, dann folgten "Show Cases" und "Store Fronts"(1963/64 ), "Oil Barrels Structures"(1967/68) bis schliesslich in den 60er Jahren die monumentalen Projekte  der Verwandlung von öffentlichen Strukturen folgte.  Die wichtigsten Projekte chronologisch: u.a. "5600 Cubicmeter Package" (Documenta 4, Kassel), "Wrapped Kunsthalle" (1968, Bern), "Wrapped Coast, Llittle Bay" (1969, Australien), "The Pont Neuf Wrapped" (1975-1985, Paris), "Wrapped Reichstag" (1971-1995, Berlin)979-2005, New York). In der Ausstellung wird auch als Vorpremiere die Vorbereitung für das Unternehmen "Over  the River, Project for the Arkansas River", welches das Künstlerpaar im Staate Colorade seit 1992 vorbereiten und voraussichtlich 2007/9 realisiert wird. Die Projekte überschreiten festgesetzte Grenzen und entwickeln einen neuen Kunstbegriff als interdisziplinares Schaffen, welches eine Brücke zwischen diversen Erscheinungsformen und Erkenntnissen schlägt und Polarität des Menschen vereint: Intuition, Intellekt, instinktive Kreativität und die Rationalität der Projekte. Zur Ausstellung gibt es verschiedene Events z.B. eine Konferenz mit dem italienischen Architekten  Massimiliano Fuksas  - Thema: "il rapporto con paesaggio dell'opera die Christo e Jeanne-Claude" am 17.Mai 2006 (20:00 Uhr) im Museo d'Arte Moderna. Der Ausstellungskatalog "Christo e Jeanne-Claude" (Skira Editore) in 2 Sprachversionen (englisch und italienisch) mit Beiträgen von Rudy Chiappini, Albert Eisen, Molly Donovan und Werner Spies kostet 72 CHF, 50 EUR ( in der Ausstellung  50 CHF, 35 EUR). Weitere Informationen via www.mdam.ch

Jean-Michel Basquiat - Museo d'Arte Moderna di Lugano

  Fotos v.l.n.r.: Selfportrait with tie 1985/ Mona Lisa 1983/ Made in Japan 1982/ Untitled 1982/ Jazz 1986/ Brown Spots 1984/ Con Andy Warhol 1985

Vom 20.März - 19.Juni 2005 zeigt das Museo d'Arte Moderna, erstmals in der Schweiz, eine Retrospektive von Jean-Michel Basquiat (1960-1988) [Kurator: Dr. Rudy Chiappini], der als enfant terrible (Jimi Hendrix dell'arte) die multi-ethnische Vielfalt der New Yorker Subkultur der 80er Jahre in Kunst umsetzte und in seiner kurzen Schaffenszeit zu einer Ikone der amerikanischen Moderne wurde. Basquiat wurde bis zu seinem frühen Tod mit 27 Jahren zum Mythos, ein Medienstar (der einzige farbige Star unter den Malern), ein Symbol und Zeitzeuge der 80er Jahre. Ausgestellt werden 70 Werke (50 malerische Werke und 20 Zeichnungen) aus Museen und Privatkollektionen weltweit, chronologisch und thematisch angeordnet. Geboren 1960 in Brooklyn, N.Y., Mutter aus Puerto Rico und Vater aus Haiti, machte er seine ersten Skizzen bereits im Kindesalter, inspiriert von Zeichentrickfiguren am TV. 1978 verliess er Schule und Elternhaus und kämpfte sich selbständig durch New York, z.B. mit  dem Verkauf handbemalter Karten und T-Shirts. Bekannt wurde er unter dem Pseudonym  SAMO ("Same Old Shit") mit Graffiti-Malereien (begegnet Al Diaz) z.B. an New Yorker U-Bahnwagen, Mauern etc.., bevor er an Kollektivausstellungen, wie Times Square Show oder New York/New Wave teilnahm und erste Veröffentlichungen 1981 in der Kunstzeitschrift Artforum (Art In America) hatte. Sammler, Kritiker (René Ricard)  und Galleristen wurden auf ihn aufmerksam und er erlebte bis zu seinem Tode einen steilen Karriereanstieg (Einladung zur: Dokumenta 7/Kassel). Seither sind seine Werke (beeinflusst von Jean Dubuffet und Jackson Pollock) in allen berühmten Museen und Gallerien zu finden und nach seinem Tode gab es Ausstellungen und Retrospektiven (Whitney Museum of American Art, N.Y.) und seine Werke wurden zu Höchstpreisen gehandelt.  Basquiat bricht mit seinen Werken aus der Malertradition rebellisch aus und zeigt die Gefahren seiner Umwelt, wie Geld, Drogen, Sex, Gewalt und Rassenhass auf. Massenkultur, Sport und Musik (Jazz-Mythologie) und farbiges Heldentum sind weitere seiner Themen aber immer bleibt der "Mensch" im Vordergrund. Basquiat liebte die Frauen (Playboy), den Fussball und vor allem die Musik (hatte selbst eigene Gruppen) und lebte stets mit grossen Geld - und Drogenproblemen (East Village und die musikalisch-artistischen Kommunen downtown [Neue Generatione und Neo Pop] und uptown [Rap und Graffiti] Anfang der 80er Jahre). 1982 Bekanntschaft und Zusammenarbeit mit Andy Warhol und Francesco Clemente (5 Werke dieser Gemeinschaftsarbeiten sind ausgestellt), Initiator war sein Agent, der Schweizer Gallerist Bruno Bischofsberger. 1979 lernte Basquiat den Luganeser Fotografen und Filmemacher Edo Bertoglio kennen (der bei der PR-Konferenz anwesend war), woraus eine enge Freundschaft entstand und Bertoglio mit dem 19-Jährigen den Film "Downtown 81" drehte, der den Tagesablauf, die Überlebenskunst eines jungen unbekannten Künstlers in N.Y. (Cannes 2000 - "Quinzaine des Réalisateurs") zeigt. Zuvor spielte Basquiat  einen Part im TV-Film von Glenn O'Brien "New York Beat", bei dem Bertoglio Regie führte. Zwei Ausstellungsräume zeigen ausschliesslich Fotos von Bertoglio über den Künstler. Hauptsponsoren der Ausstellung sind die "Credit Suisse" und "Darwine Airline". Den Katalog zur Ausstellung (Skira Editore/ 50.--/72.--CHF) mit Beiträgen u.a. von A.B.Oliva, L.Caprile, J:Hoffet, R.D.Marshall und Bruno Bischofsberger, gibt es in italienischer und englischer Version. Weitere Informationen via Internet www.mdam.ch

               arte in ticino 1803-2003 (4.Teil)

il superamento delle avanguardie 1953-2003

Fotos v.l.n.r.: Die Künstler Cesare Lucchini, Gianfredo Camesi, Nando Snozzi, Klaus Prior und Cesare Lucchini. Werke von Jean Arp, Mario Comensoli und Nando Snozzi.

Il superamento delle avanguardie 1953-2003 ist der 4.Teil (1.Teil: La ricerca di un'appartenenza 1803-1870 - 2.Teil: L'affermazione di un'identità 1870-1914 - 3.Teil: Il confronto con la modernità 1914-1953) der Ausstellung arte in Ticino 1803-2003, die zur 200-Jahrfeier des Kantons Tessin (Dr.Rudy Chiappini - Kurator) über die künstlerische Entwicklung im Kanton Tessin seit dem Beitritt zur Confederazione elvetica in Lugano im Museo di Belle Arti (Villa Ciani) vom 10.Dezember 2004 bis 17.April 2005 stattfindet mit Werken Schweizer Künstler oder ausländischen Künstlern, die nach dem 2.Weltkrieg geboren wurden und in den letzten 50 Jahren im Tessin gearbeitet haben, d.h. deren Werke nach 1953 geschaffen wurden. Der Rapport mit dem nahen Italien und die Überwindung der Avangarde vom Beginn des 20.Jahrhunderts, gezeichnet vom neoespressionismo und der transavanguardia, concretismo, abstrakter Geometrie und theoretischen Prinzipien, die Entwicklung der Achse Zürich-Como-Mailand und Experimenten mit der Natur und dem Weltraum, das sind die Themen des letzten Teils der Austellung.(sowie 4 Sektionen von Monografien von Massimo Cavalli [1930], Carlo Cotti [1903-1980], Edmondo Dobrzanski [1914-1997] und Niele Toroni [1937]). Die Protagonisten der Ausstellung sind u.a. Giuseppe Bolzani, Sergio Emery, die Sektion des Locarnese Jean Arp, Julius Bissier, Fritz Glarner, Ben Nicholson und Italo Valenti (1965 - Locarno - Museo d'Arte Contemporanea), sowie Mario Comensoli, Nando Snozzi, Renzo Ferrari, Samuele Gabai, Cesare Lucchini, Livio Bernasconi, Fernando Bordoni, Vera Haller, Gianfredo Camesi, Adriana Beretta, Nag Arnoldi, Max Weiss, Selim Abdullah, Hans Richter, Paolo Bellini und Klaus Prior. Katalog zur Ausstellung (Edito Salvioni, Bellinzona) 65.-- CHF. Weitere Informationen sind über die E-Mail Adresse arteinticino@lugano.ch oder über Tel +41(0)91 8007209 zu erhalten.

LES ENFANTS TERRIBLES

Die Formensprache der Kindheit in der Kunst 1909-2004

Fotos v.l.n.r: Kandinsky, Picasso, Klee, Mirò, Beuys und Warhol

Im Museo Cantonale d'Arte, Lugano wird vom 10.Oktober 2004 - 16.Januar 2005 eine aussergewöhnliche Ausstellung gezeigt "Les Enfant Terribles" (Die Formensprache der Kindheit in der Kunst 1909-2004) - Kuratoren: Marco Francioli (Dir.des Museums), Helmut Friedel (Dir.Städtische Galerie im Lenbachhaus, München) und Giovanni Iovane (Academia di Brera, Milano) - unter der Schirmherrschaft von Bundesrat Pascal Couchepin (EDI). Die Ausstellung umfasst 120 Werke - Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Videos und Installationen von 30 Künstlern aus aller Welt, geteilt in zwei Sektionen: "Historische Sektion" (Fortunato Depero, Jean Dubuffet, Lyonel Feiniger, Alexej Kandinsky, Paul Klee, Fausto Melotti, Juan Mirò, Bruno Munari, Gabriele Münter, Pablo Picasso und Jean Tinguely) und "Zeitgenössische Sektion" (Donald Baechler, Christian Boltanski, Joseph Beuys, Gary Hill, Carsten Höller, Mike Kelley, Jeff Koons, Zoe Leonard, Urs Lüthi, Eva Marisaldi, Annette Messager, François Morellet, Liliana Moro, Yoshitomo Nara, Giulio Paolini, Michelangelo Pistoketto, Pia Stadtbaumer, Rosemarie Trockel und Andy Warhol) - ausgenommen ein Werk von Giovanni Franceso Caroto (Ritratto di fanciullo con disegno) aus dem Jahre 1520. Les enfant terribles kreist um ein Thema, das die historischen Avantgardebewegungen stark interessierte: Kinderzeichnungen als Ausdruck einer von kulturellen Konditionierungen und Denkstrukturen freien Kreativität - Schwerpunkt: Vergleich figurativer Ausdrucksformen. Katalog zur Ausstellung (Italienische/Englisch - Silvana Editoriale - 30.--€ /45.--CHF) mit Beiträgen u.a. von M.Ammanti, R.Bellini, H.Friedel,G. Iovane, L.Peiry und B. Wittman. Parrallel zur Ausstellung, jeweils um 15:00 Uhr werden angeboten: 1. Concerto (im Oktober), 2. Burattini (21.11.04), 3. Racconti (5.-12.12.04), 4. Atelier di pittura (24.10., 14.u.20.11.04, sowie eine Laboratorio creativo - das Festa di chiusura ist am 6.01.2005. Les enfant terrible ist eine Ausstellung, für die es sich lohnt nach Lugano zu reisen.

Arnaldo Pomodoro: sculture in Città

 

v.l.n.r: Arnaldo Pomodoro - Disco in forma di rosa del deserto 1993-94 -  - Triade 1979 - Giroscopo 1986-87 - Sfera...1963.. - Il potere, La profezia, L'ambizione 1983

Das Museo d'Arte Moderna in Lugano zeigt vom 26.03.-13.06.2004 - open air - im historischen Stadtkern von Lugano (Villa Ciani, Via Canoca, Piazza di Riforma, Via Nassa) nach den Ausstellungen von Fernando Bottero (1997) und Igor Mitoraj (2002) Skulpturen des grossen zeitgenössischen italienischen Bildhauers Arnaldo Pomodoro, dem älteren Bruder von Gio Pomodoro - Kurator: Dr.Rudy Chiappini. Die Werke von Arnaldo Pomodoro, geboren 1926 in Morciano (Romagna), aufgewachsen in Montefeltro, erfreuen sich grösster Popularität rund um den Erdball. Wir finden sie in allen grossen Museen weltweit und u.a. auf den Plätzen von Mailand, Kopenhagen, Brisbane, vor der Universität von Dublin, dem Mills College in Californien, im Vatikan, "Disco Solare" in Moskau, "Papyrus" in Darmstaft, 1995 in Memoria von Friderico Fellini in Rimmini und 1996 "Sfera con sfera" vor dem Haus der Vereinten Nationen in New York. Pomodoro lehrte an den Universitäten Stanford University, University of California, Berkley, Mills College, und seit 1990 leitet er das Centro TAM per la formazione dei giovani, istituto in collaborazione con il Comune di Petrarubbia nel Montefeltro. Seit 1954 lebt Pomodoro in Mailand in seinem Atelier bei der Porta Ticinese. Geehrt wurde er mit unzähligen Preise, u.a. 1963 Sao Paolo, 1964 Venedig, 1967 Carnegie Institut, 1981 Henry Moore Preis in Japan, dem kaiserlichen Preis der Japan Art Association 1990, 1992 Dr.h.c. Trinity College in Dublin, 1993 Socio Onoratio der Academia Brera in Mailand, 1996 Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine "Al merito della Repubblica Italiana". Ausser mit Plastiken machte sich auch Pomodoro einen Namen in der Scenografia an vielen Opernhäusern weltweit. Der Ausstellung-Katalog mit Beiträgen von Rudy Chiappini, Giovanni Raboni, Flamingo Gualdoni und Luciano Caprile ist zweisprachig, englisch und italiensch (Skira Editore) 50.--CHF/35.--Euro.

arte in ticino 1803-2003 (3.Teil)

il confronto con la modernità 1914-1953

v.l.n.r Werke folgender Künstler: Marianna Werefkin (Il monaco 1920-1930) - Otto van Rees (Testa di giovane 1926) - Albert Müller (Ritratto di Anna 1924) - Hermann Scherer (Scherer in un paesaggio ticinese 1926) -  Giuseppe Foglia (Fecondatrice1922) - Richard Seewald (Ronco 1919) -Apollonio Pessina (Monumento della battaglia dei sassi grossi di Giornico 1929-1932)

Il confronto con la modernità 1914-1953 ist der 3.Teil (1.Teil: La ricerca di un'appartenenza 1803-1870 - 2.Teil: L'affermazione di un'identità 1870-1914) der Ausstellung arte in Ticino 1803-2003, die zur 200-Jahrfeier des Kantons Tessin (Dr.Rudy Chiappini - Kurator) über die künstlerische Entwicklung im Kanton Tessin seit dem Beitritt zur Confederazione elvetica in Lugano im Museo di Belle Arti (Villa Ciani) vom 5.Dezember 2003 bis 18.April 2004 stattfindet. Gezeichnet von den zwei Weltkriegen und der allgemeinen Entwicklung der Moderne ist diese Periode wohl die Bewegteste. Die Emigration von Künstlern, besonders nach Ascona (Monte Verità), trug wesentlich zur Entwicklung bei, obwohl die Integration mit den Tessiner Künstlern sehr rar war. Künstler wie Arthur Segal, Alexej Jawlenski und Marianne Werefkin u.a. prägten die Szene. Es folgten die Gruppen wie Der grosse Bär im Locarnese mit J..Schürch, Fritz Pauli und Ignaz Epper, während im Mendrisiotto die Expressionisten die Gruppe Rot-Blau mit Albert Müller, Hermann Scherer und Paul Camenisch gründeten.Unter den Tessinner Künstlern (mit italienischem Einfluss) fallen in diese Periode u.a.Fausto Agnelli, Pietro Chiesa, Giuseppe Foglia, Remo Rossi, Felice Filippini. Katalog zur Ausstellung (Edito Salvioni, Bellinzona) 65.-- CHF. Weitere Informationen sind über die E-Mail Adresse arteinticino@lugano.ch oder über Tel +41(0)91 8007209 zu erhalten.

Egon Schiele

v.l.n.r.: Kleiner Baum im Spaetherbst, Knieendes Maedchen auf beide Ellbogen gestuetzt, Selbstbildnis/Selbstbildnis .

Egon Schiele (1890/1918) ..eine einmalige Retrospektive, ein herausragender Darsteller der Modernen Kunst, des Wiener "Fin de siècle", war das Thema des Highlights 2003 des Luganeser "Museo d'Arte Moderna" vom 16.03.-29.06.2003 (Kuratore: Dott.Rudy Chiappini). Egon Schiele, gepraegt von Kustav Klimt, entwickelte frueh seine Eigenstaendigkeit in seinem kurzen Leben. 1909 gruendete er die "Neukunstgruppe" und nimmt 1910 an der "Internationalen Jagdausstellung" teil. 1913 tritt er der Gruppe "Bund Oesterreichischer Kuenstler" bei und 1916 nimmt er an der Berliner "Wiener Kunstschau" teil. Edith, seine Frau, steckt ihn an der Spanischen Grippe an von der er 28-jaehrig am 31.10.1918 stirbt und damit verliert nicht nur Oesterreich einen der wichtigsten Vertreter der Kunstszene des 20.Jahrhunderts.

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